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		<title>MACD (Moving Average Convergence Divergence)</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/macd-moving-average-convergence-divergence/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 18:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem du im letzten Beitrag erfahren hast, was ein Moving Average ist und welche es hiervon gibt, schauen wir uns nachfolgend einmal den MACD an. Hierbei wirst du schnell bemerken, dass der MACD einige Gemeinsamkeiten mit dem Moving Average hat. Allerdings gibt es auch einige Unterschiede, die du kennen solltest. Legen wir also los...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/macd-moving-average-convergence-divergence/">MACD (Moving Average Convergence Divergence)</a> erschien zuerst auf <a href="https://derivatehandel.net">Derivatehandel.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Nachdem du im letzten Beitrag erfahren hast, was ein <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/">Moving Average</a></strong> ist und welche es hiervon gibt, schauen wir uns nachfolgend einmal den <strong>MACD </strong>an. Hierbei wirst du schnell bemerken, dass der MACD einige Gemeinsamkeiten mit dem Moving Average hat. Allerdings gibt es auch einige Unterschiede, die du kennen solltest. Legen wir also los&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der MACD-Indikator erklärt</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist der MACD?</h3>



<p>Der MACD ist ein Momentum basierter Indikator, der auf zwei<a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/"> <strong>Exponential Moving Averages</strong></a>, also gewichteten gleitenden Durchschnitten, basiert. Er kann sowohl zur <strong>Trenderkennung </strong>als auch zur Ermittlung der <strong>Trendstärke </strong>genutzt werden.</p>



<p>Er besteht aus einer <strong>MACD-Linie</strong>, einer <strong>MACD-Signallinie</strong> und einem <strong>MACD-Histogramm</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="345" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-1024x345.png" alt="Moving Average Convergence Divergence" class="wp-image-982" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-1024x345.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-300x101.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-768x259.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-1536x518.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD.png 1540w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Die Berechnung des MACD</h3>



<p>Der MACD misst die <strong>Differenz zwischen zwei <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/">Exponential Moving Averages</a></strong>. Um etwas konkreter zu werden:</p>



<p class="has-text-align-center"><em><strong>MACD-Linie</strong> = EMA (12) &#8211; EMA (26)</em></p>



<p>In den MACD-Standardeinstellungen wird also die Differenz aus den letzten 12 und den letzten 26 Perioden gebildet. Das Ergebnis stellt die sogenannte <strong>MACD-Linie</strong> dar.</p>



<p>Um die sogenannte <strong>MACD-Signallinie</strong> zu erhalten, wird aus der o. g. MACD-Linie wieder ein <strong>EMA </strong>errechnet. Heißt also:</p>



<p class="has-text-align-center"><em><strong>MACD-Signallinie</strong> = EMA (MACD-Linie)</em></p>



<p>Klingt kompliziert und verwirrend&#8230; Ist es auch etwas, zumindest wenn du für jede Periode den MACD selbst berechnen müsstest! Die gute Nachricht ist, dass du dir den MACD in der Regel mit ein paar Klicks in nahezu jeder Charting-Plattform eines <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>anzeigen lassen kannst! Insofern soll es das an dieser Stelle mit der Mathematik auch schon gewesen sein&#8230; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">MACD im Trading: Potentielle Kaufsignale</h2>



<p>Wie dir bereits bekannt ist, wird der MACD meist zur <strong>Trenderkennung </strong>genutzt. Entsprechend kannst du diesen zum Einsatz bringen, um dir mögliche <strong>beginnende Trends</strong> aber auch <strong>mögliche Trendwenden</strong> anzeigen zu lassen. Schauen wir mal, wie du den MACD im Trading nutzen kannst:</p>



<h3 class="wp-block-heading">MACD-Linien</h3>



<p>Wie beim Trendhandel üblich, zumindest wenn hierbei <strong>Indikatoren </strong>zum Einsatz kommen, entsteht ein mögliches <strong>Tradingsignal</strong>, wenn sich <strong>zwei Linien kreuzen</strong>. So auch beim MACD&#8230; In dem Fall ist es das Kreuzen der <strong>MACD-Linie</strong> und der <strong>MACD-Signallinie</strong>:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Trading-1024x555.png" alt="MACD Kaufsignale" class="wp-image-984" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Trading-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Trading-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Trading-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Trading-1536x833.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Trading.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Auf dem o. g. Bild siehst du den DAX im H1-Chart. Eine Kerze stellt demnach eine Stunde dar. Die generierten <strong>MACD-Kaufsignale</strong> sind hierbei relativ leicht erklärt: Kreuzen sich die MACD-Linie und die MACD-Signalline nach oben entsteht ein <strong>Kaufsignal </strong>(grüne Kreise). Kreuzen sich die MACD-Linie und die MACD-Signallinie nach unten, entsteht ein <strong>Verkaufssignal </strong>(rote Kreise).</p>



<p>Ein Verkaufssignal bedeutet an dieser Stelle jedoch nicht, dass eine Short-Position eröffnet wird, sondern nur, dass die <strong>vorher eröffnete Long-Position geschlossen</strong> wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">MACD-Nulllinie</h3>



<p>Neben dem Kreuzen der MACD-Linie und der MACD-Signallinie, kann auch das <strong>Kreuzen der MACD-Signallinie durch die Nulllinie des MACD-Histogramms</strong> als mögliches Trading-Signal genutzt werden:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Nulllinie-1024x555.png" alt="MACD Trading" class="wp-image-993" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Nulllinie-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Nulllinie-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Nulllinie-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Nulllinie-1536x833.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Nulllinie.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Auf dem o. g. Bild ist der Tageschart des DAX ersichtlich. In diesem Beispiel wird ein Signal erzeugt, wenn die rote MACD-Signallinie die Nulllinie des Histogramm kreuzt (grüne/rote Kreise).</p>



<h3 class="wp-block-heading">MACD-Histogramm</h3>



<p>Häufig wird auch das <strong>MACD-Histogramm</strong> als Signalgeber genutzt. Hiervon kann jedoch Abstand genommen werden, da dies nicht unbedingt erforderlich ist.</p>



<p>Wie du auf den o. g. Bildern sehen kannst, wechseln die Balken jeweils um die Nulllinie immer genau dann, wenn sich die MACD-Signallinie und die MACD-Linie kreuzen. Demnach kannst du das MACD-Histogramm als Signalgeber grundsätzlich ignorieren und dich auf die MACD-Linie und MACD-Signallinie konzentrieren. Alternativ kannst du die Linien aber auch ausblenden und nutzt ausschließlich das MACD-Histogramm, welches die identischen Signale liefert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Divergenzen erkennen</h3>



<p>Bei einer <strong>Divergenz im Trading</strong> handelt es sich um die Abweichung zwischen der Kursentwicklung eines beliebigen Basiswertes und dem Verlauf des genutzten Indikators, also in unserem Fall des MACD. Zur Verdeutlichung:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Divergenz-1024x555.png" alt="Divergenz Trading" class="wp-image-996" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Divergenz-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Divergenz-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Divergenz-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Divergenz-1536x833.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/MACD-Divergenz.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wie du auf dem o. g. Bild (DAX im Tageschart) sehen kannst, steigt der Kurs des DAX obwohl der MACD fällt. Eine solche Abweichung zwischen der Entwicklung eines Basiswertes und des verwendeten Indikators wird <strong>Divergenz </strong>genannt. Eine Divergenz lässt auf eine <strong>mögliche Trendwende</strong> schließen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Der MACD gehört zu den beliebtesten Indikatoren und kann sowohl zur Erkennung eines Trends also auch zur Erkennung der Trendstärke genutzt werden. Er basiert auf zwei Exponential Moving Averages und liefert mögliche Tradingsignale durch das Oszillieren des Histogramms um die Nulllinie oder das Kreuzen der MACD-Linie mit der MACD-Signallinie.</p>



<p>Wie bei allen Handelsansätzen ist auch beim MACD zu berücksichtigen, dass es durchaus zu <strong>Fehlsignalen </strong>kommen kann und ein <strong>konservatives Risikomanagement</strong> daher oberste Priorität haben sollte. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Moving Average</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 11:28:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einer der im Börsenhandel am häufigsten zum Einsatz kommende Indikator dürfte der Moving Average (auch: gleitender Durchschnitt) sein. Nachfolgend erfährst du, welche gleitende Durchschnitte es gibt, wie diese berechnet werden und sich unterscheiden sowie diese beim Trading zum Einsatz kommen können.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Einer der im Börsenhandel am häufigsten zum Einsatz kommende Indikator dürfte der <strong>Moving Average</strong> (auch: gleitender Durchschnitt) sein. Nachfolgend erfährst du, welche gleitende Durchschnitte es gibt, wie diese berechnet werden und sich unterscheiden sowie diese beim Trading zum Einsatz kommen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist ein Moving Average?</h2>



<p>Ein Moving Average ist ein Indikator der im Trading genutzt wird, um sich fortlaufend den <strong>Durchschnittspreis </strong>eines Basiswertes bezogen auf einen <strong>bestimmten Zeitraum</strong> darstellen zu lassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Moving-Average-1024x555.png" alt="Gleitender Durchschnitt" class="wp-image-915" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Moving-Average-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Moving-Average-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Moving-Average-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Moving-Average-1536x833.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Moving-Average.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Von Tradern wird der Moving Average häufig zur <strong>Trenderkennung </strong>oder aber auch als <strong>Unterstützung </strong>bzw. <strong>Wiederstand </strong>genutzt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Moving Average zur Trenderkennung:</strong> Befindet sich der Preis des Basiswertes oberhalb des gleitenden Durchschnitts, gehen Trader häufig von einem Aufwärtstrend aus. Befindet sich der Preis unterhalb des gleitenden Durchschnitts, wird hingegen von einem Abwärtstrend ausgegangen.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Moving Average als Unterstützung bzw. Wiederstand:</strong> Liegt ein Trend vor, ist häufig zu beobachten, dass der Kurs sich zunächst vom Moving Average entfernt und sich ihm im Zeitverlauf wieder annähert, um in der Folge wieder in die Ursprungsrichtung zu verlaufen.</li>
</ul>



<p>Zu den bekanntesten gleitenden Durchschnitten gehören der <strong>Simple Moving Average (SMA)</strong> und der <strong>Exponential Moving Average (EMA)</strong>. Schauen wir uns einmal den Unterschied dieser beiden gleitenden Durchschnitte in ihrer Berechnung an:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Berechnung der gleitenden Durchschnitte</h2>



<p>Der gleitende Durchschnitt wird berechnet, indem für den gewählten Zeitraum (z.B. 50 Tage) die jeweiligen Schlusskurse addiert und dann durch die Anzahl der Tage geteilt wird. Hierdurch ergibt sich ein <strong>geglätteter Durchschnittspreis</strong>, da Kursschwankungen innerhalb eines Handelstages bzw. extreme Kursschwankungen unberücksichtigt bleiben.</p>



<p>Zu berücksichtigen ist hierbei, dass sich die Berechnung des Moving Averages je nach Art des gleitenden Durchschnitts unterscheidet:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Berechnung des Simple Moving Average (SMA)</h3>



<p>Die <strong>Berechnung des Simple Moving Averages </strong>erfolgt mittels des <strong>arithmetischen Mittels</strong> der gewählten Periode dividiert durch die Anzahl der gewählten Periode:</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="359" height="109" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Formel-Simple-Moving-Average.png" alt="Berechnung des gleitenden Durchschnitts" class="wp-image-921" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Formel-Simple-Moving-Average.png 359w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Formel-Simple-Moving-Average-300x91.png 300w" sizes="(max-width: 359px) 100vw, 359px" /></figure>



<p>Daraus ergibt sich, dass ein <strong>Simple Moving Average </strong>für eine <strong>Periode von 50 Tagen</strong> wie folgt berechnet wird:</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="362" height="65" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Berechnung-Simple-Moving-Average-50.png" alt="Berechnung gleitender Durchschnitt" class="wp-image-923" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Berechnung-Simple-Moving-Average-50.png 362w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Berechnung-Simple-Moving-Average-50-300x54.png 300w" sizes="(max-width: 362px) 100vw, 362px" /></figure>



<p>Die Berechnung des SMA ist also relativ simple. Anders sieht es bei der Berechnung des Exponential Moving Averages aus, da hierbei zusätzlich eine Gewichtung stattfindet. Schauen wir uns dies einmal näher an&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Berechnung des Exponential Moving Average (EMA)</h3>



<p>Bei der Berechnung des Exponential Moving Averages werden die <strong>aktuellen Kurse höher gewichtet </strong>als Kurse, die bereits länger zurückliegen. Hieraus ergibt sich, das jüngste Ereignisse bzw. Preisänderungen schneller im EMA abgebildet werden als es beim SMA der Fall ist. Hieraus könnte der Schluss gezogen werden, dass ein <strong>EMA für kurzfristiges Trading besser geeignet ist als der SMA</strong>.</p>



<p>Der EMA lässt sich wie folgt berechnen:</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="329" height="46" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Formel-Exponential-Moving-Average.png" alt="Berechnung EMA" class="wp-image-932" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Formel-Exponential-Moving-Average.png 329w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Formel-Exponential-Moving-Average-300x42.png 300w" sizes="(max-width: 329px) 100vw, 329px" /></figure>



<p>Die berücksichtigten Parameter sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>EMAt</strong> = EMA der betrachteten Periode</li>



<li><strong>Ct </strong>= Endkurs der betrachteten Periode</li>



<li><strong>SF </strong>= Smoothing Factor</li>



<li><strong>EMAt-1</strong> = EMA der vorherigen Periode</li>
</ul>



<p>Der <strong>Smoothing Factor</strong> gibt an, welchen Anteil der heutige Kurs bei der Berechnung des heutigen EMA hat. Der Wert des Smoothing Factor kann hierbei 0 bis 1 betragen.</p>



<p>Klingt kompliziert, ist auch nicht ganz trivial. Die gute Nachricht ist, dass du den EMA nicht selbst für deine betrachtete Periode (z.B. 5M-Chart) berechnen musst. In der Regel dürfte die Chartingplattform deines <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>die Möglichkeit bieten, den EMA für die betrachtete Periode automatisch anzuzeigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trading mit dem Moving Average</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Welcher Moving Average ist &#8222;der Beste&#8220;?</h3>



<p>Die Antwort ist einfach: Es kommt drauf an&#8230; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Genau so wenig wie es einen heiligen Gral im Trading gibt, gibt es DEN besten Moving Average! Die Frage die du dir selbst zunächst beantworten musst, ist welchen <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/tradingstile/">Tradingstil </a></strong>du verfolgen möchtest? Möchtest du lieber <strong>Scalping</strong>, <strong>Daytrading</strong>, <strong>Swingtrading </strong>oder <strong>Positionstrading </strong>betreiben? Erst wenn du diese Frage für dich beantworten kannst, kannst du dich auf die Suche nach einem hierfür geeigneten Moving Average machen.</p>



<p>Als <strong>grobe Orientierung</strong> für einen geeigneten gleitenden Durchschnitt kannst du nachfolgende Angaben nutzen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Scalping </strong>und <strong>Daytrading</strong>: EMA 10 und/oder EMA 20 (im M1 und M5)</li>



<li><strong>Swingtrading</strong>: SMA 20 und/oder SMA 50 (im H1 und H4)</li>



<li><strong>Positionstrading</strong>: SMA 50, SMA 100 und/oder SMA 200 (im Daily und Weekly)</li>
</ul>



<p>Wie dir vermutlich aufgefallen sein dürfte, kommen <strong>EMA beim kurzfristigen Trading</strong> und <strong>SMA beim mittel-/langfristigen Trading</strong> zum Einsatz.</p>



<p>Dies ist darin begründet, dass ein <strong>EMA schneller als ein SMA auf Volatilität reagiert</strong>, was insbesondere im kurzfristigen Handel notwendig ist. Im mittelfristigen bis langfristigen Trading sind Kursschwankungen hingegen nicht so relevant wie es bei Scalping oder Daytrading der Fall ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">SMA 200</h3>



<p>Der wohl bekannteste bzw. meistbeachteste Moving Average dürfte der <strong>SMA 200</strong> sein. Schon alleine vor diesem Hintergrund, also da eine Vielzahl an Händlern diesen berücksichtigt, solltest du diesen bei Handelsentscheidungen nicht unberücksichtigt lassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Simple-Moving-Average-SMA-200-1024x555.png" alt="Gleitender Durchschnitt 200 Tageslinie" class="wp-image-941" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Simple-Moving-Average-SMA-200-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Simple-Moving-Average-SMA-200-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Simple-Moving-Average-SMA-200-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Simple-Moving-Average-SMA-200-1536x833.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Simple-Moving-Average-SMA-200.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Händler benutzen den SMA 200 häufig wie folgt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Trenderkennung</strong>: Der SMA 200 kann genutzt werden, um sich den längerfristigen Trend eines Basiswertes (hier: 200 Tage) anzeigen zu lassen. </li>



<li><strong>Wiederstand und Unterstützung</strong>: Auch wird der SMA 200 als möglicher Wiederstand oder Unterstützung betrachtet. Trifft der Kurs des Basiswertes auf den SMA 200, ist häufig zu beobachten, dass er hiervon &#8222;abprallt&#8220;. Entsprechend wird der SMA 200 häufig als Wiederstand bzw. Unterstützung bezeichnet.</li>



<li><strong>Trendwechsel</strong>: Sollte der Kurs des Basiswertes einmal durch den SMA 200 &#8222;durchbrechen&#8220;, ist Vorsicht geboten. Dies könnte ein Zeichen für einer möglichen Trendwende des langfristigen Trends sein.</li>
</ul>



<p>Zu berücksichtigen ist, dass der <strong>SMA 200 alleine nicht für Handelsentscheidungen genutzt werden sollte</strong>. Dieser kann z.B. in Kombination mit einem Oszillator wie den <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/macd-moving-average-convergence-divergence/">MACD</a></strong>, <strong>RSI </strong>oder aber einem anderen gleitenden Durchschnitt wie den <strong>SMA 50</strong> betrachtet werden:</p>



<h3 class="wp-block-heading">SMA 50/200 (&#8222;Todeskreuz&#8220;)</h3>



<p>Die von den Medien und einigen Tradern als <strong>Todeskreuz </strong>oder auch als <strong>Death Cross</strong> bezeichnet Formation stellt ein kreuzen des <strong>SMA 50</strong> und des <strong>SMA 200</strong> dar und soll ein Vorbote einer Trendumkehr darstellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Todeskreuz-Boerse-SP500-1024x555.png" alt="Death Cross" class="wp-image-942" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Todeskreuz-Boerse-SP500-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Todeskreuz-Boerse-SP500-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Todeskreuz-Boerse-SP500-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Todeskreuz-Boerse-SP500-1536x833.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/Todeskreuz-Boerse-SP500.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Das ein <strong>Kreuzen des SMA 50 und des SMA 200</strong> nicht immer tatsächlich nachhaltig einen Trendwechsel darstellt, erkennst du am oberen Bild. Als es zu der Kreuzung kam, haben <strong><a href="https://www.focus.de/finanzen/boerse/besondere-aktien-formation-todeskreuz-nun-drohen-weitere-kursrutsche_abd198f4-a092-4742-9b4e-7c35b0ccdadf.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diverse Medien vom &#8222;Todeskreuz&#8220; berichtet</a></strong> und hierbei eine mögliche Trendumkehr des herrschenden Aufwärtstrend im S&amp;P 500 erkannt. Anschließend ist der Kurs jedoch wieder gestiegen.</p>



<p>Da das <strong>Todeskreuz hohe Aufmerksam</strong> erfährt und somit Kursbewegungen hervorrufen kann, solltest du dieses nicht unberücksichtigt lassen, wenn es mal wieder hierzu kommt. Zum regelmäßigen Börsenhandel ist dieses jedoch eher weniger geeignet, da es selten zu Handelssignalen kommt und der Kurs beim Eintritt der Kreuzung auch schon weit in die entsprechende Richtung gelaufen ist, sodass hier nicht mehr eingestiegen werden sollte. Möchtest du also regelmäßig <strong>Handelssignale auf Basis gleitender Durchschnitte</strong> erzielen, könnte die Kombination eines <strong>SMA 20 und SMA 50</strong> eine Option sein, z.B. im Rahmen des <strong>Swingtradings</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">SMA 20/50</h3>



<p>Wie du gesehen hast, treten Handelssignal mittels des o. g. <strong>Todeskreuz </strong>nur relativ selten auf und sind auch nicht zwingend nachhaltig. Schnellere SMA, also mit kürzeren Perioden, generieren entsprechend öfters potentielle Handelssignale. Werden diese zudem in einer geringeren Zeiteinheit (z.B. H1-Chart) genutzt, kann es zu häufigeren Handelssignalen als im Tageschart kommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/SMA-20-und-SMA-50-1024x555.png" alt="Moving Average Swingtrading" class="wp-image-947" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/SMA-20-und-SMA-50-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/SMA-20-und-SMA-50-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/SMA-20-und-SMA-50-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/SMA-20-und-SMA-50-1536x833.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/SMA-20-und-SMA-50.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Auf dem Bild ist der S&amp;P 500 im H1-Chart erkennbar. Eingeblendet ist der SMA 20 und der SMA 50. Das Kreuzen der beiden Moving Averages hat in diesem fall ein relativ gutes Handelssignal in Bezug auf den Einstieg (linker Kreis) und den Ausstieg (rechter Kreis) hervorgebracht.</p>



<p>Die Position wäre grob einen Monat gelaufen, was für berufstätige Trader relativ gut umsetzbar gewesen wäre. </p>



<p><strong>ABER ACHTUNG</strong>: Bei der Verwendung von SMA`s kann es selbstverständlich auch zu Fehlsignalen kommen, die zu einem Verlust für den Trader führen. Ein geeignetes Risikomanagement sollte demnach, unabhängig vom gewählten Handelsansatz bzw. Tradingstil, <strong>oberste Priorität</strong> sein!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Als einer der am häufigsten zum Einsatz kommende Indikator, kann dir der gleitende Durchschnitt eine Orientierung über den aktuell vorherrschenden Trend sowie über potentielle Unterstützungs- und Wiederstandszonen geben. Welcher der für dich geeignetste Moving Average ist, kommt im Wesentlichen auf deinen Tradingstil an. Der Exponential Moving Average ist eher für das kurzfristige Trading geeignet. Ein Simple Moving Average sollten hingegen bei mittel- bis langfristigen Handelsausrichtungen zum Einsatz kommen. Grundsätzlich sollten Handelsentscheidungen nicht ausschließlich auf Basis eines einzelnen gleitenden Durchschnitts getroffen werden. Die Kombination mit weiteren Moving Averages und/oder anderen Indikatoren bzw. Oszillatoren wie z.B. den MACD oder RSI sollten für deine Entscheidungsfindung mit in Erwägung gezogen werden.</p>
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		<title>CoT-Daten (Commitment of Traders)</title>
		<link>https://derivatehandel.net/cot/cot-daten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2025 18:01:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[CoT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=813</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was wäre, wenn dir jemand sagen würde, dass er wüsste wie sich die "großen Player" im Markt platzieren, welche die Märkte bewegen. Aufgrund deiner Skepsis würdest du ihm vermutlich kein Wort glauben oder hiermit nichts zu tun haben wollen, da dies nach illegalem Insiderwissen klingt. Aber genau diese Positionierungen können von jedem eingesehen und für das eigene Trading genutzt werden. Die Rede ist von den sogenannten CoT-Daten!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Was wäre, wenn dir jemand sagen würde, dass er wüsste wie sich die &#8222;großen Player&#8220; im Markt platzieren, welche die Märkte bewegen. Aufgrund deiner Skepsis würdest du ihm vermutlich kein Wort glauben oder hiermit nichts zu tun haben wollen, da dies nach illegalem Insiderwissen klingt. Aber genau diese Positionierungen können von jedem eingesehen und für das eigene Trading genutzt werden. Die Rede ist von den sogenannten <strong>CoT-Daten</strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind die CoT-Daten?</h2>



<p>Die CoT-Daten basieren auf dem <strong>Commitment of Traders Report</strong>, welcher <strong>jeden Freitag</strong> durch die <strong><a href="https://www.cftc.gov/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Commodity Futures Trading Commission (CFTC)</a></strong> veröffentlicht wird. Der veröffentlichte Commitment of Traders Report bezieht sich dabei auf die Daten zum Handelsschluss vom vorangegangenen Dienstag und gibt hierbei Auskunft über die Positionierung meldepflichtiger Marktteilnehmer zu deren Future- und Optionsposition auf <strong>Rohstoffe</strong>, <strong>Währungen </strong>und <strong>Indizes</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die CFTC im Überblick</h3>



<p>Die CFTC wurde im April 1975 gegründet. Hierbei handelt es sich um eine unabhängige US-amerikanische Behörde mit Sitz in Washington D.C., welche die Börsenteilnehmer vor Manipulation, missbräuchlichen Handelspraktiken und Betrug beim Handel mit <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/futures/">Futures </a></strong>und <strong><a href="https://derivatehandel.net/optionshandel/">Optionen </a></strong>schützen soll.</p>



<p>Um ihren Auftrag zu erfüllen, werden von der CFTC die nachfolgenden Börsen beaufsichtigt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Board_Options_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chicago Board Options Exchange (CBOE)</a>;</li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Board_of_Trade" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chicago Board of Trade (CBOT)</a>;</li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Mercantile_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chicago Merchantile Exchange (CME)</a>;</li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/U.S._Futures_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">U.S. Futures Exchange (USFE)</a>;</li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kansas_City_Board_of_Trade" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kansas City Board of Trade (KCBT)</a>;</li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Minneapolis_Grain_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minneapolis Grain Exchange (MGEX)</a>;</li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_York_Mercantile_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">New York Merchantile Exchange (NYMEX)</a>;</li>



<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ICE_Futures_U.S." target="_blank" rel="noreferrer noopener">ICE Futures U.S. </a></li>
</ul>



<p>Zudem besteht für gewisse Marktteilnehmer ab einer bestimmten Positionsgröße die <strong>Pflicht ihre offenen Position der CFTC zu melden</strong>. Die relevanten Händlergruppen sind die <strong>Commercials</strong>, die <strong>Non Commercials</strong> und die <strong>Non Reportables</strong>. Schauen wir uns diese Händlergruppen einmal genauer an:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Commercials</h4>



<p>Die Commercials sind in der Regel Erzeuger (z.B. Kaffeebauern) oder Unternehmen die große Mengen eines Rohstoffes benötigen (z.B. Starbucks). Diese nutzen die Börse in der Regel nicht, um Gewinne durch Rohstoffspekulationen zu erzielen sondern um sich mittels Futures und/oder Optionen vor Verlusten durch Preisveränderungen abzusichern.</p>



<p>Bei den Commercials handelt es sich um die Händlergruppe, <strong>die über die meisten Informationen in Bezug auf den jeweiligen Rohstoff verfügt</strong>, da sie den direkten Einblick in den jeweiligen Markt hat (z.B. Ernteaussichten). Vor dem Hintergrund der großen Positionen der Commercials, sind diese (häufig) ggü. der CFTC meldepflichtig.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Non Commercials</h4>



<p>Bei den Non Commercials handelt es sich um Großspekulanten, die beabsichtigen mit <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/">Termingeschäften </a></strong>Gewinne zu erzielen. Dies können z.B. Banken, Hedgefunds etc. sein. Aber auch Privatpersonen fallen ab einer gewissen Positionsgröße unter die CFTC-Meldepflicht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Non Reportables</h4>



<p>Bei den Non Reportables handelt es sich um Kleinspekulanten, die aufgrund der Unterschreitung der Meldeschwellen keine Meldepflichten für ihre Termingeschäfte ggü. der CFTC haben. Dennoch werden diese im Commitment of Traders Report aufgeführt, indem durch die CFTC die Differenz aus allen Terminkontrakten und den Positionen der Commercials und Non Commercials ermittelt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Nutzen der CoT-Daten für das Trading</h2>



<p>Wie allgemein bekannt ist, <strong>verliert der Großteil der privaten Trader im Laufe der Zeit ihr Kapital</strong> an der Börse. Anders sieht es hingegen beim &#8222;Smart Money&#8220; aus. Aus dieser Erkenntnis könnte der Schluss gezogen werden, dass man sich im Markt wie das &#8222;Smart Money&#8220; positionieren sollte.</p>



<p>Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu manch anderen <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/tradingstile/"><strong>Tradingstrategien</strong> </a>die CoT-Daten auf realwirtschaftlichen und damit objektiven (fundamentalen) Daten basieren.</p>



<p>Mit Hilfe der CoT-Daten kannst du dir also die <strong>Kompetenz der Commercials</strong>, also der Händlergruppe mit dem größten Fachwissen in Bezug auf den jeweiligen Rohstoff, für deine Handelsentscheidungen zu nutze machen und erhältst hierdurch <strong>relevante Informationen über das Marktumfeld</strong>, welche mit in deine Handelsentscheidung einfließen kann.</p>



<p>Allerdings solltest du berücksichtigen, dass die <strong>CoT-Daten kein Timing-Instrument</strong> darstellen! Stattdessen geben dir die CoT-Daten ausschließlich einen Hinweise über den bestehenden <strong>Trend </strong>bzw. eine mögliche <strong>Trendumkehr</strong>. Für konkrete Einstiege müssten hingegen andere Ansätze herangezogen werden, wie z.B. die <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/markttechnik/"><strong>Markttechnik</strong> </a>oder Indikatoren (z.B. <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/">Moving Average</a>, <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/macd-moving-average-convergence-divergence/">MACD </a>oder RSI).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vor- und Nachteile vom Trading mit CoT-Daten</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile</h3>



<p>Schauen wir uns einmal die <strong>Vorteile des Trading mit CoT-Daten</strong> an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Geringer Zeitaufwand</strong>: Da die CoT-Daten nur einmal wöchentlich veröffentlicht werden, hält sich der Zeitaufwand in Grenzen. Da die aktuellen CoT-Daten Freitags veröffentlicht werden, kann die Auswertung der Daten am Wochenende erfolgen.</li>



<li><strong>Kein hektischer Intradayhandel</strong>: Da das Trading auf Basis von CoT-Daten insbesondere für das Swingtrading und nicht für Daytrading geeignet ist, ist kein zeitaufwändiger Intradayhandel notwendig.</li>



<li><strong>Objektive Datenbasis</strong>: Die der CFTC gemeldeten Daten basieren auf <strong>realen </strong>Positionierungen relevanter Händlergruppen. Die hieraus ermittelten Netto-Positionen sind dahingehend objektiv, da diese keinen Spielraum für Interpretationen zulassen.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile</h3>



<p>Neben den oben genannten Vorteilen sollten dir auch die <strong>Nachteile des Trading mit CoT-Daten</strong> bekannt sein. Schauen wir uns diese also einmal an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Beschränkung auf bestimmte Basiswerte</strong>: Die CoT-Daten werden ausschließlich für Rohstoffe, Währungen und Indizes veröffentlicht. Solltest du also bevorzugt Aktien als Underlying handeln wollen, werden dir die CoT-Daten nicht in deiner Handelsentscheidung weiterhelfen.</li>



<li><strong>Kein Timing-Instrument</strong>: Der CoT-Report bietet dir ausschließlich einen Überblick über die gegenwärtige Marktstimmung und gibt einen Hinweis darauf wie sich ein Trend entwickeln könnte oder wann es zu einer Trendumkehr kommen könnte. Allerdings lässt sich aus dem CoT-Report kein Rückschluss darauf ziehen, zu welchem Zeitpunkt du in einen Markt einsteigen solltest.</li>



<li><strong>Keine Echtzeit-Daten</strong>: Der CoT-Report wird in der Regel Freitags veröffentlicht. Die hier veröffentlichten Daten beziehen sich auf den Handelsschluss vom vorangegangenen Dienstag. Insofern sind die veröffentlichten Daten nicht tagesaktuell.</li>



<li><strong>Nur begrenzt für Trading-Anfänger geeignet</strong>: Um auf Basis von CoT-Daten Handelsentscheidungen zu treffen, ist nicht nur die Auswertung des CoT-Reports bzw. die Interpretation des CoT-Index notwendig. Zudem sind vertiefte Kenntnisse über geeignete Finanzinstrumente und deren jeweilige Vor- und Nachteile bzw. Chancen und Risiken, um die Handelsidee umzusetzen, notwendig. Hinzu kommt, dass auch vertiefte Kenntnisse über mindestens einen Handelsansatz notwendig sind, um diesen als Timing-Instrument nutzen zu können. Im Ergebnis ist Trading auf Basis von CoT-Daten eher für Fortgeschrittene und Profis geeignet.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wertet man den CoT-Report aus?</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Den richtigen CoT-Report auswählen</h3>



<p>Zunächst einmal musst du auf der Website der CFTC die <strong><a href="https://www.cftc.gov/MarketReports/CommitmentsofTraders/index.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CoT-Daten aufrufen</a></strong>. Dann suchst du hier nach dem sog. <strong>Legacy Report</strong>, welcher alle relevanten Informationen beinhaltet welche wir benötigen. Der Legacy Report wird von unterschiedlichen Börsen bzw. zu unterschiedlichen Underlyings veröffentlicht. Am interessantesten ist hierbei das <strong>Short Format </strong>des Legacy Report der <strong>CME </strong>(Chicago Mercantile Exchange) sowie der <strong>COMEX </strong>(Commodity Exchange Incorporated) in Bezug auf &#8222;<strong>Futures Only</strong>&#8222;</p>



<p>Die CME veröffentlicht die CoT-Daten z.B. zu <strong>Währungen </strong>und <strong>Indizes</strong>. Die COMEX hingegen zu unterschiedlichen <strong>Rohstoffen</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="994" height="822" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CFTC-Legacy-Report.png" alt="CFTC CoT-Daten" class="wp-image-896" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CFTC-Legacy-Report.png 994w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CFTC-Legacy-Report-300x248.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CFTC-Legacy-Report-768x635.png 768w" sizes="(max-width: 994px) 100vw, 994px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.cftc.gov/MarketReports/CommitmentsofTraders/index.htm">CFTC.gov</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Den CoT-Report richtig lesen</h3>



<p>Wenn du &#8222;den richtigen&#8220; CoT-Report ausgewählt hast, werden dir nachfolgend die entsprechenden CoT-Daten angezeigt. Abhängig davon welche CoT-Daten du gewählt hast, wird der CoT-Report ungefähr so oder so ähnlich aussehen:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="606" height="882" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Bericht.png" alt="Commitment of Trader Report" class="wp-image-859" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Bericht.png 606w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Bericht-206x300.png 206w" sizes="(max-width: 606px) 100vw, 606px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.cftc.gov/MarketReports/CommitmentsofTraders/index.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CFTC.gov</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p><strong>Zugegeben</strong>: Auf den ersten Blick sieht der Bericht etwas unübersichtlich und verwirrend aus. Wenn du allerdings weißt worauf du achten musst, wird dir die Interpretation leicht von der Hand gehen. Schauen wir uns beispielhaft also die CoT-Daten zu Magerschweinen (Lean Hogs) einmal genauer an:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="714" height="441" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Report-Lean-Hogs.png" alt="CoT-Daten Magerschweine" class="wp-image-862" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Report-Lean-Hogs.png 714w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Report-Lean-Hogs-300x185.png 300w" sizes="(max-width: 714px) 100vw, 714px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.cftc.gov/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CFTC.gov</a> (Screenshot, keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Im Wesentlichen solltest du dich auf die Positionen 1-5 bzw. hierbei insbesondere auf die <strong>Commercials </strong>fokussieren. Hierfür berechnest du die <strong>Nettoposition aus den Long- und Short-Positionen der Commercials</strong>:</p>



<p class="has-text-align-center"><em>93.132 Long &#8211; 122.741 Short = <strong>-29.609</strong></em></p>



<p>Die Commercials haben also eine <strong>Nettoposition von 29.609 Short-Kontrakten</strong>, sind demnach also &#8222;bearish&#8220;, sodass fallende Kurse wahrscheinlicher als steigende Kurse sein könnten.</p>



<p><strong>ABER</strong>: Nur weil ein Überhang an Short-Positionen besteht, führt dies <strong>nicht </strong>automatisch zu fallenden Kurse. Wichtig ist, die Short-Positionen in den richtigen Kontext zu setzen, also: Wie sind die aktuellen Short-Positionen im Vergleich zu den Positionen der Commercials in der Vergangenheit?</p>



<p>Bestanden in der Vergangenheit weniger Short-Positionen, haben die Commercials also mehr Short-Positionen aufgebaut. Die Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse nimmt also zu.</p>



<p>Bestanden hingegen mehr Short-Positionen, bedeutet dies, dass die Commercials die Short-Positionen am abbauen sind. Fallende Kurse werden demnach unwahrscheinlicher.</p>



<p>Klingt zwar nach viel Arbeit, ist es aber nicht! Um die CoT-Daten schnell und unkompliziert auszuwerten, gibt es zu jeden relevanten Basiswert (zu dem es CoT-Daten gibt) den sog. <strong>CoT-Index</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Interpretation der CoT-Daten mittel CoT-Index</h3>



<p>Der <strong>CoT-Index</strong> schwankt zwischen 0% bis 100 % und zeigt die <strong>Nettopositionen </strong>der drei relevanten Händlergruppen im Verhältnis zur Vergangenheit an.</p>



<p>Ein Wert von 0% drückt dabei aus, dass die Händler im Vergleich zur Vergangenheit bearish sind. Ein Wert von 100% drückt dabei aus, dass die jeweilige Händlergruppe im Vergleich zur Vergangenheit bullish ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="555" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Index-Lean-Hogs-1024x555.png" alt="CoT-Index" class="wp-image-867" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Index-Lean-Hogs-1024x555.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Index-Lean-Hogs-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Index-Lean-Hogs-768x416.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Index-Lean-Hogs-1536x832.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/05/CoT-Index-Lean-Hogs.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Die unterschiedlichen Linien setzen die <strong>Nettopositionen der Commercials</strong> ins Verhältnis zu den nachfolgenden Perioden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Gelbe Linie</strong> = drei Jahre</li>



<li><strong>Orangene Linie</strong> = 12 Monate </li>



<li><strong>Rote Linie</strong> = 6 Monate</li>
</ul>



<p>Nun weißt du, was der CoT-Index ist und wie sich dieser deuten lässt. Anhand des oben ersichtlichen CoT-Index ist gut ersichtlich, dass CoT-Daten <strong>kein Timing-Instrument </strong>sind und ausschließlich dafür genutzt werden sollten um einen Trend bzw. eine Trendumkehr zu bestimmen. </p>



<p>Schauen wir uns als nächstes einmal an, wie sich die CoT-Daten nun für den Handel konkret nutzen lassen&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie lassen sich CoT-Daten handeln?</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Handelsausrichtung</h3>



<p>Das Trading auf Basis von CoT-Daten ist ausschließlich dafür geeignet, um <strong>mittelfristige bis langfristige Positionen</strong> (Swingtrading) zu handeln. Dies ergibt sich bereits vor dem Hintergrund, dass die CoT-Daten nur einmal wöchentlich veröffentlicht werden. </p>



<p>Sofern du lieber Daytrading betreiben möchtest, solltest du CoT-Daten <strong>nicht </strong>für deine Handelsentscheidung nutzen. Hierbei könntest du die CoT-Daten höchstens als &#8222;Filter&#8220; nutzen. Solltest du also auf Basis der CoT-Daten z.B. von steigenden Kurse in einem Markt ausgehen, könntest du im Rahmen deines Daytradings also z.B. nur Long-Positionen handeln, da das Marktumfeld eher von steigenden Kursen ausgeht. Short-Positionen sollten auf Basis dieses Filters dann nicht gehandelt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Finanzinstrumente</h3>



<p>Grundsätzlich lässt sich der Handel auf Basis von CoT-Daten mit sämtliche  Finanzinstrumenten umsetzen. Insbesondere geeignet sind hierbei </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/futures/">Futures </a>und Mini-Futures</li>



<li><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/">CFD </a></li>



<li><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/optionsscheine/">Optionsscheine</a></li>



<li><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/">K.O.-Zertifikate</a></li>



<li><a href="https://derivatehandel.net/optionshandel/">Optionen</a></li>
</ul>



<p>Zu berücksichtigen ist hierbei, dass jedes dieser Finanzinstrumente mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen einhergeht. Bevor du also einen Trade umsetzt, solltest du dich nicht nur mit dem jeweiligen Markt sondern auch mit den Vor- und Nachteilen bzw. Chancen und Risiken des Finanzinstrumentes bestens vertraut gemacht haben, welches du für die Umsetzung deiner Handelsidee nutzen möchtest. Zudem solltest du ausschließlich über einen seriösen <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>Positionen eröffnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Der CoT-Report bietet interessierten Händlern die Möglichkeit Einblicke darüber zu erhalten wie die großen Marktteilnehmer, das sog. &#8222;Smart Money&#8220; positioniert ist. Diese öffentlich zugänglichen Informationen ermöglichen es dir einen Eindruck vom aktuellen Marktumfeld eines bestimmten Basiswertes zu erhalten, um diese Information mit in deiner Handelsentscheidung zu berücksichtigen.</p>



<p>Zu beachten ist allerdings, dass CoT-Daten weder ein Timinig-Instrument darstellen und auch nicht für den kurzfristigen Handel (Daytrading) geeignet sind. Auch für Trading-Anfänger ist ein Handel auf Basis von CoT-Daten eher nicht geeignet, da nicht nur ein vertieftes Verständnis über die CoT-Daten selbst sondern auch eines Handelsansatzes als Timing-Instrument sowie über die Chancen und Risiken bzw. Vor- und Nachteile der jeweiligen derivativen Finanzinstrumente erforderlich ist.</p>



<p>Sofern du allerdings mindestens zu den fortgeschrittenen Händlern gehörst und einen Swingtrading-Ansatz verfolgst, können dich die CoT-Daten in deiner Handelsentscheidung unterstützen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://derivatehandel.net/cot/cot-daten/">CoT-Daten (Commitment of Traders)</a> erschien zuerst auf <a href="https://derivatehandel.net">Derivatehandel.net</a>.</p>
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		<title>Newstrading</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/newstrading/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 19:27:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=729</guid>

					<description><![CDATA[<p>Newstrading gehört zu den Tradingstrategien, denen deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Insbesondere Tradinganfänger nehmen Newstrading zu Beginn ihrer Tradingkarriere häufig gar nicht erst wahr und fokussieren sich stattdessen auf die typischen Indikatoren. Welche Vorteile Newstrading mit sich bringt und wie Newstrading funktioniert erfährst du im nachfolgenden Beitrag.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p><strong>Newstrading </strong>gehört zu den <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/tradingstile/">Tradingstrategien</a></strong>, denen deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Insbesondere Tradinganfänger nehmen Newstrading zu Beginn ihrer Tradingkarriere häufig gar nicht erst wahr und fokussieren sich stattdessen auf die typischen Indikatoren (z.B. <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/">Moving Average</a>, <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/macd-moving-average-convergence-divergence/">MACD </a>oder RSI). Welche Vorteile Newstrading mit sich bringt und wie Newstrading funktioniert erfährst du im nachfolgenden Beitrag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Newstrading?</h2>



<p>Beim Newstrading wird versucht <strong>marktbeeinflussende Nachrichten</strong> zu nutzen, um an der Kursentwicklung eines Basiswertes zu partizipieren. Neben spontanen marktbeeinflussenden <strong>Ad hoc Nachrichten</strong> gehören hierzu aber auch eine Vielzahl an <strong>vorab bereits bekannten Newsevents</strong> wie z.B. die Veröffentlichung von</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Quartalszahlen</strong>, </li>



<li><strong>Rohöllagerbestände</strong>,</li>



<li><strong>Zinsentscheide </strong>und</li>



<li><strong><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Nonfarm_payrolls" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nonfarm-Payrolls</a></strong>.</li>
</ul>



<p>Durch diese vorab bekannten Newsevents ist Newstrading auch für nebenberufliche Trader bestens geeignet, da die gesamte Handelswoche auf Basis entsprechender <strong><a href="https://de.investing.com/economic-calendar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wirtschaftskalender </a></strong>bzw. <strong><a href="https://de.investing.com/earnings-calendar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bilanzkalender </a></strong>im Voraus geplant werden kann. Das dauerhafte Beobachten von Newstickern ist damit nicht erforderlich!</p>



<p>Auch ist zu berücksichtigen, dass marktbeeinflussende Nachrichten dazu führen können, dass sich der Kurs des Basiswertes nicht nur kurzfristig in eine bestimmte Marktrichtung bewegt sondern auch mittel- bis längerfristig einen neuen Trend entstehen lassen kann. Demnach lassen sich marktbeeinflussende Nachrichten auch dazu nutzen, um z.B. die mittlere Trendgröße (siehe: <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/markttechnik/">Markttechnik</a></strong>) zu handeln. Eine Positionseröffnung unmittelbar bei Veröffentlichung der News ist damit nicht notwendig. Auch dies trägt dazu bei, dass Newstrading für Teilzeit-Trader bestens geeignet sein kann,</p>



<p>Nun stellt sich jedoch die Frage, <strong>welche Nachrichten marktbeeinflussend sind</strong>? Die Frage ist relativ leicht zu beantworten: Eine Nachricht ist immer dann marktbeeinflussend, <strong>wenn die Nachricht von den Prognosen bzw. Erwartungen abweicht</strong>!</p>



<p>Gehen wir davon aus, Unternehmen XYZ veröffentlicht einen <strong>Quartalsgewinn von 20,00 Mio. EUR</strong>. Ist diese Nachricht dann marktbeeinflussend? Ohne die Prognose der Analysten zu kennen, kann das Quartalsergebnis nicht interpretiert werden!</p>



<p>Unterstellen wir also, Analysten hatten vorab einen <strong>Verlust von 10,00 Mio. EUR</strong> prognostiziert und das Unternehmen veröffentlicht abweichend hiervon den o. g. <strong>Gewinn von 20,00 Mio. EUR</strong>. Dann ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Kurs des Unternehmens daraufhin (stark) steigen wird, da eine <strong>positive Abweichung von der Erwartung</strong> vorliegt.</p>



<p>Unterstellen wir im Gegensatz dazu, dass Analysten zuvor einen Quartalsgewinn von 20,00 Mio. EUR prognostiziert hatten und die Veröffentlichung der Quartalszahlen damit genau den Erwartungen entspricht. In der Folge ist es wahrscheinlich, dass der Aktienkurs nicht sonderlich stark steigen wird, da <strong>keine positive Abweichung von der Erwartung</strong> vorliegt.</p>



<p>An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass beim Newstrading ausschließlich <strong>nach der Veröffentlichung einer Nachricht </strong>gehandelt wird. Eine Positionierung (long oder short) vor der Veröffentlichung von vorab bekannten Newsevents &#8211; um auf eine bestimmte Nachricht zu spekulieren &#8211; findet beim Newstrading <strong>nicht </strong>statt!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vor- und Nachteile von Newstrading</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Newstrading</h3>



<p>Newstrading bringt eine Vielzahl an Vorteilen mit sich. Schauen wir uns die Vorteile von Newstrading einmal an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nachrichten führen im Gegensatz zu anderen subjektiven Handelsansätzen (z.B. Trendlinien) zu eindeutigeren Signalen.</li>



<li>Im Gegensatz zu subjektiven Indikatoren basieren Nachrichten auf realen Ereignissen, wodurch der Einfluss auf die Kursentwicklung relevanter ist.</li>



<li>Kursbewegungen die durch Nachrichten ausgelöst werden gehen häufig mit einem hohen Momentum einher. Trader erhalten also unmittelbar eine Rückmeldung, ob ihre Tradingidee funktioniert oder nicht.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Newstrading</h3>



<p>Wie bei jedem Handelsansatz, gibt es auch beim Newstrading Nachteile bzw. Risiken. Diese sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Durch das hohe Momentum, dass durch Nachrichten häufig zustande kommt, kann sich der Trade schnell und unkontrolliert in eine andere Trendrichtung als erwartet entwickeln, wodurch unvorhersehbare Verluste entstehen können. Demnach sollte die Positionsgröße stets klein gehalten und niemals ohne Stopp Loss gehandelt werden!</li>



<li>Newstrading geht häufig mit emotionalem Stress einher, da spontan eine Vielzahl an Entscheidungen getroffen werden müssen. Dieser emotionale Stress kann dazu führen, dass sich Trader nicht mehr an ihren Handelsansatz halten und &#8222;ins Zocken&#8220; verfallen.</li>



<li>Newsevents führen häufig zu einer Ausweitung der Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreises eines Basiswertes), wodurch eine Positionseröffnung und/oder Positionsschließung für den Trader (zu) teuer werden kann. Teilweise setzen <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>einen Basiswert auch vom Handel aus, sofern die Volatilität zu stark ansteigt, wodurch der Basiswert dann nicht mehr handelbar ist.</li>



<li>Durch die hohe Volatilität, welche durch Newsevents zustande kommt, kann eine Order zu Ungunsten des Traders ausgeführt werden (sog. <strong>Slippage</strong>). Bei der Positionseröffnung würde sich die Position hierdurch zunächst im Minus befinden, was die mögliche Rendite schmälert. Bei einer Positionsschließung kann die Position zudem schlechter als erwartet abgerechnet werden, was ebenfalls die Rendite schmälern kann.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Newstrading-Strategien im Überblick</h2>



<p>Die meisten Personen gehen davon aus, dass beim Newstrading den ganzen Tag ein Newsticker beobachtet wird und auf dieser Basis Handelsentscheidungen getroffen werden. Dies ist zwar nicht unbedingt falsch, jedoch ist dies nur eine von vielen Newstrading-Strategien. Schauen wir uns die einzelnen Newstrading-Strategien einmal genauer an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Adhoc-Nachrichten</h3>



<p>Das Handeln von Adhoc-Nachrichten ist das, was ein Großteil unter Newstrading versteht. Letztendlich geht es hierbei darum, den Newsticker zu beobachten und marktbeeinflussende Nachrichten zu handeln. Adhoc-Nachrichten kommen im Wesentlichen dadurch zustande, dass börsennotierte Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet sind <strong>wesentliche Informationen</strong> die dazu geeignet sind den <strong>Aktienkurs erheblich zu beeinflussen</strong> unverzüglich zu veröffentlichen. Diese <strong>Publizitätspflicht </strong>soll u.a. für Transparenz an den Finanzmärkten sorgen.</p>



<p>Beispiele die zu einer Adhoc-Veröffentlichungspflicht führen können sind z.B.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wechsel im Vorstand,</li>



<li>Fusionen oder Übernahmen,</li>



<li>Unvorhergesehene Ereignisse die zu einer Gewinnwarnung führen.</li>
</ul>



<p>Neben den Adhoc-Veröffentlichungen von börsennotierten Unternehmen gibt es auch noch weitere Ereignisse, die marktbeeinflussend sein können und als Grundlage für Handelsentscheidungen genutzt werden können. Hierzu gehören z.B. Kriege, Terroranschläge, Pandemien oder unvorhergesehene politische Ereignisse. Insgesamt wird also versucht <strong>spontane Ereignisse</strong> zu nutzen, um auf dieser Basis Positionen zu eröffnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wirtschaftsdaten</h3>



<p>Auch Wirtschaftsdaten können gut genutzt werden, um eine Tradingidee zu entwickeln. Zu den Wirtschaftsdaten gehören z.B. die Veröffentlichung von</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zinsentscheidungen von Zentralbanken,</li>



<li>Beschäftigungszahlen oder</li>



<li>Rohöllagerbestände.</li>
</ul>



<p>Der Vorteil an Wirtschaftsdaten ist, dass das konkrete Datum und die genaue Uhrzeit zur Veröffentlichung vorab bekannt sind. Als Trader hat man hierdurch die Möglichkeit, seine Handelswoche vorab im Voraus zu planen, so dass das Newstrading auf Basis von Wirtschaftsdaten auch für nebenberufliche Trader  geeignet ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="666" height="709" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Wirtschaftskalender.png" alt="Newstrading Wirtschaftsdaten" class="wp-image-770" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Wirtschaftskalender.png 666w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Wirtschaftskalender-282x300.png 282w" sizes="(max-width: 666px) 100vw, 666px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.investing.com/economic-calendar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investing.com</a> (Screenshot, keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Quartalszahlen</h3>



<p>Genauso wie Wirtschaftsdaten, können auch die Veröffentlichungen von Quartalszahlen für das Newstrading genutzt werden. Weichen die veröffentlichten Quartalszahlen eines börsennotierten Unternehmens deutlich von den Prognosen ab, führt dies häufig zu starken Kursveränderungen. Auch hier ist der Vorteil, dass das Veröffentlichungsdatum der Quartalszahlen vorab bereits bekannt ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="666" height="737" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bilanzkalender.png" alt="Newstrading Quartalszahlen" class="wp-image-773" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bilanzkalender.png 666w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bilanzkalender-271x300.png 271w" sizes="(max-width: 666px) 100vw, 666px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.investing.com/earnings-calendar/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investing.com</a> (Screenshot, keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Einstufungen von Analysten</h3>



<p>Wer sich für die Börse interessiert und ab und an die entsprechenden Nachrichten im TV hierzu verfolgt, wird es bereits öfters gehört haben: &#8222;<em>Aktie X ist heute um Y % gestiegen weil die Investmentbank Z den Wert auf &#8222;buy&#8220; gesetzt und das Kursziel um xx EUR angehoben hat.</em>&#8222;.</p>



<p>Hiermit soll keinesfalls zum Ausdruck gebracht werden, dass Analysten mit ihren Einschätzungen immer Recht hätten. Mitnichten! Hiermit soll lediglich zum Ausdruck gebracht werden, dass Analysten-Einstufungen bestens dazu geeignet sind für Angebot oder Nachfrage zu sorgen! Und letztendlich lässt ein Überhang an Nachfrage bzw. Angebot die Kurse steigen oder fallen. Sofern wir uns dessen bewusst sind, dass Analysten-Einstufungen dazu geeignet sind die Kurse zu bewegen, können wir dies im Rahmen des Newstradings zu unseren Gunsten nutzen indem wir die Analysten-Einstufungen beobachten!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Insiderhandel</h3>



<p>Zum Insiderhandel (auch: Directors Dealing) gehören Käufe und Verkäufe von Wertpapieren durch Führungskräfte eines Unternehmens für das sie tätig sind. Heißt konkret: Der Vorstandsvorsitzende der XYZ AG kauft Aktien der XYZ AG. Dies ist nicht verboten, jedoch sind <a href="https://www.boerse.de/insider-trades" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Insidertrades veröffentlichungspflichtig</strong></a>!</p>



<p>Jetzt gehen wir davon aus, dass eine große US-amerikanische Aktiengesellschaft aus dem NASDAQ öffentlich bekannt gibt, dass der Vorstandsvorsitzende Aktien im Wert von z.B. 5 Mio. EUR gekauft hat. Wie verhält sich dann wohl der Aktienkurs dieses Unternehmens? Es ist zwar nicht immer so, aber bei relevanten Insiderkäufen steigt der Kurs in der Folge häufig an. Gleiches gilt, wenn größere Insiderverkäufe stattgefunden haben.</p>



<p>Wieso ist das so? Die Marktteilnehmer unterstellen schlichtweg, dass die Insider über Insiderwissen verfügen und vor diesem Hintergrund die Aktien des Unternehmens kaufen oder verkaufen für das sie tätig sind. Dies bedeutet selbstverständlich nicht, das jeder Insiderkauf mit einem neuen Highflyer-Produkt einhergeht oder jeder Insiderverkauf auf eine drohende Insolvenz schließen lässt. </p>



<p>Letztendlich können Insiderkäufe bzw. Insiderverkäufe jedoch zu einer erhöhten Nachfrage bzw. zu einem erhöhten Angebot führen, was ein Newstrader zu seinem Vorteil nutzen könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufige Fehler im Newstrading</h2>



<p>Gerade Tradinganfänger bzw. Trader die sich erstmals mit dem Newstrading befassen neigen dazu gewisse Fehler zu machen. Damit du diese Fehler möglichst nicht begehst, solltest du dir über die potentiellen Fehlerquellen bewusst sein. Schauen wir uns also die häufigsten Fehler im Newstrading einmal an:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Jede Nachricht wird gehandelt</strong>: Einer der häufigsten Fehler ist, dass versucht wird jede noch so unbedeutende Nachricht zu handeln die auf einem Newsportal oder einem Newsticker erscheint. Stattdessen solltest du dich ausschließlich auf die <strong>marktrelevanten Nachrichten</strong> fokussieren, die auch tatsächlich dazu geeignet sind für Momentum zu sorgen!</li>



<li><strong>Nachrichten werden (falsch) interpretiert</strong>: Gehen wir davon aus, dass Unternehmen XY negative Quartalszahlen veröffentlicht hat. Grundsätzlich erstmal ein Grund von fallenden Kursen auszugehen. Wenn der Vorstand aber gleichzeitig einen positiven Ausblick für das nächste Quartal gibt, kann der Kurs &#8211; trotz negativer Quartalszahlen &#8211; ggf. aber auch steigen. In der Folge solltest du Nachrichten nicht selbst interpretieren (und deine Interpretation handeln) sondern ausschließlich schauen wie der Markt eine Nachricht interpretiert und an dieser Kursbewegung partizipieren!</li>



<li><strong>Pre-News handeln</strong>: Ein weiterer Fehler ist, dass nicht die Nachricht selbst gehandelt wird sondern versucht wird die Veröffentlichung vorherzusagen und sich entsprechend zu positionieren. Gehen wir davon aus, dir ist durch einen Bilanzkalender bekannt, dass Unternehmen XYZ morgen seine Quartalszahlen veröffentlichen wird. Du versuchst bereits im Vorfeld die Quartalszahlen (durch Research) vorherzusagen und eröffnest eine Position die zu deiner Vermutung passt. Dies hat nichts mit duplizierbaren Newstrading sondern mit Zocken zu tun! Entsprechend solltest du dich ausschließlich <strong>nach </strong>einem Newsevent positionieren!</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Nachrichtenquellen für Newstrading</h2>



<p>In den Zeiten des Internets wird man leider von Nachrichten erschlagen und sieht teilweise den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Daher ist es wichtig, sich eine geeignete Auswahl an Nachrichtenquellen zusammenzustellen und sich auf diese zu konzentrieren statt täglich das Internet &#8222;auf der Jagd nach der nächsten heißen News&#8220; zu durchforsten. Geeignete Nachrichtenquellen für Newstrading können z.B. sein (<em>keine bezahlte Werbung</em>):</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://de.investing.com/news" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Investing.com</a> </li>



<li><a href="https://www.finanznachrichten.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Finanznachrichten.de</a></li>



<li><a href="https://www.reuters.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reuters.com</a></li>



<li><a href="https://www.dpa-afx.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DPA-AFX</a></li>



<li><a href="https://www.onvista.de/news" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onvista</a></li>
</ul>



<p><strong>Hinweis</strong>: Die o. g. Nachrichtenquellen stellen weder bezahlte Werbung dar noch handelt es sich hierbei um eine abschließende Aufzählung geeigneter Nachrichtenquellen!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Newstrading in der Praxis</h2>



<p>Nachdem wir uns nun ausgiebig mit dem Newstrading befasst haben, schauen wir uns im nachfolgenden einmal ein paar beispielhafte Charts an, wie diese auch News reagiert haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">US-Präsidentschaftswahl 2024</h3>



<p>Nachdem Donald Trump 2024 zum zweiten Male zum Präsidenten der USA gewählt wurde eröffnete der S&amp;P500 mit einem Up-Gap von ca. 81 Punkten:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="605" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-Wahlergebnis-Donald-Trump-1024x605.png" alt="Newstrading Donald Trump" class="wp-image-794" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-Wahlergebnis-Donald-Trump-1024x605.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-Wahlergebnis-Donald-Trump-300x177.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-Wahlergebnis-Donald-Trump-768x454.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-Wahlergebnis-Donald-Trump.png 1437w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">NVIDIA: Veröffentlichung von Quartalszahlen</h3>



<p>NVIDIA hat am 22.05.2024 Quartalszahlen veröffentlicht, welche die Erwartungen übertroffen haben. In der Folge hat der Wert von NVIDIA am 23.05.2024 ca. 6,50 USD höher eröffnet:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="605" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-NVIDIA-Quartalszahlen-1024x605.png" alt="Newstrading Quartalszahlen" class="wp-image-795" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-NVIDIA-Quartalszahlen-1024x605.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-NVIDIA-Quartalszahlen-300x177.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-NVIDIA-Quartalszahlen-768x454.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Newstrading-NVIDIA-Quartalszahlen.png 1437w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot, keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Trump erhöht die Zölle</h3>



<p>Im April 2025 hat Donald Trump die Zölle auf Importe in die USA erhöht. Trumps Zollpolitik hat die Märkte durcheinandergewirbelt. Die Ankündigung Zölle gegen &#8222;die ganze Welt&#8220; zu erheben hat den DAX innerhalb von 2 Wochen um über 14.000 Punkte fallen lassen:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="605" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trump-Zoelle-1024x605.png" alt="Trump Newstrading" class="wp-image-798" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trump-Zoelle-1024x605.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trump-Zoelle-300x177.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trump-Zoelle-768x454.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trump-Zoelle.png 1437w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingview.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Newstrading wird als Tradingstrategie häufig unterschätzt. Professionell angewendet kann Newstrading jedoch dazu führen, dass von der Kursbewegung aufgrund von Newsevents durch das hohe Momentum schnell Gewinne erzielt werden können. Aber Achtung: Durch das hohe Momentum können genau so gut schnell Verluste entstehen! </p>



<p>Da ein Großteil der Newsevents bereits vorab bereits bekannt ist, kann Newstrading auch von berufstätigen Personen genutzt werden, indem relevante Newsevents für die anstehende Handelswoche vorab geplant werden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Markttechnik</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/markttechnik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2025 19:17:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=643</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jeder Trader stolpert früher oder später über die Markttechnik. Unabhängig davon, ob du deinen Handel an der Markttechnik ausrichten möchtest oder nicht, solltest du dich zumindest mit ihr befasst haben. Der Grund hierfür ist - überspitzt ausgedrückt - einfach: Was die Straßenverkehrsordnung im Straßenverkehr ist, ist die Markttechnik im Börsenhandel!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Jeder Trader stolpert früher oder später über die <strong>Markttechnik</strong>. Unabhängig davon, ob du deinen Handel an der Markttechnik ausrichten möchtest oder nicht, solltest du dich zumindest mit ihr befasst haben. Der Grund hierfür ist &#8211; überspitzt ausgedrückt &#8211; einfach: Was die Straßenverkehrsordnung im Straßenverkehr ist, ist die Markttechnik im Börsenhandel!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist die Markttechnik?</h2>



<p>Die Markttechnik ist ein Teil der Charttechnik. Aber im Gegensatz zur Charttechnik, versucht die Markttechnik nicht anhand subjektiver Wiederstand- und Unterstützungslinien oder Chartformationen (z.B. Schulter-Kopf-Schulter) künftige Kursverläufe vorherzusagen. Stattdessen erläutert die Markttechnik wie ein Kurs entsteht, wie ein Trend aufgebaut ist, wer die Marktteilnehmer an der Börse sind, wie sich diese verhalten, wo und warum Bewegungen entstehen und wo du einen Stopp-Loss setzen solltest. Nachdem du dich im Detail mit der Markttechnik befasst hast, wirst du Kursbewegungen und Trendverläufe aus einer anderen, professionelleren, Perspektive betrachten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Dow Theorie als Grundlage der Markttechnik</h3>



<p>Die Markttechnik basiert auf der sog. <strong><a href="https://www.boerse.de/thema/dow-theorie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dow Theorie</a></strong>, welche durch Charles Dow &#8211; dem Gründer der Dow Jones Industrial Average Index &#8211; begründet wurde.</p>



<p>Charles Dow ging davon aus, dass ein Börsenkurs bereits sämtliche Faktoren beinhaltet, welche das Angebot und die Nachfrage beeinflussen. Entsprechend kam er zu dem Ergebnis, dass eine <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fundamentalanalyse#:~:text=Die%20Fundamentalanalyse%20(englisch%20fundamental%20analysis,Komplement%C3%A4rbegriff%20ist%20die%20Chartanalyse." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fundamentalanalyse </a>nicht erforderlich</strong> ist, da bereits alle Gegebenheiten eingepreist sind.</p>



<p>Als Vorreiter der heutigen Markttechnik, hatte Dow bereits erkannt, dass sich Underlyings in Trends bewegen bzw. diese Trends in langfristige, mittelfristige und kurzfristige Trends unterteilt werden können. Die Markttechnik spricht hierbei von <strong>Trendgrößen </strong>und der <strong>Verschachtelung von Trends</strong>. Auch hatte Charles Dow einen <strong>Aufwärtstrend </strong>als eine Abfolge steigender Hochpunkte, gefolgt von steigenden Tiefpunkt definiert. Im Gegensatz dazu hatte er einen <strong>Abwärtstrend </strong>als fallende Tiefpunkte gefolgt von fallenden Hochpunkten definiert. </p>



<p>Sowohl hinsichtlich der Trendgrößen als auch der Definition eines Trends entspricht die Markttechnik weitestgehend der Dow-Theorie. Die Markttechnik geht hierbei jedoch noch einen entscheidenden Schritt weiter und berücksichtigt das Verhalten der unterschiedlichen Marktteilnehmer, um hieraus abzuleiten wo Bewegung entstehen kann. Schauen wir uns die Markttechnik also einmal im Detail an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Trendaufbau nach Markttechnik</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Der Aufwärtstrend</h4>



<p>Die Markttechnik definiert, ebenfalls wie die Dow-Theorie, einen Aufwärtstrend anhand von <strong>steigenden Hochpunkten</strong> und <strong>steigenden Tiefpunkten</strong>. Schauen wir uns dies einmal anhand eines Beispiels an:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="474" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Aufwaertstrend-nach-Markttechnik-1024x474.png" alt="Aufwärtstrend" class="wp-image-663" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Aufwaertstrend-nach-Markttechnik-1024x474.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Aufwaertstrend-nach-Markttechnik-300x139.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Aufwaertstrend-nach-Markttechnik-768x355.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Aufwaertstrend-nach-Markttechnik-1536x711.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Aufwaertstrend-nach-Markttechnik.png 1835w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wie du auf dem Screenshot ersichtlich ist, befindet sich die Aktie der Brown &amp; Brown Inc. derzeit in einem <strong>intakten Aufwärtstrend nach Markttechnik</strong>, was an den steigenden Hochpunkten und steigenden Tiefpunkten erkennbar ist. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Abwärtstrend</h4>



<p>Im Gegensatz zum Aufwärtstrend wird ein <strong>Abwärtstrend </strong>als eine Abfolge tieferer Hochpunkte und tieferen Tiefpunkten definiert:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="474" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Abwaertstrend-Markttechnik-1024x474.png" alt="Abwärtstrend" class="wp-image-672" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Abwaertstrend-Markttechnik-1024x474.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Abwaertstrend-Markttechnik-300x139.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Abwaertstrend-Markttechnik-768x355.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Abwaertstrend-Markttechnik-1536x711.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/03/Abwaertstrend-Markttechnik.png 1835w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle:<a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> TradingView.com </a>(Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Der Trendbruch nach Markttechnik</h3>



<p>Wir haben nun also einen intakten Aufwärtstrend und einen intakten Abwärtstrend nach Markttechnik definiert. Früher oder später wird jeder Trend jedoch einmal gebrochen. Grund genug sich also einmal einen <strong>Trendbruch </strong>anzuschauen:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="709" height="426" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendbruch-nach-Markttechnik.png" alt="Trendbruch" class="wp-image-680" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendbruch-nach-Markttechnik.png 709w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendbruch-nach-Markttechnik-300x180.png 300w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Das Bild zeigt dir zunächst die klassische <strong>1-2-3-Zählweise nach Markttechnik</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Punkt 1</strong> stellt den Beginn eines Trends bzw. einer Bewegung dar;</li>



<li><strong>Punkt 2 </strong>stellt in einem Aufwärtstrend den <strong>höheren Hochpunkt</strong> dar;</li>



<li><strong>Punkt 3</strong> definiert in einem Aufwärtstrends den <strong>höheren Tiefpunkt</strong>.</li>
</ul>



<p>Mit <strong>Überschreiten des ersten Punkt 2</strong> ist ein <strong>intakter Aufwärtstrend</strong> entstanden. Der Trend setzt sich mit dem nächsten 2 und 3 fort, bis schließlich der letzte <strong>Punkt 3 unterschritten </strong>wird, wodurch es zu einem <strong>Trendbruch </strong>kommt. </p>



<p><strong>ABER VORSICHT</strong>: Nur weil der Aufwärtstrend gebrochen wurde, liegt noch lange <strong>kein Abwärtstrend</strong> vor! Der Markt befindet sich nunmehr in einer <strong>trendlosen Phase</strong>. Erst bei einem short-gerichteten 1-2-3 liegt per Definition ein Abwärtstrend vor:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="870" height="462" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendbruch-nach-Markttechnik-Neuer-Abwaertstrend.png" alt="Entstehung Abwärtstrend" class="wp-image-685" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendbruch-nach-Markttechnik-Neuer-Abwaertstrend.png 870w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendbruch-nach-Markttechnik-Neuer-Abwaertstrend-300x159.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendbruch-nach-Markttechnik-Neuer-Abwaertstrend-768x408.png 768w" sizes="(max-width: 870px) 100vw, 870px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Wie auf der Grafik zu erkennen ist, ist dem Trendbruch (des Aufwärtstrends) durch Unterschreitung des letzten Tiefpunktes ein <strong>intakter Abwärtstrend</strong> nach Markttechnik entstanden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die unterschiedlichen Marktphasen nach Markttechnik</h3>



<p>Du hast nun bereits erfahren, wie die Markttechnik einen Trend definiert. Wie dir vermutlich bereits aufgefallen ist, besteht ein Trend aus zwei unterschiedlichen Phasen, nämlich der <strong>Bewegung </strong>(in Trendrichtung) und der entsprechenden <strong>Korrektur</strong>:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="566" height="382" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bewegung-und-Korrektur.png" alt="Marktphasen der Markttechnik" class="wp-image-688" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bewegung-und-Korrektur.png 566w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bewegung-und-Korrektur-300x202.png 300w" sizes="(max-width: 566px) 100vw, 566px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Nun stellt sich die Frage, welche Marktphase (Bewegung oder Korrektur) die geeignete ist, um eine Position zu eröffnen? </p>



<p>Wenn es um die Markttechnik geht, wird häufig die Information verbreitet &#8222;<em>steig beim Punkt 2 ein und setz deinen Stopp-Loss unter den Punkt 3&#8230;</em>&#8222;. Dies kann man so zwar machen, allerdings ist dies nur eine von vielen Möglichkeiten dir dir die Markttechnik bietet. Hierfür ist aber das Wissen um die Trendgrößen bzw. die Verschachtelung von Trends erforderlich. Schauen wir uns dies nachfolgend einmal genauer an&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Trendgrößen nach Markttechnik</h3>



<p>Wie Charles Dow bereits beobachtet hat, bewegen sich die Märkte in unterschiedlichen Trendgrößen. Er hat diese als <strong>langfristige</strong>, <strong>mittelfristige </strong>und<strong> kurzfristige Trends</strong> bezeichnet.</p>



<p>Die Markttechnik spricht hierbei von <strong>großen</strong>, <strong>mittleren </strong>und <strong>kleinen </strong>sowie <strong>kleinsten</strong> <strong>Trends</strong>. Die Markttechnik kennt also vier statt drei Trendgrößen.</p>



<p>Der typische Retailtrader nutzt zur Visualisierung der Trendgrößen häufig die unterschiedlichen Zeiteinheiten, die sich in jeder Chartingsoftware einstellen lassen. Grundsätzlich sind die Trendgrößen aber von den Zeiteinheiten losgelöst zu betrachten, da diese nur die Darstellung erleichtern, aber die Trendgrößen nicht verändern.</p>



<p>Grundsätzlich lassen sich die Trendgrößen des Marktes auf die unterschiedlichen Zeiteinheiten wie folgt &#8222;mappen&#8220;:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Großer Trend = Daily Chart</li>



<li>Mittler Trend = H1-Chart</li>



<li>Kleiner Trend = 10M-Chart</li>



<li>Kleinster Trend = 1M-Chart</li>
</ul>



<p>Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Trendgrößen, solltest du deinen Trade bzw. die Trendgröße die du handeln möchtest, niemals isoliert betrachten. Bevor du eine Position eröffnest, solltest du dich also mit der <strong>Verortung </strong>deines Trades im Gesamtkontext befassen. Heißt konkret, dass du dir Gedanken dazu machen solltest in welcher Marktphase sich der Markt befindet.</p>



<p>Hierzu unterscheidet die Markttechnik zwischen der <strong>Signalebene </strong>und der <strong>Großwetterlage</strong>. Die Signalebene ist die Trendgröße die du handeln möchtest. Die Großwetterlage ist der übergeordnete (größere) Trend. Zur Veranschaulichung:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th class="has-text-align-center" data-align="center">Signalebene</th><th class="has-text-align-center" data-align="center">Großwetterlage</th></tr></thead><tbody><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">H1-Chart</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">Daily-Chart</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">10M-Chart</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">H1-Chart</td></tr><tr><td class="has-text-align-center" data-align="center">1M-Chart</td><td class="has-text-align-center" data-align="center">10M-Chart</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Möchtest du also eine Position im H1-Chart eröffnen, schaust du dir vorab an in welcher Marktphase sich der übergeordnete Trend (Daily-Chart) befindet. Möchtest du hingegen eine Position im 10M-Chart eröffnen, dann schaust du dir als übergeordnete Trendgröße den H1-Chart an etc.</p>



<p>Wieso ist das so? Trendgrößen dürfen niemals isoliert betrachtet werden! Stattdessen ist deine Signalebene immer in den Gesamtkontext zu setzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="504" height="364" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendgroessen-nach-Markttechnik.png" alt="Signalebene und Großwetterlage" class="wp-image-695" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendgroessen-nach-Markttechnik.png 504w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendgroessen-nach-Markttechnik-300x217.png 300w" sizes="(max-width: 504px) 100vw, 504px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Gehen wir davon aus, die oben genannte Grafik stellt die kleine (M10-Chart) und die mittlere (H1-Chart) Trendgröße dar. Würdest du dich nun ausschließlich auf deine kleine Trendgröße konzentrieren, würdest du folgendes im Chart sehen:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="310" height="258" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Abwaertstrend-kleine-Trendgroesse.png" alt="Verschachtelung von Trendgrößen" class="wp-image-696" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Abwaertstrend-kleine-Trendgroesse.png 310w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Abwaertstrend-kleine-Trendgroesse-300x250.png 300w" sizes="(max-width: 310px) 100vw, 310px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Du würdest entsprechend davon ausgehen, dass ein Abwärtstrend vorliegt, da du in der kleinen Trendgröße fallende Hochpunkte und fallende Tiefpunkte siehst.</p>



<p>Betrachtest du jedoch die Großwetterlage (H1-Chart), also die mittlere Trendgröße, wird dir auffallen, dass sich der Markt in einem Aufwärtstrend befindet (s.o.) und der Abwärtstrend auf der kleinen Trendgröße lediglich die Korrektur des Aufwärtstrends der mittleren Trendgröße darstellt. Entsprechend solltest du keine Shortpositionen eröffnen und darauf warten, dass deine Signalebene (kleine Trendgröße) zu einem Aufwärtstrend wechselt, um dann in Richtung der Großwetterlage zu handeln!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Handelsstile nach Markttechnik</h3>



<p>Egal ob du als Scalper, Daytrader oder Swingtrader bist, mit der Markttechnik lassen sich grundsätzlich alle <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/tradingstile/">Tradingstile </a></strong>umsetzen. Da ein häufig verbreiterter Trugschluss über die Markttechnik ist, dass hiermit nur der Trendhandel möglich ist, schauen wir uns nachfolgen einmal die drei möglichen <strong>Handelsstile der Markttechnik</strong> an.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Ausbruchshandel</h4>



<p>Beim Ausbruchshandel versucht der Trader relevante Preisbereiche zu identifizieren, bei denen mit einer stärkeren Bewegung zu rechnen. Ein typischer Preisbereich ist der Punkt 2 nach Markttechnik.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="404" height="262" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Ausbruchshandel-nach-Markttechnik.png" alt="Breakout Trading" class="wp-image-700" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Ausbruchshandel-nach-Markttechnik.png 404w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Ausbruchshandel-nach-Markttechnik-300x195.png 300w" sizes="(max-width: 404px) 100vw, 404px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Da am Punkt 2 klassischer Weise mit einer erhöhten Preisbewegung zu rechnen ist, positionieren sich Trader die den Ausbruchshandel knapp oberhalb des Punkt 2 mit einer Stop Buy Order, um sich bei Überschreiten des Punkt 2 long einstoppen zu lassen.</p>



<p>Da allerdings nur der Ausbruch gehandelt werden soll, beabsichtigt der Trader beim Ausbruchshandel nur kurz im Markt zu sein und nach ein paar Punkten seine Position wieder zu schließen. Damit sich mit diesem Handelsstil Geld verdienen lässt, müssen zwangsläufig große Positionen gehandelt werden. Da wesentliche Risiko dieses Handelsstils stellt also die Positionsgröße dar.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Bewegungshandel</h4>



<p>Beim Bewegungshandel versucht der Händler auf seiner <strong>Signalebene </strong>(z.B. H1-Chart) in Trendrichtung der <strong>Großwetterlage </strong>(z.B. Daily-Chart) zu handeln, nachdem hier die Korrektur abgeschlossen wurde und sich der Trend weiter in Richtung der Großwetterlage fortsetzt:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="448" height="328" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bewegungshandel-nach-Markttechnik.png" alt="Bewegungshandel" class="wp-image-701" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bewegungshandel-nach-Markttechnik.png 448w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Bewegungshandel-nach-Markttechnik-300x220.png 300w" sizes="(max-width: 448px) 100vw, 448px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Zu berücksichtigen ist, dass versucht wird ausschließlich die Bewegung der Großwetterlage auf der untergeordneten Trendgröße (Signalebene) zu handeln. Häufig ist hierbei auch von &#8222;<strong>Handel aus der Korrektur heraus</strong>&#8220; die Rede.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Trendhandel</h4>



<p>Nachdem wir uns nun den Ausbruchshandel und den Bewegungshandel angeschaut haben, schauen wir uns als nächstes den Trendhandel nach Markttechnik an. Hierbei handelt es sich um den Handelsstil, der häufig mit der Markttechnik gleichgesetzt wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="482" height="353" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendhandel-nach-Markttechnik.png" alt="Trendhandel" class="wp-image-705" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendhandel-nach-Markttechnik.png 482w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Trendhandel-nach-Markttechnik-300x220.png 300w" sizes="(max-width: 482px) 100vw, 482px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Beim Trendhandel nach Markttechnik steigt der Trader knapp über dem Punkt 2 ein und hat hierbei die Absicht den entstehenden Trend möglichst vollständig mit zu handeln, bis der Trend durch ein Unterschreiten eines Punkt 3 gebrochen wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Marktteilnehmer aus Sicht der Markttechnik</h3>



<p>Nachdem wir uns nun ausgiebig mit dem Trendaufbau, dem Trendbruch, den unterschiedlichen Trendgrößen und deren Verschachtelung sowie den unterschiedlichen Handelsstilen befasst haben, schauen wir uns als nächsten noch an, wer die Marktteilnehmer aus Sicht der Markttechnik sind.</p>



<p>Eine wesentliche Fragestellung der Markttechnik ist, <strong>wo im Markt Bewegung entstehen kann</strong>. Die Antwort klingt zunächst einfach: <strong>Bewegung entsteht an relevanten Punkten, wo Händler aktiv werden (müssen)</strong>. Klingt zwar simple, dennoch benötigt diese Aussage ein wenig Denksport&#8230;</p>



<p>Um die Antwort nachvollziehen zu können, muss man sich demnach fragen <strong>wer die Händler sind</strong> und <strong>was die relevanten Punkte sind</strong>. Grundsätzlich tümmeln sich an der Börse jede nur vorstellbare Art von Händlern: Pensionsfonds, Versicherungen, Banken, private Händler, Arbitrageure, etc. Also ein bunter Mix aus langfristigen institutionellen Investoren und kurzfristigen Spekulanten. Jede diese Händlergruppe hat andere Absichten. Der erste Händler will vielleicht sein Portfolio umschichten, der zweite Händler will ein paar seiner Aktien verkaufen um Gewinne mitzunehmen, der dritte Händler verkauft einen Wert um Verluste zu begrenzen, der vierte Kauft einen Wert weil er einen &#8222;Tipp&#8220; an der Bushaltestelle aufgeschnappt hat und der fünfte Händler hat eine größere Summe geerbt die er nun möglichst gewinnbringend investieren möchte. Alles unterschiedliche Händlergruppen mit unterschiedlichen Beweggründen&#8230;</p>



<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Niemand wird jemals alle Händler und deren Beweggründe ausfindig machen. Dies ist auch gar nicht notwendig. Relevant ist ausschließlich, ob es mehr Angebot als Nachfrage oder mehr Nachfrage als Angebot gibt. Die Beweggründe für das Angebot und die Nachfrage sind weitestgehend irrelevant.</p>



<p>Deutlich wichtiger und auch einfacher zu beantworten ist die Fragestellung, was relevante Punkte im Markt sind an denen Händler aktiv werden (müssen). Um die Frage beantworten zu können, lassen sich die Händler in <strong>drei Gruppen</strong> einteilen: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Händler die <strong>long positioniert</strong> sind,</li>



<li>Händler die <strong>short positioniert</strong> sind und</li>



<li>Händler die <strong>flat </strong>sind, also den Markt beobachten aber noch keine Position halten.</li>
</ul>



<p>Um nun nachvollziehen zu können, warum der <strong>Punkt 2 ein relevanter Punkt</strong> ist, schauen wir uns nochmals den Verlauf eines entstehenden Trends an:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="347" height="231" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Markttechnik-Wo-entsteht-Bewegung.png" alt="Marktteilnehmer aus Sicht der Markttechnik." class="wp-image-715" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Markttechnik-Wo-entsteht-Bewegung.png 347w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/04/Markttechnik-Wo-entsteht-Bewegung-300x200.png 300w" sizes="(max-width: 347px) 100vw, 347px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: Eigene Grafik</figcaption></figure>



<p>Unterstellen wir, der Markt befindet sich in der oben gezeigten Marktphase. Die <strong>Händlergruppen Long, Short und Flat</strong> führen bei Überschreiten den Punkt 2 nun zu den nachfolgenden Aktionen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Händler die short positioniert waren, werden bei Überschreiten des Punkt 2 ihre Short-Positionen schließen. Das Schließen einer Short-Position erfolgt durch Eröffnung einer Long-Position, sodass sich beide Positionen ausgleichen. Zudem wird der Händler der short positioniert war ggf. eine Long-Position eröffnen. In der Folge kommt es zu der doppelten Kontraktzahl an Long-Positionen.</li>



<li>Händler die flat waren, werden bei Bestätigung des Aufwärtstrends Long-Positionen eröffnen, um vom nunmehr intakten Aufwärtstrend zu partizipieren. Betroffen sind hiervon alle drei Handelsausrichtungen (Ausbruch, Bewegung, Trend).</li>



<li>Lediglich Händler die bereits long investiert waren, werden nicht aktiv, da sie in ihrer Erwartung bestätigt wurden und vom nunmehr erwarteten Kursanstieg profitieren möchten.</li>
</ul>



<p>In der Folge ist der Punkt 2 aus Sicht der Markttechnik ein relevanter Punkt, an dem häufig Bewegung entsteht, da es hier aus den o. g. Gründen häufig zu neuen Orders kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Die Markttechnik stellt <strong>keinen </strong>&#8222;heiligen Gral&#8220; im Börsenhandel dar. Dennoch beantwortet die Markttechnik einen Großteil der relevanten Fragestellungen im Börsenhandel bzw. leitet diese nachvollziehbar her. Die detaillierte Befassung mit der Markttechnik kann sowohl Trading-Anfängern als auch fortgeschritteneren Händlern helfen den Börsenhandel im Gesamtkontext besser einordnen zu können.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Futures</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/futures/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2025 21:19:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=558</guid>

					<description><![CDATA[<p>Futures sind neben Optionen, Optionsscheine, Knock Out Zertifikaten und CFDs ein weiteres verbreitetes Derivat, mit dem du auf die Kursentwicklung eines Basiswertes spekulieren kannst. Natürlich kannst du Futures aber auch dazu nutzen, um bestehende Positionen gegen Preisveränderungen abzusichern. Schauen wir uns einmal an, was Futures sind, wie diese funktionieren und was sie von anderen Derivaten unterscheidet.</p>
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<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p><strong>Futures </strong>sind neben <a href="https://derivatehandel.net/optionshandel/">Optionen</a>, <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/optionsscheine/">Optionsscheine</a>, <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikaten</a> und <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/">CFDs</a> ein weiteres verbreitetes <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivat</a>, mit dem du auf die Kursentwicklung eines Basiswertes spekulieren kannst. Natürlich kannst du Futures aber auch dazu nutzen, um bestehende Positionen gegen Preisveränderungen abzusichern. Schauen wir uns einmal an, was Futures sind, wie diese funktionieren und was sie von anderen Derivaten unterscheidet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Futures?</h2>



<p>Futures sind <strong>standardisierte Terminkontrakte</strong>, welche an einer Börse gehandelt werden. Durch die Standardisierung haben sie den Vorteil, dass die Liefermenge, der Lieferzeitpunkt, der Preis und die Qualität der Ware beiden Parteien bekannt sind. Hierdurch weisen Futures eine <strong>hohe Transparenz</strong> für beide Vertragsparteien auf.</p>



<p>Der Käufer (Long) eines Futures verpflichtet sich eine bestimmte Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem vorab vereinbarten Preis zu kaufen. Der Verkäufer (Short) des Futures verpflichtet sich hingegen die Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vereinbarten Preis zu verkaufen bzw. zu liefern.</p>



<p>Grundsätzlich können Futures zwar zur <strong>Spekulation </strong>genutzt werden, erfunden wurden Futures jedoch im Wesentlichen zur <strong>Absicherung von Preisveränderungen</strong> (z.B. für Produzenten und Verarbeitern von Rohstoffen). Schauen wir uns zur Verdeutlichung ein konkretes Beispiel an:</p>



<p><em>Kaffeeproduzent K baut Kaffee an. Da er ein Interesse daran hat, dass er einen Mindestpreis für seine Kaffeebohnen erhält, sichert er sich gegen einen fallenden Kaffeepreis ab, um Planungssicherheit zu haben. Er verkauft also Kaffee-Futures und verpflichtet sich hierdurch seinen Kaffee zu einem vereinbarten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem vereinbarten Preis dem Käufer zu liefern.</em></p>



<p><em>Franchisegeber F betreibt weltweit über tausende Franchisenehmer Cafés, welche auf den Vertrieb von Kaffeespezialitäten spezialisiert sind. Die Franchisenehmer erwerben die hierfür notwendigen Kaffeebohnen über den Franchisegeber F, welcher dadurch einen enormen Bedarf an Kaffeebohnen hat und sich deshalb gegen steigende Preise am Rohstoffmarkt absichern möchte. Um sich gegen steigende Kaffeepreise abzusichern, möchte sich Franchisegeber F einen bestimmten Kaffeepreis sichern und kauft hierfür entsprechende Kaffee-Futures.</em></p>



<p>Wie du anhand des Beispiels gesehen hast, dienen Futures also nicht nur zur reinen Spekulation, sondern erfüllen auch einen <strong>realwirtschaftlichen Zweck</strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Arten von Futures gibt es?</h2>



<p>Im Wesentlichen gibt es zwei unterschiedliche Arten von Futures. Die sogenannten <strong>Commodity Futures</strong> und <strong>Financial Futures</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Commodity Futures</h3>



<p>Bei Commodity Futures handelt es sich um Futures die einen bestimmten <strong>Rohstoff</strong> als Underlying haben. Der Käufer und der Verkäufer des Futures treffen also die Vereinbarung einen bestimmten Rohstoff, in einer bestimmten Menge, in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Preis in der Zukunft zu kaufen bzw. zu verkaufen. Demnach wird die physische Lieferung des Rohstoffes beabsichtigt.</p>



<p>Rohstoff-Futures lassen sich grob in die nachfolgenden Kategorien einstufen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Energy </strong>(Rohöl-Sorten wie Brent sowie WTI, Erdgas, Heizöl, Benzin und Ethanol);</li>



<li><strong>Metals </strong>(Edelmetalle und Industriemetalle wie Gold, Silber, Platin, Palladium und Kupfer);</li>



<li><strong>Grains </strong>(Sojabohnen sowie Sojabohnen-Öl, Sojabohnen-Mehl, Mais, Weizen, Reis etc.);</li>



<li><strong>Softs </strong>(Kaffee, Kakao, Zucker, Baumwolle, Orangensaft und Bauholz);</li>



<li><strong>Meats </strong>(Lebendrind, Mastrind und Magerschweine).</li>
</ul>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Future</th><th>Symbol</th></tr></thead><tbody><tr><td>Rohöl WTI</td><td>CL</td></tr><tr><td>Rohöl Brent</td><td>BB</td></tr><tr><td>Heizöl</td><td>HO</td></tr><tr><td>Erdgas</td><td>NG</td></tr><tr><td>Sojabohnen</td><td>ZS</td></tr><tr><td>Sojabohnen-Öl</td><td>ZL</td></tr><tr><td>Sojabohnen-Mehl</td><td>ZM</td></tr><tr><td>Mais</td><td>ZC</td></tr><tr><td>Weizen</td><td>ZW</td></tr><tr><td>Gold</td><td>GC</td></tr><tr><td>Silber</td><td>SI</td></tr><tr><td>Platinum</td><td>PL</td></tr><tr><td>Palladium</td><td>PA</td></tr><tr><td>Kupfer</td><td>HG</td></tr><tr><td>Kaffee</td><td>KC</td></tr><tr><td>Kakao</td><td>CC</td></tr><tr><td>Zucker</td><td>SB</td></tr><tr><td>Baumwolle</td><td>CT</td></tr><tr><td>Orangensaft</td><td>OJ</td></tr><tr><td>Bauholz</td><td>LB</td></tr><tr><td>Lebendrind</td><td>LE</td></tr><tr><td>Mastrind</td><td>GF</td></tr><tr><td>Magerschwein</td><td>HE</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Financial Futures</h3>



<p>Bei den Financial Futures handelt es sich im Gegensatz zu den Rohstoff Futures um <strong>immaterielle </strong>Basiswerte wie Aktien, Indizes, Währungen und Zinsen, bei denen in der Regel keine tatsächliche Lieferung des Basiswertes beabsichtigt wird. Stattdessen findet häufig bereits von Ablauf des Kontraktes ein Gegengeschäft statt um die offenen Position glattzustellen, sodass nur noch ein <strong>Cash Settlement</strong> (Barausgleich) eines etwaig bestehenden Differenzbetrages erfolgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo können Futures gehandelt werden?</h2>



<p>Der Handel mit Futures findet elektronisch an spezialisierten Futures-Börsen statt. Die wichtigsten Futures-Börsen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Mercantile_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CME</a></strong> (Chicago Mercantile Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Board_of_Trade" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CBOT</a></strong> (Chicago Board of Trade)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_York_Mercantile_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NYMEX/COMEX </a></strong>(New York Mercantile Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Intercontinental_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ICE </a></strong>(Intercontinental  Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eurex" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EUREX </a></strong>(European Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/London_Metal_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LME </a></strong>(London Metal Exchange)</li>
</ul>



<p>Bei einem Großteil der oben genannten Futures-Börsen ist der Handel mit Futures rund um die Uhr möglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie entsteht der Preis eines Futures?</h2>



<p>Der Preis eines Futures hängt überwiegend vom zugrundeliegenden <strong>Basiswert </strong>des Futures ab. Handelst du also z.B. einen Futures auf Weizen, ist die Entwicklung des Weizenpreises maßgeblich für die Entwicklung des Futurepreises. </p>



<p>Insofern stellt sich die Folgefrage, wie der Preis eines Basiswertes entsteht&#8230; Die Preise von Basiswerten entstehen im Wesentlichen durch <strong>Angebot und Nachfrage</strong>. Das Angebot und die Nachfrage werden wiederum von anderen Faktoren beeinflusst. Bei Rohstoffen wie Weizen wird die Angebotsseite z.B. durch das Wetter und etwaige Missernten beeinflusst. Die Nachfrageseite kann z.B. durch Nachrichten oder Ereignisse wie Pandemien beeinflusst werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Terminstrukturkurven</h3>



<p>Wer sich für die Entstehung des Futurepreises interessiert, sollte sich auch einmal mit den sogenannten <strong>Terminstrukturkurven </strong>befassen, welche insbesondere für <strong>lagerfähige Rohstoffe</strong> von Relevanz sind. </p>



<p>Terminstrukturkurven sind letztendlich nichts anderes als die <strong>graphische Darstellung der Futurepreise zu unterschiedlichen Laufzeiten</strong>. Klingt vielleicht etwas verwirrend, ist aber relativ simple nachzuvollziehen&#8230;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Contango</h4>



<p>Gehen wir davon aus, dass der Future mit der kürzesten Laufzeit (sog. Front-Month-Future-Kontrakt) auf einen<strong> lagerfähiger Rohstoff</strong> (z.B. Weizen) derzeit 100 EUR kostet. Aus irgendwelchen Gründen ist dir die Laufzeit des Front-Month-Future-Kontrakt jedoch zu kurz und du benötigst einen Kontrakt mit einer längeren Laufzeit. Der identische Kontrakt, lediglich mit einer längeren Laufzeit, kostet allerdings 105 EUR. Wieso ist das so? Ganz einfach: Wegen den <strong>Lagerkosten </strong>(u.a. Kosten wie Versicherungen etc.), die beim Verkäufer für die längere Laufzeit anfallen (sog. <strong>Cost of Carry</strong>).</p>



<p>Lange Rede kurzer Sinn: Im <strong>Normalfall </strong>gehen also längere Laufzeiten also auch mit höheren Kosten einher. Dieser Normalfall wird <strong>Contago </strong>genannt. Die graphische Darstellung sieht (ungefähr) wie folgt aus:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="528" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-1024x528.png" alt="Terminstrukturkurve" class="wp-image-625" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-1024x528.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-300x155.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-768x396.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango.png 1033w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Backwardation</h4>



<p>Neben dem Normalfall (Contango) gibt es allerdings auch den Sonderfall, welcher <strong>Backwardation </strong>genannt wird. In einer Backwardation sind die Kontrakte mit längeren Laufzeiten <strong>günstiger</strong>, was den oben genannten Ausführungen zu den Cost-of-Carry widerspricht. </p>



<p>Wieso kommt es also zu einer Backwardation? Gehen wir davon aus, es gibt am Weltmarkt nur ein <strong>knappes Weizenangebot</strong>, sodass die Nachfrage nach Weizen hoch ist. Händler kaufen entsprechend also Futurekontrakte mit kurzer Laufzeit, da der Bedarf an Weizen kurzfristig gedeckt werden muss. Durch diese hohe Nachfrage an Futures mit kurzer Laufzeit steigen die Preise für diese Futures mit kurzer Laufzeit. Da die Nachfrage nach den Futures mit langer Laufzeit begrenzt ist, sind diese Futurekontrakte also günstiger. Die graphische Darstellung sieht also wie folgt aus:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="518" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-1024x518.png" alt="Terminstrukturkurve" class="wp-image-629" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-1024x518.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-300x152.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-768x388.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation.png 1050w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Insbesondere, wenn Futurekontrakte vom Normalfall (Contango) in eine Backwardation wechseln, ist häufig zu beobachten, dass die Preise des Basiswertes (z.B. Weizen) stark zu steigen beginnen, da die Nachfrage nach diesem lagerfähigen Rohstoff hoch ist, was eine Backwardation begründet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Hebelwirkung im Futures-Trading erklärt</h2>



<p>Die Hebelwirkung im Futures-Trading bzw. grundsätzlich im Handel mit Derivaten ist Fluch und Segen zugleich. Entwickelt sich der Basiswert, auf den mit dem Future spekuliert wird, entgegen deiner Vorhersage, erzielst du einen überproportionalen Verlust im Verhältnis zu deinem eingesetzten Kapital. Anders verhält es sich hingegen, wenn sich der Basiswert wie vor dir vorhergesagt entwickelt, denn dann erzielst du einen überproportionalen Gewinn im Vergleich zu deinem eingesetzten Kapital. Schauen wir uns zur Verdeutlichung ein Beispiel an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kurs von Index XYZ</strong>: 10.000 Punkte</li>



<li><strong>Punktwert</strong>: 10,00 EUR</li>



<li><strong>Kontraktwert</strong>: 100.000 EUR (10.000 Punkte x 10,00 EUR)</li>



<li><strong>Marginanforderung</strong>: 10,00 %</li>
</ul>



<p>Angenommen, es würde diesen fiktiven Index tatsächlich geben, dann müsstest du bei deinem Broker eine <strong>Margin von 10.000 EUR</strong> hinterlegen, um einen <strong>Gegenwert von 100.000 EUR</strong> zu handeln. Hieraus ergibt sich also ein <strong>Hebel von 10</strong>. </p>



<p>Steigt nun der Index um 5 % von 10.000 Punkte auf 10.500 Punkte, erzielst du einen <strong>Gewinn von 5.000 EUR</strong>, bei einem Kapitaleinsatz (Margin) von 10.000 EUR. Die Rendite auf dein eingesetztes Kapital beträgt also 50,00 %, obwohl der Index selbst nur um 5 % gestiegen ist!</p>



<p>Klingt verlockend? Im ersten Moment vermutlich schon, allerdings solltest du beachten, dass du durch den Hebel auch <strong>überproportionale Verluste</strong> erzielen kannst. Wäre der o. g. fiktive Index um 5,00 % gefallen, hättest du auf dein eingesetztes Kapital (Margin) einen <strong>Verlust i. H. v. 50,00 %</strong> erzielt, obwohl der zugrundeliegende Index nur um 5,00 % gefallen ist!</p>



<p>Insofern ist ein <strong>konservatives Risikomanagement</strong> im Börsenhandel, hierbei insbesondere im Handel mit Derivaten, unerlässlich!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Laufzeiten von Futures</h2>



<p>Futures sind standardisierte Terminkontrakte, durch die der Kauf/Verkauf eines bestimmten Underlyings zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft vereinbart wird. Vor diesem Hintergrund ergibt sich, dass Futurekontrakte eine <strong>begrenzte Laufzeit</strong> aufweisen müssen.</p>



<p>Typische Verfallstage von Futures (und Optionen) ist der <strong>dritte Freitag eines Monats</strong>. Am Verfallstag müssen Händler entscheiden, ob sie ihre Position <strong>schließen</strong>, <strong>verlängern </strong>oder <strong>auslaufen </strong>lassen.</p>



<p>Das <strong>Schließen eine Futuresposition</strong> erfolgt durch den Kauf eines Gegengeschäftes zum selben Fälligkeitstag. Angenommen, du hast einen Crude-Oil-Future <strong>long </strong>zum Verfallstag im März. Die Position kannst du nun durch einen Crude-Oil Future <strong>short </strong>zum gleichen Verfallstag schließen.</p>



<p>Das <strong>Verlängern einer Futuresposition</strong> (auch: &#8222;rollen&#8220;) erfolgt durch das Schließen einer bestehenden Position beim gleichzeitigen Eröffnen einer identischen Position mit einem weiter entfernt liegenden Verfallstag. Also angenommen du besitzt einen Crude-Oil-Future long zum Verfallstag März, dann kannst du diese Position &#8222;rollen&#8220; indem du sie schließt und gleichzeitig eine identische Position mit einem längeren Verfallstag, also z.B. zu Juni, eröffnest.</p>



<p>Beim <strong>Auslaufen einer Futuresposition</strong> erfolgt hingegen entweder die Lieferung der Ware oder ein Barausgleich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Futures-Trading: Die Vor- und Nachteile</h2>



<p>Damit du dich entscheiden kannst, ob der Handel mit Futures etwas für dich ist, sollte dir nicht nur die Funktionsweise sondern auch die Vor- und Nachteile von Futures bekannt sein. Schauen wir uns diese also einmal genauer an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Vorteile von Futures</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Geringer Kapitaleinsatz</strong>: Der Handel mit Futures erfolgt durch Hinterlegung einer Margin, welche als Sicherheitenleistung dient. Entsprechend ist es nicht notwendig, dass du das Gesamtkapital für den Erwerb des zugrundeliegenden Basiswertes aufbringst, was du aufwenden müsstest, wenn du den Basiswert direkt kaufen würdest.</li>



<li><strong>Überproportionale Gewinnmöglichkeiten</strong>: Durch den Handel auf Margin entsteht eine Hebelwirkung, da du den Gesamtbetrag des Gegenwertes nicht aufbringen musst. Sofern sich der Basiswert wie von dir prognostiziert entwickelt, partizipierst du überproportional (im Verhältnis zu deinem Kapitaleinsatz). <strong>Aber Achtung</strong>: Es können auch überproportionale Verluste entstehen, wenn sich der Basiswert entgegen deiner Vorhersage entwickelt!</li>



<li><strong>Absicherung gegen Preisänderungen</strong>: Durch Futures haben insbesondere Produzenten und das verarbeitende Gewerbe die Möglichkeit sich vor einem Preisverfall oder gegen Preissteigerungen abzusichern. Damit haben Futures einen realwirtschaftlichen Nutzen! </li>



<li><strong>Hohe Transparenz</strong>: Da es sich bei Futures um <strong>standardisierte </strong>Terminkontrakte handelt, weisen diese eine höchstmögliche Transparenz für den Käufer und den Verkäufer eines Futures auf.</li>



<li><strong>Vielseite Einsatzmöglichkeiten</strong>: Futures haben nicht nur den Vorteil, dass sie zur Absicherung und zur Spekulation genutzt werden können, sondern durch Futures lassen sich auch eine Vielzahl von Basiswerten abdecken, welche man absichern kann bzw. auf welche man spekulieren kann.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Die Nachteile von Futures</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Überproportionale Verlustmöglichkeiten</strong>: Durch den Handel auf Margin besteht das Risiko, dass du überproportionale Verluste (in Bezug auf dein eingesetztes Kapital) erzielst, wenn sich der Basiswert entgegen deiner ursprünglichen Erwartungshaltung entwickelt.</li>



<li><strong>Hoher Kapitalbedarf</strong>: Auch wenn sich Mini- und Micro-Futures immer mehr etablieren, benötigst du für den Handel von Futures in der Regel mehr Kapital als für den Handel mit anderen <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivaten</a>.</li>



<li><strong>Unbedingtes Termingeschäft</strong>: Futures sind sog. unbedingt Termingeschäfte. Wie der Name also bereits vermuten lässt, sind beide Parteien verpflichtet ihren Vertrag auch zu erfüllen. Wahlrechte, wie es bei Optionen der Fall ist, bestehen also nicht.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Die Unterschiede zwischen Futures und CFDs</h2>



<p>Insbesondere von privaten Kleinanlegern ist häufig zu hören, dass Futures und <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/"><strong>CFD</strong> </a>nahezu das gleiche wären und daher &#8211; aufgrund des geringeren Kapitalbedarfs &#8211; bevorzugt CFD gehandelt werden. Leider lassen solche Äußerungen auf eine mangelnde Sachkunde schließen, sodass konsequenterweise erstmal gar nicht gehandelt werden sollte, bis ausreichend theoretische Kenntnisse vorhanden sind, bevor praktische Erfahrungen im Börsenhandel gesammelt werden. Grund genug also, um über die Unterschiede zwischen Futures und CFD einmal aufzuklären:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th></th><th>CFD</th><th>Futures</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Laufzeit</strong></td><td>Ohne Laufzeitbegrenzung</td><td>Mit Laufzeitbegrenzung (Verfall)</td></tr><tr><td><strong>Positionsgrößen</strong></td><td>Nicht standardisiert</td><td>Standardisiert</td></tr><tr><td><strong>Handelsplatz</strong></td><td>OTC (außerbörslich)</td><td>Terminbörse</td></tr><tr><td><strong>Spreads</strong></td><td>Ja</td><td>Nein</td></tr><tr><td><strong>Handelbare Basiswerte</strong></td><td>Rohstoffe, Indizes, Währungen, Anleihen, Krypto und vieles mehr</td><td>Rohstoffe, Indizes, Währungen und Anleihen</td></tr></tbody></table></figure>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/futures/">Futures</a> erschien zuerst auf <a href="https://derivatehandel.net">Derivatehandel.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>CFD (Contract for Difference)</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2025 20:10:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=289</guid>

					<description><![CDATA[<p>CFDs sind gerade bei privaten Händlern ein beliebtes Finanzinstrument um Handelsideen umzusetzen. Weshalb CFDs so beliebt sind, wie sie funktionieren, welche Vor- und Nachteile sowie Risiken mit ihnen einhergehen erfährst du in diesem Beitrag.</p>
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<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>CFDs sind gerade bei privaten Händlern ein beliebtes Finanzinstrument um verschiedene Handelsideen umzusetzen. Weshalb CFDs so beliebt sind, wie sie funktionieren, welche Vor- und Nachteile sowie Risiken mit ihnen einhergehen erfährst du im nachfolgenden Beitrag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der CFD-Handel im Überblick</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was sind CFDs?</h3>



<p>CFDs (Contract for Difference) sind sogenannte <strong>Differenzkontrakte</strong>. Wie der Name bereits erahnen lässt, spekulierst du mit einem CFD also auf die <strong>Differenz eine Kurses</strong>.</p>



<p>Genau wie bei <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/"><strong>Knock Out Zertifikaten</strong> </a>oder <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/optionsscheine/">Optionsscheinen </a></strong>handelt es sich auch bei einem <strong>CFD</strong> um ein <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivat</a></strong>. Durch den Kauf eines CFDs erwirbst du also nicht den Basiswert (z.B. Aktie) direkt sondern partizipierst ausschließlich an seiner Kursentwicklung.</p>



<p>CFDs weisen hierbei die Besonderheit auf, dass <strong>CFDs nicht an einer Börse gehandelt</strong> werden. Stattdessen gehst du einen Kontrakt (Vertrag) mit deinem <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">CFD-Broker</a></strong> ein, der die <strong>Gegenpartei </strong>deiner Position darstellt. CFDs werden also <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferb%C3%B6rslicher_Handel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;over the counter&#8220; (OTC)</a></strong> gehandelt. </p>



<p>Ein CFD beinhaltet also die Vereinbarung zwischen dir und deinem Broker, dass die Differenz zwischen dem aktuellen und den zukünftigen Kurs zu zahlen ist. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktionieren CFDs?</h3>



<p>Nachdem dir nun bekannt ist, dass du mit einem CFD auf eine <strong>Kursdifferenz </strong>spekulierst, machen wir zur besseren Veranschaulichung ein Beispiel:</p>



<p>Gehen wir davon aus, dass dein <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/tradingstile/">Tradingstil </a></strong>einem <strong>Daytrader </strong>entspricht. Dein Ziel ist es also eine Position innerhalb eines Handelstages zu eröffnen und wieder zu schließen. Auf Basis deiner <strong>Tradingstrategie </strong>gehst du davon aus, dass der DAX im Laufe des Handelstages steigen wird. Unterstellen wir, der DAX würde zu Beginn des Handelstages bei <strong>20.000 Punkten</strong> stehen. Unterstellen wir weiter, dass der DAX am Ende des Handelstages bei <strong>20.150 Punkten</strong> stehen würde. Die Differenz beträgt demnach <strong>150 Punkte</strong>.</p>



<p>Hättest du nun mit einem CFD auf einen steigenden DAX spekuliert und hättest die Position vom Beginn des Handelstages bis zum Ende gehalten, hättest du an der Kursentwicklung von 150 Punkte partizipiert. Demnach hättest du vom Broker den Gegenwert der 150 Punkten ausbezahlt bekommen. Wäre der DAX hingegen um 150 Punkte gefallen (und du wärst long positioniert), hätte dein CFD-Broker von dir den Gegenwert der 150 Punkte erhalten.</p>



<p>Du fragst dich nun vermutlich, was der Gegenwert von 150 Punkten im DAX ist? Würdest du einen <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/futures/">Future </a></strong>auf den DAX handeln, dann würde ein Punkt einem Wert von 25 EUR entsprechen, sodass du mit 150 Punkten 3.750 EUR verdient hättest (150 Punkte x 25 EUR), wenn du richtig positioniert gewesen wärst. Hättest du 150 Punkte verloren, hätte dies entsprechend zu einem Verlust von 3.750 EUR geführt.</p>



<p>Bei einem <strong>CFD auf den DAX </strong>verhält es sich hingegen anders als bei einem Future. Bei einem DAX-CFD gibt entweder der Broker einen festen Punktwert vor (z.B. 1 EUR je Punkt) oder du kannst den Punktwert über die Eingabemaske deines Brokers selbst bestimmen. Bevor du CFDs handelst, solltest du dich also nicht nur über die Funktionsweise von Kapitalmärkten, einem geeigneten Risikomanagement, der Handelsplattform deines Brokers sondern auch über den <strong>Punktwert eines CFD</strong> informieren. Denn erst wenn dir der Punktwert des CFD (z.B. auf den DAX) bekannt ist, kannst du deine <strong>Positionsgröße </strong>an dein <strong>Risikomanagement </strong>anpassen! Auch hierzu nachfolgend ein Beispiel zur Veranschaulichung:</p>



<p>Wir unterstellen, du hättest ein Handelskonto in Höhe von <strong>50.000 EUR</strong>. Auf Basis deines persönlichen Risikomanagements riskierst du <strong>0,5 %</strong> deines Handelskontos pro Trade, also <strong>250 EUR</strong>. Zwischen dem Kurs bei Positionseröffnung und deinem gesetzten <strong><a href="https://www.finanzfluss.de/aktien/ordertypen/stop-loss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stop-Loss</a></strong> (zur Verlustbegrenzung) liegen 50 Punkte. Dann kannst du auf Basis deines Risikomanagements einen Punktwert von <strong>5 EUR je Punkt</strong> handeln (250 EUR Risiko : 50 Punkte Stop-Loss-Abstand = 5 EUR). Würde der DAX nun von 20.000 Punkten auf 19.950 fallen, würde deine Position durch den gesetzten Stop-Loss zur <strong>Verlustbegrenzung </strong>automatisch mit einem <strong>Verlust von 250 EUR</strong> geschlossen werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist die Margin beim CFD-Handel?</h3>



<p>Bei der Margin handelt es sich um eine <strong>Sicherheitenleistung </strong>die du als Trader bei deinem Broker hinterlegen musst, wenn du eine <strong>gehebelte Position</strong> eröffnen möchtest. Die Margin fordert der Broker als Sicherheit, um sich selbst gegen Verluste abzusichern (sog. <strong><a href="https://www.boerse-frankfurt.de/wissen/lexikon/kontrahentenrisiko" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontrahentenrisiko</a></strong>).</p>



<p>Bei der Margin die du zur <strong>Positionseröffnung </strong>benötigst handelt es sich um die sogenannte <strong>initial Margin</strong> bzw. <strong>Eröffnungsmargin</strong>. Solltest du bei Positionseröffnung nicht über den notwendigen Betrag an Sicherheitenleistung auf deinem Konto verfügen, wird die Position also gar nicht erst eröffnet.</p>



<p>Bei der <strong>Halte-Margin</strong> (auch: <strong>Maintenance Margin</strong>) handelt es sich hingegen um den Betrag den du auf deinem Konto vorhalten musst, um eine CFD-Position offen halten zu können. Sollte die erforderliche Halte-Margin größer sein als der Betrag auf deinem Konto, kommt es zum sog. <strong>Margin-Call</strong>. Der Broker fordert dich also auf Maßnahmen zu ergreifen um die Margin-Anforderungen wieder zu erfüllen. Heißt konkret: Geld einzahlen und/oder offene Verlustpositionen schließen!</p>



<p>Die <strong>Marginanforderungen beim CFD-Handel</strong> sind im Wesentlichen davon abhängig welchen Basiswert du handeln möchtest. Als ungefähre Orientierung kannst du dich an der nachfolgenden Tabelle orientieren:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Basiswert</th><th>Margin (in %)</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Indizes</strong></td><td>5,00 %</td></tr><tr><td><strong>Forex</strong></td><td>3,33 % bis 5,00 %</td></tr><tr><td><strong>Rohstoffe</strong></td><td>5,00 % bis 10,00 %</td></tr><tr><td><strong>Aktien</strong></td><td>20,00 %</td></tr><tr><td><strong>Kryptowährungen</strong></td><td>50,00 %</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Wie entsteht der Hebel beim CFD-Trading?</h3>



<p>Da dir nun bekannt ist was die Margin ist, dürftest du den Hebel beim CFD-Trading relativ leicht nachvollziehen können. Machen wir hierfür wieder ein Beispiel:</p>



<p>Gehen wir davon aus, du möchtest Aktie X kaufen. Die Aktie X notiert derzeit bei <strong>100,00 EUR</strong>. Auf deinem Handelskonto hast du <strong>5.000 EUR</strong> zur Verfügung, die du in Aktie X investieren möchtest. Demnach könntest du dir 50 Aktien á 100,00 EUR kaufen, wenn du in die Aktie direkt investieren möchtest. Da du die Aktie nun direkt gekauft hast, partizipiert du 1 zu 1 von der Kursentwicklung der Aktie. Deine Hebelwirkung ist also 0.</p>



<p>Gehen wir nun davon aus, dass du deine <strong>5.000 EUR</strong> nicht in die Aktie direkt investieren möchtest sondern (aus welchen Gründen auch immer) lieber gehebelt handeln möchtest. Hierfür entscheidest du dich <strong>Aktien-CFDs</strong> auf die Aktie X zu kaufen. Die Marginanforderungen belaufen sich auf 20,00 %. Insofern musst du für eine Aktie bzw. ein Aktien-CFD nicht mehr 100,00 EUR investieren sondern nur noch 20,00 EUR Sicherheitenleistung (Margin) hinterlegen. Der <strong>Hebeleffekt </strong>beläuft sich also auf <strong>1:5</strong>. Konkret bedeutet dies, dass du durch den Hebeleffekt von 1:5 mit deiner Kontogröße von 5.000 EUR einen Gegenwert von 25.000 EUR handeln könntest. Da der Kurs der Aktie X bei 100,00 EUR liegt, würde dies 250 Aktien (statt ursprünglich 50) entsprechen. Schauen wir uns an wie sich dies auf deine Rendite auswirken kann:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th></th><th>Handel ohne Hebel</th><th>Handel mit Hebel 1:5</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Kontogröße</strong></td><td>5.000 EUR</td><td>5.000 EUR</td></tr><tr><td><strong>Marginanforderung</strong></td><td>00,00 %</td><td>20,00 %</td></tr><tr><td><strong>Kaufkraft</strong></td><td>5.000 EUR</td><td>25.000 EUR</td></tr><tr><td><strong>Rendite bei 5 % Kursgewinn</strong></td><td>250,00 EUR (= 5 %)</td><td>1.250 EUR (= 25 %)</td></tr><tr><td><strong>Rendite bei 5 % Kursverlust</strong></td><td>-250,00 EUR (= -5 %)</td><td>-1.250 EUR (= -25 %)</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Wie du siehst, partizipierst du mit einem Hebel <strong>überproportional </strong>an der Kursentwicklung des Basiswertes. Dies ist von <strong>Vorteil</strong>, wenn sich der Kurs wie von dir prognostiziert entwickelt. Genau so kann der Hebel allerdings auch von <strong>Nachteil </strong>sein, wenn sich der Kurs entgegen deiner Erwartungshaltung entwickelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vorteile und Nachteile von CFD</h2>



<p>Wie bei allem im Leben, haben auch CFD nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile. Schauen wir uns also einmal genauer an, welche Vor- und Nachteile CFDs haben, damit du besser beurteilen kannst, ob CFDs das richtige Finanzinstrument für dich sind:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von CFD</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>CFDs bieten dir die Möglichkeit auf <strong>Margin </strong>zu handeln, sodass deine Position gehebelt ist. Durch die Hebelwirkung hast du die Möglichkeit &#8211; sofern sich der Kurs wie von dir prognostiziert entwickelt &#8211; eine überproportionale Rendite (auf deinen Kapitaleinsatz) zu erwirtschaften.</li>



<li>Mit CFDs kannst du eine<strong> Vielzahl an Basiswerten</strong> handeln wie z.B. Indizes, Rohstoffe, Aktien und Kryptowährungen. Ohne den Einsatz von CFDs (oder anderen Derivaten) wäre ein Handel auf einige Basiswerte nur sehr schwer bzw. nur mit einem großen Kapitaleinsatz möglich.</li>



<li>CFDs verfügen über eine <strong>transparente Kursentwicklung</strong>, da ausschließlich die Wertentwicklung des Basiswertes sich auf den Wert von CFDs auswirkt. Weitere wertbeeinflussende Faktoren wie z.B. der Zeitwert, die Volatilität oder das Delta spielen im Gegensatz zu Optionen oder Optionsscheinen keine Rolle.</li>



<li>Durch CFDs hast du die Möglichkeit auf <strong>steigende und fallende Kurse</strong> zu setzen, sodass du im Gegensatz zu einem Direktinvestment (z.B. in Aktien) nicht ausschließlich von steigenden Kursen partizipieren kannst.</li>



<li>CFDs ermöglichen es dir Positionen in <strong>sekundenschnelle </strong>zu öffnen und zu schließen.</li>



<li>Seit 2018 gibt es für Privatkunden <strong>keine Nachschusspflicht</strong> mehr beim Handel mit CFDs.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von CFD</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>CFD sind <strong>nicht börsengehandelt</strong>. Stattdessen gehst du beim Handel mit CFD eine Vereinbarung mit deinem Broker ein. </li>



<li>Da der Broker den Kurs stellt, besteht eine gewisse <strong>Abhängigkeit vom Broker</strong>. Bei der Wahl des richtigen CFD-Brokers solltest du daher darauf achten, dass der Kurs des CFDs dem <strong>realen Kurs des Basiswertes</strong> entspricht und der Broker keine &#8222;Phantasiekurse&#8220; stellt.</li>



<li>Sofern du eine Position mehrere Tage/Wochen halten möchtest, können die anfallenden <strong>Finanzierungskosten </strong>deine Rendite deutlich mindern.</li>



<li>Die <strong>Hebelwirkung </strong>ist zwar von Vorteil, sofern sich das Underlying wie von dir vorhergesagt entwickelt, aber genau so gut kann sich die Hebelwirkung zu deinen Ungunsten entwickeln.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Kosten entstehen beim CFD-Handel?</h2>



<p>Gerade Trading-Anfänger unterschätzen den Einfluss der Handelskosten auf die Gesamtrendite. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je öfters gehandelt wird, desto höher sind auch die Kosten die erstmal wieder erwirtschaftet werden. Welche Kosten beim Handel mit CFDs anfallen, erfährst du im nachfolgenden:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Spread</h3>



<p>Der Spread ist nichts anderes als die <strong>Differenz zwischen dem Geldkurs (Bid) und Briefkurs (Ask)</strong>. Angenommen die Aktie X notiert bei 100,00 EUR. Möchtest du die Aktie nun kaufen, dann zahlst du z.B. einen Briefkurs von 100,50 EUR. Würdest du die Aktie bereits besitzen und würdest sie verkaufen wollen, dann könntest du sie zum Beispiel zu einem Geldkurs von z.B. 99,50 EUR verkaufen. Du kannst dir merken: Wenn du eine Position eröffnen möchtest, zahlst du immer etwas mehr. Wenn du eine Position schließen möchtest, erhältst du immer etwas weniger. <strong>Diese Kursdifferent ist der Spread</strong>, den der Broker verdient.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Finanzierungskosten für Overnight-Positionen</h3>



<p>Abhängig davon wie lange du deine Position hältst, können <strong>Finanzierungskosten für Overnight-Positionen </strong>anfallen. Diese Kosten entstehen, da du durch die hinterlegte Margin nur einen Teil der Gesamtkosten zahlen musst. Die Differenz leiht dir quasi der Broker. Hierfür fallen entsprechende Zinsen an. Allerdings solltest du beachten, dass diese Zinsen nur für <strong>Long-Positionen</strong> zu zahlen sind. Bei <strong>Short-Positionen</strong> kannst du hingegen einen Zins erhalten. Wie hoch die Finanzierungskosten für Overnight-Positionen sind, solltest du im Vorfeld bei deinem Broker erfragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommissionen</h3>



<p>Früher war es üblich, dass Broker nicht nur am Spread verdienen sondern dem Kunden auch für jeden Trade eine Kommission in Rechnung stellen. Da die Kommissionen pro Trade teilweise bis zu 10 EUR betragen haben, hat sich dies natürlich deutlich auf die Rendite ausgewirkt. In den letzten Jahren ging die Tendenz jedoch dahin, dass immer mehr Broker die Kommissionen für einzelne Trades entweder vollständig abgeschafft haben oder diese auf einen niedrigen einstelligen Betrag reduziert haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Servicegebühren</h3>



<p>Eine Vielzahl von Brokern bieten ihren Kunden Zusatzdienste an, die sie sich teilweise vergüten lassen. Dies können zum Beispiel die <strong>Orderaufgabe über das Telefon</strong>, die zur Verfügungstellung von <strong>Echtzeit-Kursdaten </strong>oder einer <strong>Handelsplattform </strong>sein. Ob dein Broker diese Dienste anbietet, du diese in Anspruch nehmen möchtest und wie hoch hierfür die Gebühren sind solltest du ebenfalls im Vorfeld klären. Denn auch hier gilt: Die Kosten gehen zu Lasten deiner Rendite.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es beim CFD-Trading eine Nachschusspflicht?</h3>



<p>Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, eine Nachschusspflicht für Privatpersonen beim CFD-Handel gibt es seit 2018 <strong>nicht </strong>mehr. Dies gilt zumindest für alle <strong>Broker mit Sitz innerhalb der EU</strong>. Sofern dein Broker seinen Sitz außerhalb der EU hat, kann die Nachschusspflicht ggf. noch bestehen. Die Fragestellung solltest du für deinen persönlichen Einzelfall mit deinem Broker <strong>vor deiner ersten Positionseröffnung</strong> klären.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist der Unterschied zwischen CFDs und Futures?</h3>



<p>Auch wenn Futures und CFDs einige Gemeinsamkeiten haben, gibt es auch diverse Unterschiede. Im Wesentlichen unterscheiden sich CFDs und Futures wie folgt:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th></th><th>CFD</th><th>Future</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Laufzeit</strong></td><td>Ohne Laufzeitbegrenzung</td><td>Mit Laufzeitbegrenzung (Verfall)</td></tr><tr><td><strong>Positionsgrößen</strong></td><td>Nicht standardisiert</td><td>Standardisiert</td></tr><tr><td><strong>Handelsplatz</strong></td><td>OTC (außerbörslich)</td><td>Terminbörse</td></tr><tr><td><strong>Spreads</strong></td><td>Ja</td><td>Nein</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Wo kann man CFDs handeln?</h3>



<p>Da CFDs nicht an einer Börse gehandelt werden, benötigst du für den CFD-Handel einen entsprechenden <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">CFD-Broker</a></strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Worauf sollte bei der Auswahl des CFD-Brokers geachtet werden?</h3>



<p>Wo das schnelle Geld winkt, tummeln sich in der Regel auch schwarze Schafe. Der Handel mit CFD macht hierbei keine Ausnahme. Umso wichtiger ist es also, dass du dein Handelskonto nicht bei einem beliebigen CFD-Broker eröffnest sondern bei der Wahl deines CFD-Brokers einige wichtige Kriterien berücksichtigst. Eine niedrige Kostenstruktur oder eine Vielzahl an handelbaren Werten sollten bei der Wahl deines Brokers <strong>nicht </strong>im Vordergrund stehen!</p>



<p>Das wichtigste Kriterium bei der Wahl deines CFD-Brokers ist, dass dieser staatlich reguliert ist bzw. unter der <strong>Aufsicht einer Aufsichtsbehörde</strong> steht (z.B.: BaFin oder FCA).</p>



<p>Ist dein potentieller Broker staatlich reguliert, dann solltest du dir im nächsten Schritt Rezensionen im Internet anschauen. <strong>Kundenbewertungen </strong>können ein Indiz dafür sein, ob ein CFD-Broker seriös oder unseriös ist. Sofern du einen CFD-Broker mit einer Vielzahl negativer Bewertungen (z.B. in Bezug auf die Auszahlung) ausfindig gemacht hast, solltest du einen großen Bogen um diesen Broker machen.</p>



<p>Erst im nächsten Schritt gilt es sich über die <strong>Kostenstruktur </strong>(in Bezug auf die Gesamtkosten) und die <strong>handelbaren Werte</strong> bei einem Broker zu informieren. Die niedrigsten Kosten und das größte Produktportfolio nützen dir nichts, wenn dein Broker falsche Kurse stellt und/oder dein Geld nicht wieder auszahlt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist der Handel mit CFD riskant?</h3>



<p>CFD sind komplexe Finanzinstrumente die gehebelt gehandelt werden. Hierdurch geht der Handel mit CFD mit einem hohen Risiko einher, sodass du dein eingesetztes Kapital teilweise oder vollständig verlieren kannst. Daher solltest du dich vor dem CFD-Handel über die genaue Funktionsweise und die möglichen Risiken von CFD informieren. Im Übrigen: CFD-Broker sind dazu verpflichtet auf ihrer Website anzugeben wie viel Prozent der Kleinanleger Kapital mit CFD-Handel beim jeweiligen Broker verlieren. Die Angaben variieren je nach Broker meist zwischen 70 % und 85 %. Demnach verliert der Großteil der Kleinanleger Geld mit dem CFD-Handel.</p>
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		<title>Optionsscheine</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/optionsscheine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 21:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=367</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem wir uns bereits mit Knock Out Zertifikaten befasst haben, schauen wir uns nun einmal an, was es mit den klassischen Optionsscheinen auf sich hat. Unter anderem gehen wir darauf ein, wie diese funktionieren, was es mit den Griechen auf sich hat und wie ein Optionsscheinrechner funktioniert. Legen wir also los...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Nachdem wir uns bereits mit <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikaten</a></strong> befasst haben, schauen wir uns nun einmal an, was es mit den klassischen <strong>Optionsscheinen </strong>auf sich hat. Unter anderem gehen wir darauf ein, wie diese funktionieren, was es mit den Griechen auf sich hat und wie ein Optionsscheinrechner funktioniert. Legen wir also los&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Optionsscheine erklärt</h2>



<p>Die typische Erklärung eines Optionsscheins, dürfte dir vermutlich bekannt sein&#8230; Diese lautet in der Regel in etwas wie folgt: </p>



<p>&#8222;<strong>Durch einen Optionsschein erwirbst du das Recht einen Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen (Call Optionsschein) oder zu verkaufen (Put Optionsschein).</strong>&#8222;.</p>



<p>Diese Erklärung klingt zugegebenermaßen nach einer trockenen Floskel aus einem Lehrbuch. Schauen wir uns anhand von Beispielen also einmal an was konkret dahinter steckt. Aus Vereinfachungsgründen lassen wir an dieser Stelle den <strong>Einfluss der Optionsgriechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheine</strong>s unberücksichtigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Call Optionsschein</h3>



<p>Unterstellen wir, du gehst davon aus, dass die XYZ-Aktie aufgrund neuer innovativer Produkte in den nächsten 12 Monaten steigen wird. Die Aktie notiert derzeit bei <strong>100 USD</strong>.</p>



<p>Damit du das Recht hast, die XYZ-Aktie in Zukunft zum aktuellen Kurs des Basiswertes von 100 USD zu kaufen, erwirbst du <strong>Call Optionsscheine</strong> mit einer Laufzeit von 12 Monaten und einem <strong>Strike </strong>(auch: Ausübungspreis) von 100 USD.</p>



<p>Gehen wir davon aus, dass ein Optionsschein <strong>1 USD</strong> kostet und das <strong>Bezugsverhältnis 0,1</strong> beträgt, wie es bei Aktien (als Basiswert) in der Regel üblich ist. Aufgrund des Bezugsverhältnisses von 0,1 musst du also <strong>10 Optionsscheine</strong> erwerben, um an der Wertentwicklung von <strong>einer Aktie</strong> zu partizipieren. Demnach zahlst du dem Emittenten <strong>10 USD für 10 Optionsscheine</strong>, um an der Wertentwicklung einer XYZ-Aktie teilzuhaben. Schauen wir uns nun zwei simple Szenarien an, bei denen wir den <strong>Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheins</strong> vorerst unberücksichtigt lassen:</p>



<p><strong>Szenario 1</strong>:</p>



<p>Unterstellen wir, die XYZ-Aktie entwickelt sich wie von dir prognostiziert und steht am Ende der Laufzeit (z.B. nach 12 Monaten) bei <strong>150 USD</strong>. In dem Fall hast du einen <strong>Gewinn von 40 EUR</strong> bzw. eine <strong>Rendite von 300 </strong>% auf deinen Kapitaleinsatz erzielt.</p>



<p>Der Gewinn lässt sich wie folgt ermitteln: </p>



<p><em><strong>150 USD</strong> (Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit) &#8211; <strong>100 USD</strong> (vereinbarter Strike) &#8211; <strong>10 USD</strong> (Preis für 10 Optionsscheine)</em></p>



<p><strong>Szenario 2</strong>:</p>



<p>Da nicht alles Gold ist was glänzt, schauen wir uns einmal an was passiert, wenn sich der Basiswert anders als von dir prognostiziert entwickelt&#8230;</p>



<p>Gehen wir davon aus, dass der Basiswert am Ende der Laufzeit (z.B. 12 Monate) von 100 USD auf 90 USD gefallen ist. Der vereinbarte Strike bzw. Ausübungspreis lag wieder bei 100 USD. </p>



<p>In einem solchen Fall hättest du mit deinem <strong>Einsatz von 10 USD</strong> einen <strong>Totalverlust </strong>erlitten, da dein Optionsschein wertlos verfallen wäre. Dies ergibt sich vor dem Hintergrund der nachfolgenden Überlegung:</p>



<p><em><strong>90 USD</strong> (Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit) &#8211; <strong>100 USD</strong> (vereinbarter Strike)</em> = <strong>-10 USD</strong></p>



<p>Du hättest also einen <strong>Verlust von 10 USD</strong> bzw. <strong>100 % deines Einsatzes</strong> erzielt, da dein Optionsschein wertlos verfallen wäre.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Put Optionsschein</h3>



<p>Durch den Kauf eines <strong>Put Optionsscheins</strong> hast du das Recht, einen Basiswert zu einem vorab festgelegten Preis in der Zukunft zu <strong>verkaufen</strong>. Schauen wir uns auch dies einmal anhand eines konkreten Beispiels an, um da ganze etwas praxistauglich zu erläutern. Aus Vereinfachungsgründen lassen wir auch an dieser Stelle den Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheins vorerst unberücksichtigt&#8230;</p>



<p>Die XYZ-Aktie steht derzeit bei 100 USD. Aufgrund schlechter Quartalszahlen und einem schlechten Ausblick gehst du davon aus, dass der Kurs der Aktie innerhalb der nächsten 12 Monate fallen wird. Du kaufst also einen Put-Optionsschein mit einer Laufzeit von 12 Monaten und einem Strike von 100 USD.</p>



<p><strong>Szenario 1</strong>:</p>



<p>Die XYZ-Aktie fällt wie von dir prognostiziert innerhalb der nächsten 12 Monate von 100 USD auf 50 USD. Da du durch den Put-Optionsschein mit einem Ausübungspreis von 100 USD das Recht erworben hast die XYZ-Aktie zu 100 USD zu verkaufen, obwohl die Aktie zwischenzeitlich nur noch bei 50 USD steht, hast du einen<strong> Gewinn von 40 USD</strong> bzw. eine <strong>Rendite von 300 %</strong> auf deinen Einsatz erzielt. Der Gewinn lässt sich wie folgt berechnen:</p>



<p><em><strong>100 USD</strong> (vereinbarter Strike) &#8211; <em><strong>50 USD</strong> (Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit) &#8211; </em><strong>10 USD</strong> (Preis für 10 Optionsscheine)</em></p>



<p><strong>Szenario 2</strong>:</p>



<p>Unterstellen wir, die schlechten Quartalszahlen und der schlechte Ausblick wurde von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen, da diese mit schlechteren Quartalszahlen und einem schlechteren Ausblick gerechnet haben. In der Folge steigt also der Kurs der XYZ-Aktie innerhalb der nächsten 12 Monate von 100 USD auf 150 USD&#8230;</p>



<p>Am Ende der Laufzeit liegt der Kurs des Basiswertes also über dem vereinbarten Ausübungspreis. In der Folge verfällt dein Put Optionsschein also wertlos, sodass du in Bezug auf deinen Einsatz (10 USD) einen <strong>Totalverlust </strong>erleidest.</p>



<p>Wie du gesehen hast, entspricht die Funktionsweise von Optionsscheinen also der von klassischen <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivaten</a></strong>. Jetzt kommt das große <strong>ABER</strong>&#8230;</p>



<p>Die oben genannten Beispiele wurden aus Vereinfachungsgründen, damit du die Funktionsweise von Optionsscheinen nachvollziehen kannst, vorerst <strong>ohne den Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheins</strong> erläutert. Schauen wir uns also einmal an, was es mit dem Einfluss der Griechen auf den Wert von Optionsscheinen auf sich hat:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Einfluss der Griechen auf Optionsscheine</h2>



<p>Du fragst dich nun sicherlich, was konkret mit &#8222;den Griechen&#8220; in Bezug auf Optionsscheine gemeint ist und was diese hierbei für eine Rolle spielen. Die Antwort ist relativ einfach: Bei den Griechen handelt es sich um <strong>(Sensitivitäts)Kennzahlen</strong>, die den Wert des Optionsscheins maßgeblich beeinflussen. Schauen wir uns die Griechen und deren Einfluss auf Optionsscheine einmal genauer an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Omega</h3>



<p>Beim <strong>Omega </strong>des Optionsscheins handelt es sich um den <strong>realen Hebel</strong> des Optionsscheins. Insofern solltest du dich, sofern du dir mit Hilfe eines <strong>Optionsscheinfinders </strong>einen passenden Optionsschein für deine Handelsidee aussucht, nicht zu sehr auf den häufig angegebenen <strong>einfachen Hebel</strong> fokussieren sondern das Omega im Blick haben.</p>



<p>Hierbei solltest du wissen, dass es sich beim Omega um eine <strong>variable</strong> Kennzahl handelt, welche sich im Zeitverlauf, verändert. <strong>Einfluss auf das Omega</strong> haben insbesondere die <strong>Restlaufzeit</strong> des Optionsscheins, der <strong>Abstand</strong> zum Strike, die <strong>Volatilität</strong> des Basiswertes und des Gesamtmarktes sowie die Entwicklung des <strong>Zinsen</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Delta</h3>



<p>Das <strong>Delta </strong>gibt an, um wieviel sich der Kurs deines Optionsscheines verändert, wenn sich der zugrundeliegende Basiswert um eine Geldeinheit verändert. Das Delta gibt also die <strong>Sensitivität der Veränderung</strong> zwischen Basiswert und Optionsschein an! Klingt kompliziert, ist es aber nicht:</p>



<p>Angenommen das Delta deines Optionsscheines hat einen Wert von 0,5 und dein Basiswert verändert sich um 1 EUR, dann verändert sich der Wert deines Optionsscheines um 0,5 EUR. Insofern relativ simple nachzuvollziehen&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gamma</h3>



<p>Das <strong>Gamma </strong>gibt an, wie sich das Delta verändert, wenn sich der Kurs des Basiswertes um eine Einheit verändert. Demnach drückt das Gamma aus, wie das Delta zustande kommt&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Theta</h3>



<p>Das <strong>Theta </strong>gibt den Zeitwertverlust des Optionsscheins an. Konkret bedeutet dies, um wieviel Euro verliert dein Optionsschein an Wert, wenn die Restlaufzeit deines Optionsscheins um einen Tag abgenommen hat (unter sonst gleichbleibenden Bedingungen). </p>



<p>Wird das Theta einer Call-Option z.B. mit -0,03 angegeben, dann bedeutet dies, dass dein Optionsschein mit jedem abgelaufenen Tag (derzeit) um 3 Cent an Wert verliert. Zu beachten ist hierbei, dass das Theta keine statische sondern eine <strong>variable</strong> Zahl ist. Mit sinkender Restlaufzeit nimmt das Theta zu, sodass das Theta zum Ende der Laufzeit hin stark ansteigt. Dies ergibt sich vor dem Hintergrund, dass mit jedem abgelaufenen Tag bzw. mit abnehmender Restlaufzeit die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sich der Basiswert für dich positiv entwickelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vega</h3>



<p>Das <strong>Vega </strong>gibt an, wie sich der Wert des Optionsscheins entwickelt, wenn sich die Volatilität um ein Prozent erhöht oder verringert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rho</h3>



<p>Das <strong>Rho </strong>gibt an, um wie viel sie der Kurs des Optionsscheines ändert, wenn der risikolose Zinssatz um 100 Basispunkte steigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Kennzahlen von Optionsscheinen</h2>



<p>Nachdem wir uns mit dem Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung von Optionsscheinen befasst haben, schauen wir uns noch die weiteren relevanten Kennzahlen für den Handel mit Optionsscheinen an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Basispreis</h3>



<p>Wie du bereits weißt, erwirbst du durch einen Optionsschein das Recht, einen gewissen Basiswert (z.B. eine bestimmte Aktie, einen bestimmten Rohstoff oder einen bestimmten Index) <strong>zu einem vorher festgelegten Preis</strong> zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen (Call Optionsschein) oder zu verkaufen (Put Optionsschein). </p>



<p>Bei dem hier besagten &#8222;vorher festgelegte Preis&#8220; handelt es sich um den <strong>Basispreis</strong>. Du erwirbst demnach das Recht, den Basiswert (z.B. eine Aktie) zum vereinbarten Basispreis in der Zukunft zu kaufen bzw. zu verkaufen.</p>



<p>Machen wir zur Verdeutlichung ein kurzes Beispiel: Die XYZ-Aktie wird derzeit zu 100 EUR an der Börse gehandelt. Du gehst davon aus, dass die Aktie in Zukunft steigen wird. Entsprechend möchtest du einen Call Optionsschein auf die XYZ-Aktie kaufen mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten kaufen. Als Basispreis wählst du den aktuellen Marktpreis der XYZ-Aktie. Da der <strong>Basispreis </strong>dem aktuellen Marktpreis entspricht, ist der <strong>Optionsschein am Geld</strong>. </p>



<p><strong>Dies würde bedeuten</strong>: Notiert der Basiswert am Ende der Laufzeit unterhalb des Basispreises, also unter 100 EUR, würde der Optionsschein wertlos verfallen. Sofern der Basiswert oberhalb des vereinbarten Basispreises von 100 EUR notiert ergibt sich dein Gewinn wie folgt:</p>



<p><em><strong>(Kurs am Ende der Laufzeit &#8211; Basispreis) x Bezugsverhältnis</strong></em></p>



<p>Würdest du z.B. einen Basispreis von 110 EUR wählen (also über dem aktuellen Marktpreis), dann wäre der <strong>Optionsschein aus dem Geld</strong>. Der Basiswert müsste also noch auf mindestens 110 EUR bzw. um 10 % steigen, damit du überhaupt erst in die Gewinnzone kommst.</p>



<p>Sofern du einen Basispreis von 90 EUR (also unter dem aktuellen Marktpreis) wählen würdest, wäre der <strong>Optionsschein im Geld</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufgeld</h3>



<p>Beim Aufgeld handelt es sich um eine Kennzahl, die du dafür nutzen kannst um deine Chancen und Risiken zu beurteilen, da das <strong>Aufgeld prinzipiell deine Gewinnchancen angibt</strong>.</p>



<p>Demnach beeinflusst das Aufgeld den Wert des Optionsscheines nicht, sondern drückt lediglich aus, <strong>um wie viel Prozent der Basiswert bis zum Ende der Laufzeit steigen muss</strong>, damit du mit deinem Optionsschein die <strong>Gewinnschwelle </strong>erreichst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Implizite Volatilität</h3>



<p>Bei der Impliziten Volatilität handelt es sich um eine Kennzahl, welche die <strong>erwartete Schwankungsbreite des Basiswertes</strong> ausdrückt. Wird eine starke Schwankung eines Basiswertes erwartet, ist die<strong> implizite Volatilität hoch</strong>. Wird hingegen erwartet, dass ein Basiswert wenig schwanken wird, ist die <strong>implizite Volatilität niedrig</strong>.</p>



<p>Die <strong>implizite Volatilität</strong> kann insofern als <strong>Risikomaß </strong>genutzt werden, da eine <strong>hohe Schwankung</strong> gleichbedeutend mit einem <strong>hohen Risiko</strong> ist.</p>



<p>Zum <strong>Einfluss der impliziten Volatilität auf Optionsscheine</strong> muss dir zwingend bekannt sein, dass eine <strong>hohe implizite Volatilität zu einem steigenden Wert des Optionsscheins</strong> führt. Eine<strong> niedrige implizite Volatilität führt hingegen zu einem sinkenden Wert des Optionsscheins</strong>.</p>



<p>Um die Bedeutung der impliziten Volatilität auf den Wert des Optionsscheines zu verdeutlichen, sollte dir nachfolgendes klar sein:</p>



<p><strong>Ein reiner Anstieg der impliziten Volatilität kann den Wert des Optionsscheins beeinflussen, auch wenn sich der Kurs des Basiswertes nicht verändert und alle anderen Kennzahlen unverändert bleiben! Die implizite Volatilität hat also einen Maßgeblichen Einfluss auf den Wert deines Optionsscheins! </strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Spread</h3>



<p>Beim <strong>Spread </strong>handelt es sich um die Differenz zwischen dem <strong>Geld Kurs</strong> und dem <strong>Brief Kurs</strong>. Beim Brief Kurs handelt es sich um den Kurs den du bezahlen musst, wenn du einen Optionsschein kaufen möchtest. Beim Geld Kurs handelt es sich hingegen um den Kurs zu dem du deinen Optionsschein verkaufen kannst. Insofern solltest du grundsätzlich auf niedrige Spreads achten, da dann die Differenz zwischen dem Geld Kurs und Brief Kurs bzw. dem Kaufpreis und Verkaufspreis nicht zu hoch ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wertermittlung von Optionsscheinen</h2>



<p>Nachdem du nun erfahren hast, wie ein <strong>Call Optionsschein</strong> und ein <strong>Put Optionsschein</strong> funktioniert und welchen <strong>Einfluss die Griechen auf den Wert eines Optionsscheines</strong> haben, schauen wir uns als nächstes einmal an, wie sich der <strong>Wert eines Optionsscheines</strong> zusammensetzt.</p>



<p>Der <strong>Gesamtwert</strong> eines Optionsschein besteht aus dem sogenannten <strong>inneren Wert</strong> zzgl. des <strong>Zeitwertes</strong>. Schauen wir uns also einmal an, wie der innere Wert eines Optionsscheins und der Zeitwert entsteht:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der innere Wert eines Optionsscheins</h3>



<p>Der <strong>innere Wert eines Optionsscheins</strong> lässt sich relativ simple ermitteln, da dies ausschließlich aus der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und dem Strike besteht. Schauen wir uns dies einmal anhand eines Beispiels an:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="458" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-1024x458.png" alt="Innerer Wert von Optionsscheinen" class="wp-image-420" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-1024x458.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-300x134.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-768x343.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Zur Veranschaulichung gehen wir einmal davon aus, dass du &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; am 25.11.2024 (vertikale Linie) einen <strong>Call Optionsschein</strong> auf Tesla (Kürzel: TSLA) gekauft hättest. Als Strike hättest du 340 USD, also einen <strong>Strike am Geld</strong>, gewählt. Die Restlaufzeit beträgt z.B. <strong>12 Monate</strong>.</p>



<p>Ca. 7 Wochen später steht der aktuelle Kurs der Tesla-Aktie bei 426.50 USD. Welchen inneren Wert hat dann dein Call Optionsschein? Die Lösung ist relativ simple: </p>



<p><em><strong>426.50 USD</strong> (aktueller Basispreis) <strong>&#8211; 340.00 USD</strong> (vereinbarter Strike) = <strong>86,50 USD</strong></em></p>



<p>Hierbei musst du allerdings noch eine Sache beachten&#8230; Nämlich das <strong>Bezugsverhältnis</strong>! Wie oben erwähnt, gibt das Bezugsverhältnis nämlich an, wie viele Optionsscheine du besitzen musst, um an der Wertentwicklung von <strong>einer Aktie</strong> zu partizipieren!</p>



<p>Da sich die <strong>86,50 USD</strong> auf eine Aktie beziehen, musst du den Wert noch <strong>mit dem Bezugsverhältnis multiplizieren</strong>! Also: 86,50 USD x 0,1 (Bezugsverhältnis) = 8,65 USD. Ein einzelner Optionsschein hätte demnach einen<strong> inneren Wert von 8,65 USD</strong>.</p>



<p>Schauen wir uns nun auch noch an, wie sich der innere Wert ermitteln lässt, wenn sich der Kurs des Basiswertes nicht wie von dir prognostiziert entwickelt:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-1024x424.png" alt="Call Optionsschein innerer Wert" class="wp-image-425" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Unterstellen wir, du wärst davon ausgegangen, dass Moderna (Kürzel: MRNA) ein vielversprechendes Unternehmen darstellt. Entsprechend hättest du am 04.06.2024 einen <strong>Call Optionsschein</strong> auf Moderna mit <strong>Strike 145.00 USD</strong> und einer <strong>Laufzeit von 12 Monaten</strong> gekauft. Der Kurs hat sich anschließend wie folgt entwickelt:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-1024x424.png" alt="Innerer Wert von Optionsscheinen" class="wp-image-427" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wie sich im Nachhinein herausstellt, war deine Einschätzung leider falsch und der Kurs der Moderna-Aktie ist in den nächsten 6 Monaten von 145.00 USD auf 33.76 USD gefallen. Wie ist also der innerer Wert deines Call Optionsscheins auf Moderna? Ganz einfach:</p>



<p><em><strong>33.76 USD</strong> (aktueller Basispreis) &#8211; <strong>145.00 USD</strong> (Strike) = <strong>00.00 USD</strong></em></p>



<p>Richtig wäre natürlich ein Wert von -111.24 USD, allerdings kann der innere Wert eines Optionsscheins nicht negativ werden. Entweder dein Optionsschein hat einen (positiven) inneren Wert oder er hat keinen inneren Wert und ist dann 0.</p>



<p>Da dir nun bekannt ist, wie sich der innere Wert eines Optionsscheins ermitteln lässt, schauen wir uns als nächstes noch den Zeitwert an, damit du dann den Gesamtwert deines Optionsscheins ermitteln kannst:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Zeitwert von Optionsscheinen</h3>



<p>Der Zeitwert eines Optionsscheins preist den Wert des Optionsscheins ein, der sich aus der Restlaufzeit ergibt. Bei einer kurzen Restlaufzeit, hat ein Optionsschein nahezu keinen Zeitwert mehr (da sich der Basispreis so gut wie nicht mehr zu deinem Vorteil entwickeln kann), daher ist der <strong>Zeitwert eines Optionsscheins am Ende der Restlaufzeit immer 0</strong>. Optionsscheine mit einer noch langen Restlaufzeit haben hingegen noch einen Zeitwert, da noch genügen Zeit vorhanden ist, damit sich der Kurs des Basiswertes wie von dir prognostiziert (und damit zu deinen Gunsten) entwickeln kann.</p>



<p>Schauen wir uns auch hierzu mal ein konkretes Beispiel an:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-1024x424.png" alt="Zeitwert Call Optionsschein" class="wp-image-433" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Gehen wir davon aus, du würdest Tesla (Kürzel: TSLA) für ein vielversprechendes Unternehmen halten, da du davon ausgehst, dass sich Elektrofahrzeuge langfristig durchsetzen werden. Den Kursrücksetzer der letzten vier Wochen (von 480.00 USD auf 413.82 USD) möchtest du nun dazu nutzen, um günstig in Long-Richtung in Tesla einzusteigen&#8230;</p>



<p>Hierfür kaufst du dir nun Call Optionsscheine auf Tesla mit einer <strong>Restlaufzeit von 18 Monaten</strong> und einem <strong>Strike von 415.00 USD</strong>. Der Call Optionsschein befindet sich also am Geld, da der Strike am aktuellen Basiskurs von 413.82 USD notiert. Insofern hat der Call Optionsschein also nahezu keinen bzw. nur einen geringen inneren Wert.</p>



<p>Würde sich der Wert des Optionsscheins nun ausschließlich aus dem inneren Wert ergeben, könntest du einen Call Optionsschein auf Tesla, der am Geld notiert, für fast umsonst bekommen: 415 USD &#8211; 413.82 USD = 1.18 USD x 0,10 Bezugsverhältnis = <strong>0.12 USD</strong>.</p>



<p>Allerdings kostet ein entsprechender Call Optionsschein derzeit nicht 0.12 USD sondern <strong>13,09 EUR</strong>!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="344" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-1024x344.png" alt="Optionsscheinfinder" class="wp-image-434" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-1024x344.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-300x101.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-768x258.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-1536x515.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder.png 1571w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Optionsscheine" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wenn der Call Optionsschein am Geld also nahezu keinen inneren Wert hat (außer die 0.12 USD), woher stammt dann der Preis für die Optionsschein von 13,09 EUR? Du wirst es bereits erahnen&#8230; Hierbei handelt es sich um den<strong> Zeitwert des Optionsscheins!</strong></p>



<p>Der Call Optionsschein hat also einen Zeitwert, der sich ausschließlich aufgrund der langen Restlaufzeit von 18 Monaten ergibt. Der Grund hierfür ist, dass du mit dem Kauf dieses Optionsscheins ausreichend Zeit hättest, dass sich der Basiswert zu deinen Gunsten entwickeln könnte. Für dieses Recht bzw. diese Möglichkeit musst du dem Emittenten des Optionsscheins den Zeitwert von 13,09 EUR je Optionsschein bezahlen.</p>



<p>Je mehr Zeit vergeht, desto mehr nimmt der Zeitwert ab und desto günstiger wird der Optionsschein (sofern sich die anderen Parameter wie die implizite Volatilität, der innere Wert etc. nicht verändern.). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vorteile und Nachteile von Optionsscheinen</h2>



<p>Nachdem du nun weißt wie Optionsscheine funktionieren schauen wir uns auch einmal die Vor- und Nachteile von Optionsscheinen an&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Optionsscheinen</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Optionsscheine bieten dir durch die <strong>Hebelwirkung </strong>die Möglichkeit bereits mit einem<strong> kleinen Kapitaleinsatz</strong> an der Wertentwicklung eines Basiswertes (überproportional) zu partizipieren. Hierdurch benötigst du also weniger Kapital, als wenn du den Basiswert direkt kaufst.</li>



<li>Durch Optionsscheine hast du die Möglichkeit eine <strong>Vielzahl von Basiswerten</strong> (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Kryptowährungen) zu handeln.</li>



<li>Ein weiterer Vorteil von Optionsscheinen ist, dass es <strong>keine Nachschusspflicht</strong> gibt. Du kannst also einen Teil deines Kapitals in einen Optionsschein investieren, ohne Angst zu haben, dass es zu einer Nachschusspflicht kommt. Im schlimmsten Fall ist dein Optionsschein am Ende der Laufzeit wertlos. Aber das Risiko mehr zu verlieren als du investiert hast besteht bei Optionsscheinen nicht!</li>



<li>Kommen wir nun zum wesentlichen Vorteil eines Optionsscheines gegenüber einem <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikat</a></strong>: Optionsscheine haben <strong>keine Knock Out Schwelle</strong> und können daher während der Laufzeit auch problemlos unterhalb des vereinbarten Basispreises liegen ohne wertlos zu verfallen. Maßgeblich ist lediglich, ob der Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit oberhalb (Call Optionsschein) oder unterhalb (Put Optionsschein) des vereinbarten Strike liegt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Optionsscheinen</h3>



<p>Wo es Vorteile gibt, gibt es auch Nachteile. Schauen wir uns also mal die Nachteile von Optionsscheinen an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sofern sich der Basiswert nicht wie von dir entwickelt, riskierst du einen <strong>Totalverlust </strong>des von dir investierten Kapitals.</li>



<li>Optionen gehen mit einer <strong>beschränkten Laufzeit</strong> einher. Sofern du also langfristig in einen Wert investiert sein möchtest, solltest du dir also ggf. den Basiswert direkt kaufen. Sofern du aber mit einer Hebelwirkung an der Wertentwicklung des Basiswertes partizipieren möchtest, können <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikate</a></strong> ggf. eine Alternative darstellen, da diese auch ohne Laufzeitbegrenzung gehandelt werden können.</li>



<li>Optionsscheine sind äußerst <strong>spekulativ </strong>und eignen sich daher nicht für alle Investitionsvorhaben wie z.B. einer konservativen Altersvorsorge.</li>



<li>Durch Optionsscheine wirst du im Gegensatz zum Kauf von Aktien <strong>nicht Miteigentümer des Unternehmens</strong> und hast daher auch keine Eigentümerrechte (z.B. Stimmrechte auf der Hauptversammlung, Anspruch auf Dividendenzahlung).</li>



<li>Sofern du dir über die o. g. Nachteile bewusst bist und du dennoch spekulativ investieren möchtest, dürfte der größte Nachteil von Optionsscheinen die <strong>Intransparenz der Preisentwicklung</strong> sein, da diese nicht 1 zu 1 von der Wertentwicklung des Basiswertes abhängig sind sondern von einer Vielzahl an Einflussfaktoren abhängen (Restlaufzeit, Volatilität etc.).</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Optionsscheinfinder</h2>



<p>Nachdem du nun weißt was Optionsscheine sind, wie diese funktionieren und welchen Einfluss die Griechen auf den Wert deines Optionsscheines haben, stellst du dir vermutlich die Frage, wie du denn einen passenden Optionsschein findest. Die Antwort ist einfach: Mit einem <strong>Optionsscheinfinder</strong>&#8230;</p>



<p>Einer der bekanntesten Optionsscheinfinder dürfte der <strong><a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionsscheinfinder von comdirect</a></strong> (<em>keine bezahlte Werbung</em>) sein. Entsprechend nutzen wir diesen zur Veranschaulichung.</p>



<p>Gehen wir davon aus, du hast eine Handelsidee entwickelt und möchtest diese nun mit Optionsscheinen umsetzen. Unterstellen wir, du gehst aus irgendwelchen Gründen davon aus, dass Paypal in den nächsten Monaten steigen wird und suchst nun einen passenden <strong>Call Optionsschein</strong>, mit dem du deine Handelsidee umsetzen kannst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="474" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-1024x474.png" alt="Optionsscheinfinder" class="wp-image-464" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-1024x474.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-300x139.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-768x355.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-1536x711.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal.png 1835w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Am 24.01.2025 hat Paypal bei 88.77 USD geschlossen. Die Info ist notwendig, damit du dich für den richtigen Strike entscheiden kannst. </p>



<p>Wenn du eine Handelsidee für einen bestimmten Basiswert hast und den aktuellen Kurs dieses Basiswertes kennst, kannst du den <strong>Optionsscheinfinder von comdirect</strong> (<em>keine bezahlte Werbung</em>) ganz einfach nutzen, um dir einen passenden Optionsschein zu finden:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="672" height="782" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect.png" alt="Optionsscheinfinder comdirect" class="wp-image-465" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect.png 672w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-258x300.png 258w" sizes="(max-width: 672px) 100vw, 672px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Das Ausfüllen der Eingabemaske ist relativ selbsterklärend:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Da du von steigenden Kursen ausgehst, schränkst du die Vorauswahl auf &#8222;Call&#8220; ein;</li>



<li>Als Basiswert gibst du Paypal an;</li>



<li>Da ein <strong>Optionsschein am Geld</strong> gekauft werden soll, wird der Basispreis auf 88 USD bis 90 USD eingeschränkt;</li>



<li>Als Restlaufzeit wählen wir 1 Jahr bis endlos.</li>
</ul>



<p>Aus den ursprünglichen ca. 5.000 verschiedenen Call Optionsscheinen auf Paypal bleiben nunmehr nur noch 76 Stück übrig:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="500" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-1024x500.png" alt="Optionsscheinfinder comdirect" class="wp-image-466" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-1024x500.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-300x147.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-768x375.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-1536x751.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis.png 1821w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Die nunmehr 76 verschiedenen Optionsscheine kannst du nun weiter nach dem Basispreis, der Fälligkeit, den Emittenten, der Impliziten Volatilität, dem Omega und/oder dem Spread filtern. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="500" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-1024x500.png" alt="Optionsscheinfinder comdirect" class="wp-image-467" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-1024x500.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-300x147.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-768x375.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-1536x751.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final.png 1821w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Gehen wir zur Veranschaulichung davon aus, dass du nun nach Belieben die Eingabemaske zum Filtern der Kriterien genutzt hast und einen Optionsschein gefunden hast, der deine Erwartungen erfüllt. Beispielhaft sei hier der rot umrahmte Optionsschein genannt, da der dieser am meisten zusagt, da er z.B. relativ nah am aktuellen Basispreis liegt, die Restlaufzeit sowie der Hebel deinen Wünschen entspricht und der Spread deiner Ansicht nach auch hinnehmbar ist.</p>



<p>Dann kannst du nun die angegebene <strong>ISIN </strong>(DE000SY7BD20) oder <strong>WKN </strong>(SY7BD2) nutzen, um diesen (oder einen anderen) Optionsschein beim <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>deiner Wahl zu kaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Optionsscheinrechner</h2>



<p>Ein <strong>Optionsscheinrechner</strong> bietet dir die Möglichkeit die Preisentwicklung deines Optionsscheines vor dem Kauf zu <strong>simulieren</strong>. Insofern sollten nicht nur (aber insbesondere auch) Anfänger einen Optionsscheinrechner nutzen, um die Wirkung einzelner Parameter auf den Wert des Optionsscheines zu simulieren. Einer der bekanntesten Optionsscheinrechner dürfte der <strong><a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionsscheinrechner von onvista</a></strong> (<em>keine bezahlte Werbung</em>) sein. Daher schauen wir uns diesen einmal genauer an&#8230;</p>



<p>Gehen wir davon aus, du möchtest die oben genannte Handelsidee (Paypal) mit dem ausgewählten Optionsschein simulieren:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="530" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-1024x530.png" alt="Optionsscheinrechner onvista" class="wp-image-470" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-1024x530.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-300x155.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-768x398.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske.png 1251w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Zunächst gibst du in die Eingabemaske die WKN oder die ISIN deines ausgewählten Optionsscheins an. In unserem beispielhaften Optionsschein also die SY7BD2.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="599" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-1024x599.png" alt="Optionsscheinrechner" class="wp-image-471" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-1024x599.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-300x175.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-768x449.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista.png 1306w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Nachdem du die WKN oder ISIN zu deinem Optionsschein angegeben hast, wird dir die oben angegebene Maske angezeigt, in der du bis zu<strong> 5 Szenarien simulieren</strong> kannst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="624" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-1024x624.png" alt="Optionsscheinrechner onvista" class="wp-image-475" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-1024x624.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-300x183.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-768x468.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet.png 1306w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Um einmal den Einfluss der Volatilität auf den Wert des Optionsscheins zu verdeutlichen, haben wir einmal zwei Szenarien dargestellt. Die Werte von <strong>Szenario 1</strong> entsprechen den aktuellen Bedingungen. Im Gegensatz dazu wurde in <strong>Szenario 2</strong> die Volatilität von 37,96 % auf 85,00 % erhöht. Sämtliche andere Werte entsprechen denen von Szenario 1 bzw. den aktuellen Bedingungen. Wie du sehen kannst führt eine Erhöhung der Volatilität von 37,96 % auf 85,00 % dazu, dass der <strong>Wert des Call Optionsscheins auf 102,84 % steigt</strong>!</p>



<p>Hilfreich ist der Optionsscheinrechner auch, um einmal mit dem Basispreis zu experimentieren bzw. herauszufinden wie sich Optionsscheine verhalten wenn der <strong>Basispreis im Geld, am Geld oder aus dem Geld</strong> liegen. Insofern solltest du die Möglichkeit eines Optionsscheinrechners nutzen, um dich mit Optionsscheinen bzw. deren Wertentwicklung vertraut zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es bei Optionsscheinen eine Nachschusspflicht?</h3>



<p><strong>Nein, bei Optionsscheinen gibt es keine Nachschusspflicht</strong>. Dein maximaler Verlust ist damit auf deinen Kapitaleinsatz begrenzt, den du aufgewendet hast um den Optionsschein zu kaufen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kann man Optionsscheine jederzeit verkaufen?</h3>



<p><strong>Ja, Optionsscheine können während der Laufzeit jederzeit verkauft werden</strong> und müssen damit nicht bis zum Ende der Laufzeit gehalten werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Haben Optionsscheine eine Knock Out Schwelle?</h3>



<p><strong>Nein, im Gegensatz zu <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikaten</a> verfügen Optionsscheine über keine Knock Out Schwelle</strong>. Dies ist der wesentliche Vorteil von Optionsscheinen gegenüber K.O.-Zertifikaten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tradingstile</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/tradingstile/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2025 11:17:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=292</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bevor wir uns verschiedene Tradingstrategien anschauen, gehen wir zunächst einmal auf die einzelnen Tradingstile ein. Welche Tradingstile es gibt und was einen Tradingstil von einer Tradingstrategie unterscheidet, erfährst du im nachfolgenden Beitrag.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Bevor wir uns verschiedene <strong>Tradingstrategien </strong>anschauen, gehen wir zunächst einmal auf die einzelnen <strong>Tradingstile </strong>ein. Welche Tradingstile es gibt und was einen Tradingstil von einer Tradingstrategie unterscheidet, erfährst du im nachfolgenden Beitrag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tradingstil vs. Tradingstrategie</h2>



<p>Gerade Tradinganfänger kennen häufig nicht den <strong>Unterschied zwischen einem Tradingstil und einer Tradingstrategie</strong>, was fatal sein kann, da die Tradingstrategie zum Tradingstil passen muss. Passt die Tradingstrategie nicht mit dem Tradingstil überein, kann dies auf Dauer zum <strong>Totalverlust </strong>des Handelskontos führen.</p>



<p>Ein <strong>Tradingstil </strong>beschreibt die Art des Handelns, also ob du <strong>Scalping</strong>, <strong>Daytrading</strong>, <strong>Swingtrading </strong>oder <strong>Positionstrading</strong> betreibst&#8230; Im Ergebnis geht es also darum wie lange du deine Position im Markt hältst bzw. bei Positionseröffnung beabsichtigst zu halten. </p>



<p>Eine <strong>Tradingstrategie </strong>umfasst hingegen ein konkretes Setup. Also: Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit du einen Trade eröffnest bzw. schließt. Grundlage hierfür können z.B. Indikatoren (<a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/">Moving Average</a>, <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/macd-moving-average-convergence-divergence/">MACD </a>oder RSI), die <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/markttechnik/">Markttechnik</a>, <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/newstrading/">Newstrading</a>, Volumentrading oder <a href="https://derivatehandel.net/cot/cot-daten/">CoT-Daten</a> sein. Aber auch wo dein Stop Loss platziert wird, wie viel Prozent vom Kapital pro Trade riskiert wird, wann eine Gewinnmitnahme erfolgt, welche Märkte mit welchen Finanzinstrumenten gehandelt werden sind Teil der Tradingstrategie.</p>



<p>Bevor du mit dem Trading beginnst, solltest du dir also zwingend Gedanken über deinen Tradingstil <strong>und </strong>über deine Tradingstrategie gemacht haben. Solltest du ohne diesen <strong>Tradingplan </strong>(Tradingstil + Tradingstrategie) handeln und frei aus dem Bauch heraus entscheiden was, wann und wie du handelst, ist ein <strong>Totalverlust deines Kontos auf absehbare Zeit garantiert!</strong> Selbst wenn du auf diese (planlose) Weise mal einen Gewinn erzielen solltest, fehlt es an einer <strong>Duplizierbarkeit </strong>dieses Trades, da dieser von der Positionseröffnung bis hin zur Positionsschließung mehr oder weniger willkürlich erfolgte.</p>



<p>Schauen wir uns also einmal an, was es für <strong>Tradingstile </strong>gibt und was diese ausmacht:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Scalping</h2>



<p>Beim <strong>Scalping </strong>beabsichtigt der Trader nur <strong>wenige Sekunden bis maximal ein paar Minuten</strong> im Markt zu sein, um sich nur wenige Punkte aus dem Markt &#8222;herauszuschneiden&#8220;. Der Grundgedanke hierbei ist, dass im Laufe des Handelstages durch eine <strong>hohe Anzahl an Trades</strong> viele <strong>kleine Gewinne</strong> mitgenommen werden sollen, um am Ende des Handelstages (möglichst) einen ansehnlichen Gewinn erwirtschaftet zu haben.</p>



<p>Durch die geringe Zeit im Markt wird das Kapital nur für wenige Augenblicke einem Risiko ausgesetzt, wodurch das Risiko, dass unvorhergesehene Ereignisse das Kapital gefährden, reduziert werden soll. Auch gehen Scalper davon aus, dass kurzfristige Kursbewegungen einfacher vorherzusagen sind als ein langfristiger Trend.</p>



<p>Scalper arbeiten häufig mit <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivaten </a></strong>wie <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/">CFD</a></strong>, um von einer Hebelwirkung zu profitieren und Positionen schnell öffnen und wieder schließen zu können. Als Tradingstrategie werden häufig <strong>Indikatoren </strong>genutzt, aber auch das <strong>Newstrading </strong>ist als Tradingstrategie für das Scalping geeignet (insbesondere bei vorher bekannten News-Events wie z.B. einer EZB-Zinsentscheidung). Nachfolgend ein Beispiel für <strong>Scalptrading im DAX </strong>mit simplen Indikatoren (<strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/">Exponentiell Moving Average</a></strong>) in einem 1-Minuten-Chart. Die Pfeile hätten mögliche Einstiegspunkte für Scalptrades darstellen können:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="531" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/DAX-Scalping-1024x531.png" alt="Scalptrading" class="wp-image-302" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/DAX-Scalping-1024x531.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/DAX-Scalping-300x156.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/DAX-Scalping-768x398.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/DAX-Scalping-1536x796.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/DAX-Scalping.png 1780w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot, Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Scalping</h3>



<p>Die Vorteile von Scalping sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Kapital wird dem Markt und damit dem Risiko nur kurz ausgesetzt;</li>



<li>Es besteht kein Übernachtrisiko;</li>



<li>Es fallen für Derivate keine Übernachtgebühren an;</li>



<li>Es bedarf keiner umfassenden Marktanalyse (wenige Indikatoren können ausreichend sein);</li>



<li>Scalping lässt sich in verschiedenen Märkten umsetzen (Forex, Indizes etc.).</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Scalping</h3>



<p>Scalping geht mit den nachfolgenden Nachteilen einher:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Durch die hohe Anzahl an Trades fallen hohe Handelskosten an. Entsprechend ist ein geeigneter <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker</a></strong>, mit einer angemessenen Kostenstruktur, unabdingbar;</li>



<li>Der notwendige Zeitaufwand für Scalping ist äußerst hoch, sodass Scalping für Personen mit einem Hauptberuf in der Regel ungeeignet ist;</li>



<li>Durch die genutzten Hebelprodukte und vergleichsweise hohen Positionsgrößen können schnell hohe Verluste entstehen, sofern kein Stop-Loss bzw. angemessenes Risikomanagement genutzt wird;</li>



<li>Scalping erfordert ein erhöhtes Maß an Disziplin;</li>



<li>Scalping kann aufgrund der Vielzahl an Entscheidungen die in kurzen Zeiträumen getroffen werden müssen äußerst belastend sein.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Daytrading</h2>



<p>Beim <strong>Daytrading </strong>beabsichtigt der Trader eine Position<strong> innerhalb eines Handelstages</strong> zu eröffnen und wieder zu schließen, um einen Gewinn zu erwirtschaften. Die Haltedauer kann <strong>mehrere Stunden</strong> betragen und ist damit deutlich länger als beim Scalping.</p>



<p>Als mögliche Märkte kommen neben dem regulären Aktienmarkt auch Indizes oder Forex in Betracht. Als Finanzinstrumente können neben Hebelprodukte wie <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/">CFD</a></strong>, <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/">K.O.-Zertifikate</a></strong> und <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/optionsscheine/">Optionsscheine </a></strong>auch reguläre <strong>Aktien </strong>genutzt werden.</p>



<p>Durch das Daytrading beabsichtigt der Trader häufig vom <strong>Momentum </strong>in einem bestimmten Wert zu profitieren (z.B. aufgrund von marktbeeinflussenden Nachrichten) ohne dabei ein Übernachtrisiko einzugehen und keine Übernachtgebühren tragen zu müssen.</p>



<p>Als Tradingstrategien für das Daytrading bieten sich neben <strong>Indikatoren </strong>auch die <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/markttechnik/">Markttechnik </a></strong>und das <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/newstrading/">Newstrading </a></strong>an. Zur beispielhaften Verdeutlichung nachfolgend ein möglicher Daytrade in NVIDIA (Kürzel: NVDA) nach positiven Quartalszahlen im 5-Minuten-Chart:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="556" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Nvidia-Daytrading-1024x556.png" alt="Daytrading" class="wp-image-319" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Nvidia-Daytrading-1024x556.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Nvidia-Daytrading-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Nvidia-Daytrading-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Nvidia-Daytrading.png 1247w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Daytrading</h3>



<p>Die Vorteile des Daytrading sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Da die Positionen vor dem Ende des Handelstages geschlossen werden, bestehen keine Übernachtpositionen (kein Risiko);</li>



<li>Da keine Übernachtpositionen bestehen, fallen für Derivate keine Übernachtgebühren an;</li>



<li>Daytrading lässt sich mit Derivaten in diversen Märkten betreiben.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Daytrading</h3>



<p>Die Nachteile des Daytrading sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Genauso wie das Scalping ist Daytrading äußerst zeitintensiv. Auch wenn weniger Positionen als beim Scalping geöffnet und wieder geschlossen werden, müssen Daytrader den Großteil des Tages am Bildschirm verbringen und Märkte nach Einstiegsmöglichkeiten screenen;</li>



<li>Auch wenn im Vergleich zum Scalping weniger Positionen gedreht (geöffnet und wieder geschlossen) werden, summiert sich die Anzahl der Trades auf Jahressicht auf eine beachtliche Summe. Entsprechend hoch sind die Transaktionsgebühren die anfallen. Ein geeigneter <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker</a></strong>, mit fairen Gebühren, ist also unerlässlich;</li>



<li>Auch hier gilt: Werden <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivate </a></strong>für den Trade genutzt, kann der Hebel in kurzer Zeit zu schnellen Verlusten führen, sofern kein geeignetes Risikomanagement zum Einsatz kommt.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Swingtrading</h2>



<p>Beim <strong>Swingtrading </strong>versucht der Trader einen größeren Teil einer Kursbewegung zu handeln und hiervon zu profitieren. Bei der Positionseröffnung beabsichtigt der Trader die Position <strong>mehrere Tage bis einige Wochen</strong> zu halten, bevor sie (im Idealfall) mit Gewinn geschlossen wird.</p>



<p>Swingtrading ist ein <strong>idealer Tradingstil für berufstätige</strong>, die auf der Suche nach einem <strong>aktiven Handelsstil</strong> sind, das Trading aber in den Alltag (Familie und Beruf) integrieren möchten/müssen.</p>



<p>Die Märkte und Finanzinstrumente die im Swingtrading gehandelt werden können, entsprechen denen des Scalping und Daytrading. Swingtrades finden häufig im H1-, H4- oder auch im Tageschart statt. Als Basis für eine Tradingentscheidung können ebenfalls <strong>Indikatoren</strong>, die <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/markttechnik/">Markttechnik </a></strong>oder das <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/newstrading/"><strong>Newstrading</strong> </a>genutzt werden. Im Gegensatz zum Scalping und Daytrading können hier aber auch<a href="https://derivatehandel.net/cot/cot-daten/"> <strong>CoT-Daten</strong></a> als Grundlage für einen Trade genutzt werden. Schauen wir uns mal ein Beispiel für einen Swingtrade im H1-Chart an, um die Bewegung eines Trends zu handeln:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-1024x424.png" alt="Swingtrading" class="wp-image-326" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wie auf dem Bild ersichtlich ist, befindet sich die Tesla-Aktie (Kürzel: TSLA) im Tageschart in einem intakten Aufwärtrend, was an den höheren Hoch-/Tiefpunkten erkennbar ist. Entsprechend könntest du nun dazu geneigt sein im H1-Chart nach einem geeigneten Einstieg in Long-Richtung zu suchen, um von einem etwaigen weiteren Aufwärtstrend zu profitieren und an der nächsten Bewegung in Trendrichtung (long) zu profitieren:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-H1-1024x424.png" alt="Swingtrading" class="wp-image-327" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-H1-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-H1-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-H1-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-H1.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Bei einem neuen Hochpunkt im H1-Chart lässt du dich long einstoppen und partizipierst an dem Aufwärtstrend im H1-Chart bis zum Trendbruch, an dem du durch deinen Stop Loss automatisch ausgestoppt werden würdest. Im Tageschart würde sich die gehandelte Bewegung wie folgt darstellen:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-final-1024x424.png" alt="Swingtrading" class="wp-image-329" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-final-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-final-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-final-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Swingtrade-Daily-final.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Du hättest also die Bewegung des Trends (Tageschart als Großwetterlage) im untergeordneten Trend (H1-Chart als Signallage) gehandelt. Letztendlich ein klassischer Swingtrade, der für berufstätige, die aktiv an der Börse handeln möchten, gut umzusetzen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Swingtrading</h3>



<p>Die Vorteile von Swingtrading sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Swingtrading benötigt im Gegensatz zum Scalping und Daytrading einen deutlich geringeren Zeitaufwand und ist damit auch für berufstätige geeignet;</li>



<li>Sofern die Entwicklung des Kurses richtig prognostiziert wird, profitieren Swingtrader häufig von größeren Kursbewegungen, wodurch je Trade höhere Gewinne als beim Scalping (pro Trade) erzielt werden können;</li>



<li>Durch die geringere Anzahl an Trades (im Vergleich zum Scalping oder Daytrading) fallen deutlich geringere Handelskosten an, die sich negativ auf die Rendite auswirken;</li>



<li>Swingtrading ist mental weniger anspruchsvoll, da nicht im Minutentakt Entscheidungen getroffen werden müssen;</li>



<li>Swingtrader müssen nicht &#8222;in Echtzeit&#8220; auf ein Ereignis (z.B. News) reagieren, da sie auf höheren Zeiteinheiten bzw. Trendgrößen handeln. Marktbeeinflussende Ereignisse (z.B. Quartalszahlen die erheblich von der Erwartung abweichen) können auch noch nach Stunden oder gar Tagen nach dem Ereignis gehandelt werden.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Swingtrading</h3>



<p>Die Nachteile von Swingtrading sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Da Swingtrader ihre Positionen über mehrere Tage bis hin zu einigen Wochen halten, bestehen Übernachtrisiken bzw. das Risiko, dass am Wochenende oder an Feiertagen Ereignisse eintreten, die sich negativ auf den Kurs auswirken. Findet das Ereignis statt, während die Börse geschlossen ist, kann es bei Markteröffnung zu einem größeren Kursabschlag (Down Gap) kommen, was sich negativ auswirkt, sofern du in dem Wert long positioniert bist;</li>



<li>Sofern du den Swingtrade mit Derivaten umsetzt, fallen hierfür Übernachtgebühren bzw. Finanzierungskosten an. Je länger du die Position hältst, desto höher fallen diese aus, was sich negativ auf die Rendite auswirkt.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Positionstrading</h2>



<p>Als weiteren Tradingstil gibt es noch das sogenannte <strong>Positionstrading</strong>. Hierbei handelt es sich um einen Tradingstil, der dem langfristigen Investieren (sog. &#8222;Buy and Hold&#8220;) relativ ähnlich ist, diesem aber nicht entspricht. Eine Position wird beim Positionstrading über <strong>Monate, teils Jahre</strong>, gehalten.</p>



<p>Der <strong>Unterschied zwischen dem Positionstrading und dem Investieren </strong>ist im Wesentlichen, dass beim Positionstrading auch <strong>Short-Positionen</strong> eingegangen werden und zum Teil <strong>Derivate </strong>als Finanzinstrument genutzt werden. Buy and Hold erfolgt hingegen in der Regel durch den Kauf von Aktien oder ETF (long only).</p>



<p>Als Tradingstrategie für das Positionstrading eignet sich insbesondere eine <strong>Kombination aus Fundamental- und Chartanalyse</strong>. Anhand der Fundamentalanalyse werden die Werte ausgewählt die gehandelt werden sollen, mit Hilfe der Chartanalyse wird dann der richtige Einstiegszeitpunkt ausgewählt.</p>



<p>Hier ein beispielhafter Positionstrade zur Veranschaulichung:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="458" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Netflix-Positionstrading-1024x458.png" alt="Positionstrading" class="wp-image-353" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Netflix-Positionstrading-1024x458.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Netflix-Positionstrading-300x134.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Netflix-Positionstrading-768x343.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Netflix-Positionstrading.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://de.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Auf dem Bild ist der Weekly-Chart der Netflix-Aktie (Kürzel: NFLX) ersichtlich. Mit einem Schlusskurs oberhalb des EMA 200 (am 22.05.2023) hätte eine Long-Position eröffnet werden können (vgl. 1. Versuch).  Am 09.10.2023 hätte Position jedoch geschlossen werden müssen, da es einen Schlusskurs unterhalb des EMA 200 gab.</p>



<p>Am 16.10.2023 hätte die Position wieder eröffnet werden können, da es erneut zu einem Schlusskurs oberhalb des EMA 200 gekommen ist. Seither hätte die Position eine Rendite von ca. 120 % gebracht, ohne den Einsatz von Derivaten, wenn du den Basiswert direkt gekauft hättest.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Positionstrading</h3>



<p>Dies sind die Vorteile des Positionstrading:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Aufgrund der sehr geringen Handelsfrequenz kommt es nur zu äußerst geringen Transaktionskosten;</li>



<li>Der Markt braucht vom Trader nicht regelmäßig beobachtet zu werden, sodass er einen gewissen Abstand zur Börse hat, um sich auf andere Dinge konzentrieren zu können;</li>



<li>Dadurch, dass der Trader im Idealfall große Marktbewegungen mitnehmen kann, sofern sich der Trade wie von ihm vorhergesagt entwickelt, ist ein großes Gewinnpotential bzw. ein vorteilhaftes Chance-Risiko-Verhältnis vorhanden.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Positionstrading</h3>



<p>Die Nachteile von Positionstrading sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sofern die Position mit Derivaten umgesetzt werden soll, können, abhängig vom gewählten Derivat, hohe Finanzierungskosten anfallen;</li>



<li>Das Kapital des Traders ist für einen längeren Zeitraum dem Markt ausgesetzt, wodurch ein erhöhtes Marktrisiko besteht;</li>



<li>Da die Position über einen längeren Zeitraum gehalten wird, ist Positionstrading nur für Personen mit ausgeprägter Geduld geeignet.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wahl des richtigen Tradingstils</h2>



<p>Kommen wir direkt auf den Punkt: Es gibt nicht DEN richtigen Tradingstil. Jeder Tradingstil hat seine Vorteile und Nachteile. <strong>Wichtig ist, dass der gewählte Tradingstil zum Charakter des Traders passt</strong>: Bist du z.B. ein eher ungeduldiger Zeitgenosse? Dann vergiss Positionstrading! Du hast einen Vollzeitjob, verbringst gerne Zeit mit deiner Frau und deinen Kindern und sitzt nur ungerne am PC? Dann ist Scalping eher weniger für dich geeignet&#8230;</p>



<p>Die Frage des richtigen Tradingstils ist also eher eine Frage des Charakters und der persönlichen Umstände als eine Frage nach &#8222;was ist richtig und was ist falsch?&#8220;.</p>



<p>Auch die <strong>Renditeaussichten </strong>werden nur unwesentlich vom gewählten Tradingstil beeinflusst. Gerade Anfänger gehen häufig davon aus, dass man Scalping oder Daytrading betreiben muss, um &#8222;das große Geld zu verdienen&#8220;. Dies ist allerdings ein Trugschluss, der darauf zurückzuführen ist, dass man von Kindheitstagen an vermittelt bekommt: &#8222;<em>Du musst viel arbeiten, um viel Geld zu verdienen&#8230;</em>&#8222;. An der Börse ist genau das Gegenteil der Fall!</p>



<p>Häufig ist auch zu beobachten, dass Trader in den geringen Zeiteinheiten beginnen und mit der Zeit bzw. mit der Erfahrung in die höheren Zeiteinheiten wechseln. Eigentlich müssten Tradinganfänger genau andersrum vorgehen, denn wer die höheren Zeiteinheiten nicht erfolgreich handeln kann, wird auf den kurzen Zeiteinheiten untergehen.</p>



<p>Bevor du also mit dem Trading beginnst, solltest du dir Gedanken um den für dich richtigen Tradingstil machen. Erst nachdem du dir über diesen im klaren bist, solltest du dich auf die Suche nach der für dich &#8222;richtigen&#8220; Tradingstrategie machen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Knock Out Zertifikate</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 11:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=148</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Knock Out Zertifikat ist ein Finanzinstrument, das sich auf einen Basiswert bezieht und dessen Wertentwicklung von diesem Basiswert abhängig ist. Insofern also ein typisches Derivat. Schauen wir uns einmal an was Knock Out Zertifikate ausmacht...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Nachdem wir uns im letzten Beitrag angeschaut haben, was <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivate </a></strong>im Allgemeinen sind, werden wir nun spezifischer und schauen uns ein konkretes Derivat an. Los geht es mit dem <strong>Knock Out Zertifikat</strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Knock Out Zertifikate erklärt</h2>



<p>Ein Knock Out Zertifikat ist ein Finanzinstrument, das sich auf einen Basiswert bezieht und dessen Wertentwicklung von diesem Basiswert abhängig ist. Insofern also ein typisches Derivat. Schauen wir uns nachfolgend einmal an was Knock Out Zertifikate ausmacht:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Funktionsweise von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Was Derivate im Allgemeinen auszeichnet ist, dass du mit ihnen auf eine Vielzahl von Basiswerten spekulieren kannst. Du kannst Knock Out Zertifikate nutzen um auf die Wertentwicklung von Aktien, Indizes, Rohstoffen, Kryptowährungen und vieles mehr zu spekulieren. Hierbei kannst du nicht nur auf steigende (Call) sondern auch auf fallende Kurse (Put) spekulieren. Wie ein <strong>Call-Zertifikat</strong> und ein <strong>Put-Zertifikat</strong> funktioniert, erfährt du jetzt:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Call-Zertifikat</h4>



<p>Gehen wir zur Veranschaulichung davon aus, dass du die Märkte beobachtest und auf den Wert &#8222;The Trade Desk Inc.&#8220; (Kürzel: TTD) aufmerksam geworden wärst, da sich dieser in einem intakten Aufwärtstrend befindet, welcher korrigiert hat. Du gehst &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; davon aus, dass die Korrektur demnächst beendet ist und der Wert weiter steigen wird.</p>



<p>Nun überlegst du dir, wie du an der ggf. steigenden Kursentwicklung partizipieren kannst. Eine Möglichkeit hierfür ist ein Knock Out Zertifikat, nämlich ein <strong>Call</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="541" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-1024x541.png" alt="KO-Zertifikat Call" class="wp-image-161" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-1024x541.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-300x159.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-768x406.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-1536x812.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call.png 1747w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Aufgrund persönlicher Erwägungen erscheint dir der Preis von 125 USD ein markanter Punkt zu sein, sodass du davon ausgehst, dass die 125,00 USD nicht mehr unterschritten werden. Zu diesem Ergebnis kannst du z.B. aufgrund von <strong>Indikatoren </strong>(z.B.<a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/moving-average/"> Moving Average</a>, <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/macd-moving-average-convergence-divergence/">MACD </a>oder RSI), der <strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/markttechnik/">Markttechnik </a></strong>oder anderen <strong>Tradingstrategien </strong>gelangt sein.</p>



<p>Entsprechend entscheidest du dich für ein <strong>KO-Zertifikat (Call)</strong> mit eine <strong>K.O.-Schwelle</strong> von ca. 125,00 USD. Berührt der Kurs der Aktie (auch nur für einen kurzen Moment) die K.O.-Schwelle von 125,00 USD, so verfällt dein Knock Out Zertifikat und es kommt zum <strong>Totalverlust </strong>deines Einsatzes!</p>



<p><em><strong>ACHTUNG</strong>: Da das Berühren der <strong>K.O.-Schwelle</strong> umgehend zu einem <strong>Totalverlust deines Einsatzes</strong> führt, solltest du unter keinen Umständen dein gesamtes Kapital in ein einzelnes Knock Out Zertifikat investieren! Die Notwendigkeit eines <strong>konservativen Risikomanagements</strong> ergibt sich bei K.O.-Zertifikaten nicht nur vor dem Hintergrund von <strong>Kursrisiken </strong>sondern auch vor dem Hintergrund der unten genannten <strong>Emittentenrisiken</strong>!</em></p>



<p>Im Grunde entspricht die K.O.-Schwelle damit einem <strong>Stopploss </strong>bei z.B. <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/"><strong>CFD</strong> </a>(Contract for Difference), da deine Tradingidee bei Berühren der K.O.-Schwelle keine Gültigkeit mehr hat (z.B. weil dann der Aufwärtstrend gebrochen wurde).</p>



<p>Schauen wir uns als nächstes ein Beispiel an, mit dem man auf fallende Kurse spekulieren kann&#8230;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Put-Zertifikat</h4>



<p>Gehen wir davon aus, du möchtest ab sofort Aktien nur noch <strong>shorten</strong>, da dir jemand erzählt hat, dass fallende Kurse häufig ein höheres Momentum aufweisen als steigende Aktienkurse. Entsprechend begibst du dich auf die Suche nach Aktien, die in letzter Zeit stark an Wert verloren haben. Bei deiner Suche stößt du z.B. auf den Wert &#8222;Moderna Inc.&#8220; (Kürzel: MRNA).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="556" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-1024x556.png" alt="Put K.O.-Zertifikat " class="wp-image-175" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-1024x556.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put.png 1247w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Bei der Betrachtung des Charts fällt dir auf, dass sich der Wert in einem intakten Abwärtstrend befindet und gerade korrigiert hat. Du vermutest, dass der Wert in Kürze weiter fallen wird. Hierbei unterstellst du, dass der Kurs erstmal nicht mehr über 49,00 USD steigen wird. Entsprechend suchst du dir ein KO-Zertifikat für eine Short-Position auf Moderna Inc. mit einer <strong>K.O.-Schwelle</strong> von 49,00 USD.</p>



<p>Auch hier gilt: Steigt der Wert der Moderna-Aktie und berührt die K.O.-Schwelle, verfällt dein K.O.-Zertifikat und deine Position erleidet einen <strong>Totalverlust</strong>. Entsprechend gilt auch bei Short-Positionen, dass du ein striktes und konservatives Risikomanagement betreiben solltest!</p>



<p>Wie du dir &#8222;das richtige&#8220; Zertifikat und &#8222;den richtigen&#8220; Emittenten für deine Zwecke aussuchst, erfährst du weiter unten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">KO-Zertifikate: Die Entstehung des Hebels</h3>



<p>Er ist Fluch und Segen zugleich&#8230; Die Rede ist natürlich vom <strong>Hebel</strong> bzw. der <strong>Hebelwirkung</strong>. Wie diese zustande kommt erfährst du anhand des nachfolgenden Beispiels:</p>



<p>Gehen wir davon aus, du hast wieder eine &#8222;interessante&#8220; Aktie entdeckt. Die Aktie notiert aktuell bei 100 USD und dein Depot besteht aus 10.000 USD in Cash, die du investieren möchtest.</p>



<p>Für eine bessere Veranschaulichung lassen wir eine Diversifikation unberücksichtigt und unterstellen deshalb, dass du für den Gesamtbetrag von 10.000 USD Aktien zu je 100 USD kaufen möchtest. Nach Adam Riese könntest du dir also genau 100 Aktien kaufen.</p>



<p>Steigt die Aktie nun von 100 USD auf 110 USD partizipierst du an dieser Wertentwicklung 1 zu 1. Aus deinen anfänglichen 10.000 USD sind zwischenzeitlich also 11.000 USD geworden, was einer <strong>Rendite von 10 %</strong> entspricht.</p>



<p>Gehen wir im nächsten Schritt davon aus, dass du von der positiven Wertentwicklung der Aktie aus irgendwelchen Gründen so überzeugt bist, dass du an der Wertentwicklung der Aktie nicht nur 1 zu 1 sondern am liebsten mit einem <strong>Hebel von 10</strong> partizipieren möchtest. Hierfür suchst du dir über einen <strong>Knock Out Zertifikate Finder</strong> das entsprechende KO-Zertifikat.</p>



<p>Der Hebel von 10 kommt zustande, da du anstelle von 100 USD pro Aktie nur noch 10 USD bezahlen musst. Die restlichen 90 USD leiht dir quasi der Emittent.</p>



<p>Du findest also ein Zertifikat für 1 USD. Angegeben wird hierbei ein <strong>Bezugsverhältnis von 0,1</strong>. Entsprechend musst du 10 Zertifikate á 1 USD erwerben, um an der Entwicklung von einer Aktie zu partizipieren. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass du nun nur 10 USD (10 Zertifikate á 1 USD) anstelle von 100 USD (1 Aktie á 100 USD) investieren musst, um an der Wertentwicklung des Basiswertes 1 zu 1 zu partizipieren.</p>



<p>Du rechnest kurz und kommst zu dem Ergebnis, dass du für 10.000 USD genau 10.000 Zertifikate erwerben könntest. Aufgrund des Bezugsverhältnisses von 0,1 würde dies einem Aktienbestand von 1.000 Aktien, also einem Gegenwert von 100.000 USD, entsprechen. Kaufst du die Aktien direkt, würdest du &#8222;nur&#8220; 100 Aktien kaufen können und hättest hierdurch einen Gegenwert von &#8222;nur&#8220; 10.000 USD.</p>



<p>Steigt die Aktie jetzt, wie von dir prognostiziert, um 10 % wird aus dem gehandelten Gegenwert von 100.000 USD ein Gewinn von 10.000 USD. Berechnet auf deinen Kapitaleinsatz von 10.000 USD entspricht dies einer <strong>Rendite von 100 %</strong>!</p>



<p>Der Hebel kommt also zustande, da du einen geringeren Kapitaleinsatz aufbringen musst bzw. für den gleichen Kapitaleinsatz einen größeren Gegenwert handeln kannst.</p>



<p>Klingt gut, wenn es in die richtige Richtung läuft. Bevor du nun aber beginnst deine Kündigung zu verfassen, um künftig hauptberuflicher Händler zu werden, hier kommt die Kehrseite: Genauso wie der Hebel für dich ein Vorteil ist, wenn sich der Basiswert in die richtige Richtung entwickelt, genauso ist der Hebel für dich zum Nachteil, wenn sich der Basiswert nicht wie von dir prognostiziert entwickelt. Machen wir wieder ein Beispiel:</p>



<p>Du kaufst dir anstelle der o. g. 100 Aktien zu je 100 USD lieber 10.000 Zertifikate zu 1 USD, was durch das Bezugsverhältnis 1.000 Aktien á 100 USD entspricht, also einem Gegenwert von 100.000 USD. Nun entwickelt sich der Basiswert allerdings nicht wie von dir vorhergesagt. Statt zu steigen fällt er um 10 % und steht nun bei 90 USD.</p>



<p>Du rennst nun aufgeregt an deinen Laptop und schaust ins Depot. Während der Laptop hochfährt überschlägst du im Kopf: &#8222;<em>10.000 Zertifikate entsprechen 1.000 Aktien á 100 USD, also einem Gegenwert von 100.000 USD. Fallen die 100.000 USD um 10 %, entspricht dies einem Minus von 10.000 USD&#8230;</em>&#8222;. Du öffnest den Startbildschirm deines Depots und stellst mit erschrecken fest, dass sich deine 10.000 USD Anfangskapital in Luft aufgelöst haben.</p>



<p>Dieses etwas erschreckende Beispiel veranschaulicht hoffentlich hinreichend, dass der Hebel nicht nur zu deinem Vorteil sondern auch zu deinem Nachteil wirkt, wenn sich der Basiswert nicht wie von dir vorhergesagt entwickelt. Insofern nochmals der Hinweis: <strong>Wenn mit Derivaten gehandelt wird, ist ein konservatives Risikomanagement unerlässlich!</strong> Unter keinen Umständen sollte der Gesamtbetrag deines Depots in Derivate eines einzelnen Basiswertes investiert werden, andernfalls ist der <strong>Totalverlust des Gesamtdepots</strong> nur eine Frage der Zeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Knockt Out Zertifikate: Die Preisberechnung</h3>



<p>Spätestens wenn du einen <strong>Knock Out Zertifikate Finder</strong> nutzen wirst, um dir ein passendes Zertifikat zu suchen, wirst du dich fragen weshalb jedes Zertifikat einen anderen Preis aufweist. Wenn man sich nicht mit der <strong>Preisberechnung von K.O.-Zertifikaten</strong> befasst hat, kann dies tatsächlich etwas verwirrend erscheinen. Schaut man sich allerdings an wie die Preise zustande kommen, ist dies relativ einfach nachzuvollziehen. Nutzen wir wieder ein Beispiel zu Veranschaulichung:</p>



<p>Dein Nachbar hat für dich einen &#8222;heißen Tipp&#8220; und sagt dir, dass die Aktie XYZ demnächst &#8222;<em>durch die Decke gehen muss&#8230;</em>&#8222;. Du öffnest dein Smartphone und rufst dir den Chart der Aktie auf. Die Aktie befindet sich in einem Seitwärtstrend. Im ersten Moment bist du enttäuscht, da (noch) kein Aufwärtstrend vorhanden ist. Je länger du darüber nachdenkst, desto besser findest du den Seitwärtstrend. Du denkst dir &#8222;<em>Wenn die Aktie mal nach oben ausbricht, dann nehme ich die ganze Bewegung mit..</em>&#8222;.</p>



<p>Gesagt, getan&#8230; Knock Out Zertifikate Finder aufgerufen, Basiswert eingegeben, Long-Richtung ausgewählt, K.O.-Schwelle definiert und Attacke&#8230; Das Ergebnis verwundert dich: Es werden dir 650 Zertifikate von verschiedenen Emittenten zu verschiedenen Preisen angezeigt.</p>



<p>Die Preise je Zertifikat schwanken zwischen 2,00 EUR und 3,00 EUR. Im ersten Moment denkst du dir: &#8222;<em>Nicht schlimm&#8230; Ist ja nur ein Euro&#8230;</em>&#8222;. Im zweiten Moment denkst du dir: &#8222;<em>Moment mal&#8230; Das sind aber 50 % Preisunterschied&#8230; Irgend einen Grund muss das ja haben&#8230;</em>&#8222;. </p>



<p>Richtig! Es gibt einen Grund&#8230; Die Preisberechnung des K.O.-Zertifikates ist nämlich im Wesentlichen vom aktuellen <strong>Preis des Basiswertes</strong> sowie der von dir <strong>ausgewählten K.O.-Schwelle</strong> abhängig. Machen wir wieder ein Beispiel hierzu:</p>



<p>Die Aktie XYZ notiert derzeit bei 250 EUR. Deine K.O.-Schwelle liegt bei 230 EUR. Zwischen den aktuellen 250 EUR des Basiswertes und deiner K.O.-Schwelle von 230 EUR liegen also <strong>20 EUR Abstand</strong>.</p>



<p>Diese <strong>20 EUR Abstand</strong> multiplizierst du mit dem angegebenen <strong>Bezugsverhältnis von 0,1</strong> und kommst so grob zu dem Preis für dein Zertifikat, also <strong>2 EUR</strong>. Anzumerken ist, dass noch Zinsen und Aufgeld hinzukommen, der tatsächliche Preis also etwas über 2 EUR liegen wird.</p>



<p>Hättest du beim gleichen Basiswert eine andere K.O.-Schwelle ausgewählt, z.B. bei 200 EUR, dann ändert sich der Preis für das K.O.-Zertifikat entsprechend: </p>



<p><em>250 EUR Basispreis &#8211; 200 EUR K.O.-Schwelle = 50 EUR x 0,1 Bezugsverhältnis = <strong>5 EUR je Zertifikat</strong> (zzgl. Zinsen und Aufgeld).</em></p>



<p>Soviel zur Preisberechnung bei K.O.-Zertifikaten und weshalb hier die Preis variieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Bezeichnung von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Die Namensgebung von Knock Out Zertifikaten ist so eine Sache, da diese nicht wirklich genormt sind und jeder Emittent sein eigenes Süppchen kocht. Bei den Knock Out Zertifikaten gibt es häufig Bezeichnung wie </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Open End Turbo Optionsschein</li>



<li>Turbo Unlimited Optionsschein</li>



<li>Sprinter Open End</li>



<li>Mini Future Zertifikat</li>



<li>etc.</li>
</ul>



<p>Wichtiger ist, was sich hinter dem Namen verbirgt. Insofern gehen wir an dieser Stelle nicht weiter auf die verschiedenen Bezeichnungen ein, da diese weitestgehend unerheblich sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Schauen wir uns einmal die Vorteile von Knock Out Zertifikaten an, damit du für dich persönlich die Entscheidung treffen kannst, ob K.O.-Zertifikate das richtige Finanzinstrument für dich sind:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Geringer Kapitaleinsatz</h4>



<p>Wie du am oben genannten Beispiel (zur Erläuterung der Hebelwirkung) gesehen hast, benötigst du beim Handel von K.O.-Zertifikaten einen (teilweise deutlich) geringeren Kapitaleinsatz, als wenn du dir den Basiswert direkt kaufst. Dies ermöglicht es dir, auch mit einem kleinen Konto einen beträchtlichen Gegenwert zu handeln (aber Achtung, der Hebel wirkt auch gegen dich!).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vielseitiger Einsatz</h4>



<p>Durch den Handel von K.O.-Zertifikaten hast du die Möglichkeit an der Entwicklung von diversen Basiswerten wie Aktien, Rohstoffe, Kryptowährungen, Indizes etc. zu partizipieren. Und zwar nicht nur in Long-Richtung, wie dies beim Kauf von Aktien der Fall ist, sondern auch in Short-Richtung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Keine Nachschusspflicht</h4>



<p>Im Gegensatz zu manch anderen Finanzinstrumenten gibt es bei K.O.-Zertifikaten keine Nachschusspflicht, was einen deutlichen Vorteil darstellt. Berührt der Kurs des Basiswertes deine zuvor festgelegte K.O.-Schwelle, kannst du nicht mehr verlieren als den Preis den du für das K.O.-Zertifikat gezahlt hast. Kommt es beispielsweise zu einem Gap (Kurslücke) und deine K.O.-Schwelle wird nicht berührt sondern übersprungen, bist du mit deinem Knock Out Zertifikat nicht im Minus bzw. nachschusspflichtig, wie es zum Beispiel bei einem <strong>CFD </strong>der Fall wäre. Lediglich dein K.O.-Zertifikat wird wertlos. Das Restrisiko trägt also der Emittent!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hohe Transparenz</h4>



<p>Es gibt Derivate, bei denen die Preisentwicklung nur schwer nachvollziehbar ist, da neben der Entwicklung des Basiswertes auch weitere Einflussfaktoren, wie die Volatilität, die Restlaufzeit etc. eine Rolle spielen. <strong>Optionen </strong>sind ein solches Beispiel. Bei K.O.-Zertifikaten ist dies nicht der Fall, sodass die Preisentwicklung des Knock Out Zertifikates äußerst transparent und nahezu 1 zu 1 von der Entwicklung vom Basiswert abhängt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Damit du dir eine vollumfängliche Meinung darüber bilden kannst, ob Knock Out Zertifikate das richtige Finanzinstrument für dich sind, solltest du dir neben den Vorteilen allerdings auch die Nachteile anschauen:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Emittentenrisiko</h4>



<p>Neben dem Kursrisiko, dass sich der Basiswert nicht wie von dir prognostiziert entwickelt besteht auch das sogenannte Emittentenrisiko. Dies ist darin begründet, dass Zertifikate <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inhaberschuldverschreibung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Inhaberschuldverschreibungen </a></strong>darstellen. Wird der Emittent also zahlungsunfähig bzw. insolvent, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass du dein eingesetztes Kapital verlierst. Ein bekanntes Negativbeispiel hierfür war die <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers</a></strong>. In der Folge wurden unzählige Zertifikate, die von Lehman Brothers zuvor herausgegeben wurden, wertlos. Worauf du bei der Wahl des Emittenten achten solltest, erfährst du weiter unter!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Totalverlust bei Erreichen der K.O.-Schwelle</h4>



<p>Erreicht der Kurs des Basiswertes die K.O.-Schwelle, führt dies zu einem Totalverlust deines investierten Kapitals. Insofern gilt, dass ein <strong>konservatives Risikomanagement</strong> unabdingbar ist und nur ein geringer Betrag deines Gesamtkapitals in ein K.O.-Zertifikat auf einen gewissen Basiswert investiert werden sollte.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hoher Hebel führt zu schnellen Verlusten</h4>



<p>Was einerseits ein Vorteil ist, wenn man die Entwicklung des Basiswertes richtig eingeschätzt hat, ist auf der anderen Seite ein Nachteil, wenn man mit seiner Einschätzung falsch gelegen hat. Denn dann führt der Hebel zu einem schnellen Verlust. Entsprechend solltest du mit der Wahl deines Hebels vorsichtig sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Laufzeit von Knock Out Zertifikaten</h2>



<p>Es gibt Knock Out Zertifikate mit unterschiedlichen Laufzeiten. Schauen wir uns diese also einmal genauer an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Laufzeitgebundene K.O.-Zertifikate</h3>



<p>Laufzeitgebundene Knock Out Zertifikate haben ein <strong>festgelegtes Verfallsdatum</strong>. Entsprechend solltest du darauf achten, dass das Verfallsdatum zu deinem Handelsansatz passt. Triffst du deine Handelsentscheidung beispielsweise auf dem Wochenchart, solltest du kein K.O.-Zertifikat mit einer Restlaufzeit von wenigen Tagen wählen. </p>



<p>Andersrum gilt: Möchtest du nur bis zum Ende des Handelstages im Markt bleiben, um z.B. einen erwarteten Ausbruch über ein Widerstandslevel zu handeln, brauchst du kein laufzeitgebundenes K.O.-Zertifikat mit noch mehreren Wochen Restlaufzeit.</p>



<p>Da du für ein K.O.-Zertifikat nur einen Teil des Kapitals zahlen musst, wodurch der Hebel zustande kommt, entstehen <strong>Finanzierungskosten</strong>. Diese entstehen, da dir der Emittent den erforderlichen Restbetrag quasi leiht. Da ein laufzeitgebundenes Knock Out Zertifikat eine feste und damit bekannte Restlaufzeit hat, sind die anfallenden Finanzierungskosten bereits absehbar und entsprechend eingepreist. Dies führt dazu, dass <strong>laufzeitgebundene K.O.-Zertifikate eine feste K.O.-Schwelle</strong> haben. Anders sieht es hingegen bei Open End Zertifikaten aus. Schauen wir uns dies einmal an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Open End Knock Out Zertifikat</h3>



<p>Wie es der Name bereits vermuten lässt, haben <strong>Open End Knock Out Zertifikate keinen festen Verfallstag</strong> und laufen quasi endlos. Hierdurch entsteht jedoch das &#8222;Problem&#8220; (für den Emittenten), dass nicht absehbar ist welche Finanzierungskosten für die Haltedauer anfallen werden. Die Lösung hierfür ist jedoch einfach: Im Gegensatz zu einer festen K.O.-Schwelle (wie bei laufzeitbegrenzten K.O.-Zertifikaten), wird die <strong>K.O.-Schwelle bei Open End K.O.-Zertifikaten regelmäßig um die Finanzierungskosten angepasst</strong>.</p>



<p>Hast du also z.B. ein Long-Zertifikat, wird die K.O.-Schwelle regelmäßig angepasst und wandert langsam aber sicher nach oben. Du solltest also die aktuelle K.O.-Schwelle und den aktuellen Kurs des Basiswertes nicht aus den Augen lassen, sonst wirst du ausgeknockt und wunderst dich nachher wieso es dazu gekommen ist&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Knock Out Zertifikate Finder</h2>



<p>Wenn du dich mit der Theorie von Knock Out Zertifikaten ausgiebig befasst hast, kommt irgendwann der Tag an dem du dir endlich mal ein K.O.-Zertifikat kaufen möchtest. Hierfür solltest du zwingend einen <strong>K.O.-Zertifikate Finder</strong> nutzen.</p>



<p>Ein solcher wird zum Beispiel von <strong><a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista </a></strong>(<em>keine bezahlte Werbung</em>) oder <strong><a href="https://www.comdirect.de/inf/zertifikate/finder/hebel.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect </a></strong>(<em>keine bezahlte Werbung</em>) angeboten. Schauen wir uns exemplarisch einmal den <strong>Knock Out Zertifikate Finder von onvista</strong> an. Hierfür unterstellen wir zur Veranschaulichung, dass du ein Long-Zertifikat auf den Basiswert Paypal handeln möchtest, da sich der Wert in einem intakten Aufwärtstrend befindet:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="571" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-1024x571.png" alt="K.O.-Zertifikate Finder" class="wp-image-233" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-1024x571.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-300x167.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-768x428.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder.png 1214w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingsview.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Als mögliche K.O.-Schwelle erscheinen dir die Preisbereiche von 82,00 USD und 84,00 USD sinnvoll, da mit einem Unterschreiten dieser Preisbereiche der Aufwärtstrend gebrochen (und damit nicht mehr intakt) wäre, wodurch deine Tradingidee obsolet wäre. Entsprechend schaust du nun nach Zertifikaten mit K.O.-Schwellen von 82.00 USD und 84.00 USD. Hierfür gehst du wie folgt vor:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="186" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-1024x186.png" alt="Zertifikatefinder" class="wp-image-236" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-1024x186.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-300x54.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-768x139.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-1536x279.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske.png 1570w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onvista</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<ol class="wp-block-list">
<li>Du gibst an, dass du ein Knock-Out-Zertifikat suchst;</li>



<li>Du gibst Paypal als Basiswert an;</li>



<li>Du wählst &#8222;Long&#8220;, weil du an steigenden Kursen partizipieren möchtest;</li>



<li>Du gibst 82,00 USD bis 84 USD als K.O.-Schwelle an und</li>



<li>wenn du kein laufzeitbegrenztes Zertifikat möchtest, wählst du als Restlaufzeit &#8222;Open End&#8220; aus.</li>
</ol>



<p>Als Ergebnis werden dir dann 141 Knock-Zertifikate von unterschiedlichen Emittenten angezeigt:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="474" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-1024x474.png" alt="Knock Out Zertifikate Finder" class="wp-image-238" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-1024x474.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-300x139.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-768x355.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-1536x711.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onvista</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Das Ergebnis von 141 Zertifikaten, unterschiedlichster Emittenten, mit unterschiedlichen K.O.-Schwellen, kann erschlagend wirken. Deswegen wäre eine Möglichkeit wie folgt vorzugehen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Filtern nach &#8222;Spread aufsteigend&#8220;, so werden dir die Zertifikate mit dem geringsten Spread zuerst angezeigt;</li>



<li>Du prüfst, ob die K.O.-Schwelle des Zertifikates mit einem günstigen Spread deinen Vorstellungen entspricht und</li>



<li>du schaust, ob dir der Emittent zusagt (worauf bei der Auswahl des Emittenten zu achten ist, erfährst du weiter unten).</li>
</ol>



<p>In unserem exemplarischen Fall fällt die Wahl auf das K.O.-Zertifikat mit der Wertpapierkennnummer (WKN) GJ6VJN. Nachdem die Entscheidung gefallen ist, schaust du dir das Zertifikat einmal genauer an, indem du auf die WKN klickst:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="338" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-1024x338.png" alt="Knock Out Zertifikate Finder" class="wp-image-240" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-1024x338.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-300x99.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-768x254.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN.png 1251w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onvista </a>(Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wie du siehst, ist der Basispreis und die K.O.-Schwelle mit 82,324 USD identisch. Andernfalls wäre es ein <strong>K.O.-Zertifikat mit Stop-Loss</strong>. Solche Zertifikate werden in der Ergebnisübersicht (s.o.) gesondert mit <strong>SL</strong> gekennzeichnet. Dies führt dazu, dass vor dem erreichen der K.O.-Schwelle die Position geschlossen wird und es nicht zum vollständigen Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt. Ob ein K.O.-Zertifikat mit einem Stop-Loss sinnvoll ist, ist nicht nur Geschmackssache sondern auch vom persönlichen Risikomanagement abhängig. Sofern du ein konservatives Risikomanagement verfolgst und immer nur einen geringen Betrag deines Gesamtkapitals für die Investition in ein Zertifikat nutzt, ist ein Stop-Loss nicht zwingend erforderlich, da dann die K.O.-Schwelle als quasi Stop-Loss-Level dient. Dies ist jedoch tatsächlich nur empfehlenswert, sofern du dich an dein Risikomanagement auch stringent hältst.</p>



<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem du auf die WKN geklickt hast, siehst du welche Eigenschaften dein ausgewähltes Zertifikat mit sich bringt (Basispreis, K.O.-Schwelle, Abstand vom aktuellen Basispreis bis zur K.O.-Schwelle, Hebel, Bezugsverhältnis und den Bewertungstag).</p>



<p>Sofern dir die Parameter zusagen, kannst du dir nun die WKN kopieren und das Zertifikat über diese WKN bei einem <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>deiner Wahl kaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Emittenten von Knock Out Zertifikaten</h2>



<p>Da es sich bei Knock Out Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen handelt, ist die Wahl des richtigen Emittenten entscheidend, um das Emittentenrisiko (Insolvenz bzw. Zahlungsunfähigkeit des Emittenten), möglichst zu reduzieren, um einen Teil- oder Totalverlust der getätigten Investition zu vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Reduzierung des Emittentenrisikos</h3>



<p>Du fragst dich nun sicherlich, wie du den &#8222;richtigen&#8220; Emittenten auswählen kannst. Gehen wir auf diese berechtigte Frage also einmal ein:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nachrichten lesen</h4>



<p>Es klingt trivial&#8230; Ist es auch! Als Börsianer bzw. Spekulant solltest du ohnehin regelmäßig die Nachrichten lesen. Einerseits bekommst du hierdurch einen guten Eindruck vom Marktumfeld bzw. der Stimmung im Markt, andererseits können sich hieraus auch die eine oder andere Handelsmöglichkeit ergeben (<strong><a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/newstrading/">Newstrading</a></strong>).</p>



<p>Sollte eine Bank, die auch als Emittent von Zertifikaten auftritt, in größere Schwierigkeiten geraten, werden auch die Medien hierüber berichten. In der Folge solltest du Zertifikate dieses Emittenten dann meiden! </p>



<p>Auch im Vorfeld der Insolvenz von Lehman Brothers berichteten die Medien über die bestehenden Probleme der Investmentbank. Dennoch verloren <strong>ca. 50.000 Anleger einen Großteil ihrer Investments</strong> in Lehman-Zertifikate!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Beurteilung der Bonität des Emittenten</h4>



<p>Die Überschrift klingt herausfordernd, aber hierfür musst du keine Bilanzen oder ähnliches analysieren. Es reicht aus, wenn du dir die <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Credit_Default_Swap" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Credit Default Swaps (CDS)</a></strong> anschaust.</p>



<p>Ein <strong>CDS </strong>ist ein <strong>Kreditderivat</strong>, dass von der Funktion her einer <strong>Kreditausfallversicherung </strong>entspricht. Ist nun der CDS, also die zu zahlende Prämie für die Absicherung gegen ein Kreditausfall (des Emittenten) hoch, spricht dies für ein erhöhtes Risiko und meist für eine schlechte Bonität. Entsprechend solltest du dir einen Emittenten aussuchen, deren CDS niedrig ist, denn: </p>



<p><strong>CDS niedrig = niedrige Prämie gegen einen Ausfall = gute Bonität</strong></p>



<p>Die aktuellen Credit Default Swaps der einzelnen Emittenten kannst du dir z.B. beim <strong><a href="https://www.derbsw.de/deu/transparenz/credit-default-swaps" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bundesverband für strukturierte Wertpapiere</a></strong> anschauen. Hierbei gilt, je niedriger der CDS, desto geringer das Risiko.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Handeln Emittenten gegen den Kunden?</h3>



<p>Häufig hört man von dem Mythos, dass Emittenten ein Interesse daran hätten, dass der Kunde sein Geld verliert. Dies wird dann damit begründet, dass der Emittent Geld verdienen würde, wenn der Kunde sein Geld verliert. Allerdings handelt es sich hierbei um Stammtischweisheiten, die darauf zurückzuführen sind, dass die klassischen Retail-Trader meist nicht im Detail mit der Funktionsweise von Finanzmärkten und den aufsichtsrechtlichen Anforderungen vertraut sind.</p>



<p>In der Regel versuchen Emittenten eine <strong>risikoneutrale Position</strong> einzunehmen und stellen <strong>nicht die Gegenseite des Kunden</strong> dar. Kaufst du dir also ein Long-Zertifikat auf einen Basiswert, ist der Emittent also nicht short in diesem Basiswert und hofft darauf, dass du dein Geld verlierst! Ganz im Gegenteil: Kaufst du dir ein Long-Derivat auf Aktie XYZ, kauft der Emittenten den Basiswert XYZ im entsprechenden Verhältnis (sofern er den Basiswert nicht bereits besitzt), um risikoneutral zu sein! Andernfalls würden Emittenten ihr Geld verlieren, wenn der Kunde Geld verdient. Dies ist als regulierte Bank nicht in ihrem Interesse, auch da durch eigene Risikopositionen <strong><a href="https://www.bankingsupervision.europa.eu/about/banking-supervision-explained/html/hold_capital.de.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eigenkapitalanforderungen </a></strong>für die Bank entstehen.</p>



<p>Emittenten spekulieren also nicht darauf, dass der Anleger sein Geld verliert. Stattdessen versuchen sie dem Kunden möglichst günstige und faire Produkte anzubieten, um den Kunden an den Emittenten zu binden. </p>



<p>Du fragst dich nun vermutlich, wie denn der Emittent dann sein Geld verdient&#8230; Die Antwort ist ganz einfach: Geld verdient der Emittent durch den <strong>Spread</strong>, also die Differenz zwischen dem An- und Verkaufspreis eines Finanzproduktes, sowie einem einkalkulierten <strong><a href="https://www.boerse.de/boersenlexikon/Aufgeld#:~:text=Das%20Aufgeld%20bei%20Wertpapieren%20bezeichnet,wird%20der%20Begriff%20Agio%20verwendet." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aufgeld</a></strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Erhält man durch Knock Out Zertifikate auch Dividenden?</h3>



<p><strong>Nein</strong>, als Inhaber eines K.O.-Zertifikates hat man keinen Anspruch auf Dividendenzahlung. Auch die Kursabschläge auf den Basiswert, die sich durch die Dividendenzahlung ergeben, haben keinen Einfluss auf den Wert eines K.O.-Zertifikates. Als Inhaber eines Long-Zertifikates hat man also keinen Nachteil und als Inhaber eines Put-Zertifikates hat man keinen Vorteil.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie hoch ist der mögliche Verlust bei einem Knock Out Zertifikat?</h3>



<p>Der mögliche Verlust bei einem K.O.-Zertifikat ist auf die Investition in das K.O.-Zertifikat begrenzt. Eine Nachschusspflicht gibt es bei K.O.-Zertifikaten nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wo kann man Knock Out Zertifikate kaufen?</h3>



<p>Nachdem du dir ein passendes K.O.-Zertifikate über einen Knock Out Zertifikate Finder herausgesucht hast, kannst du mit der entsprechenden Wertpapierkennnummer (WKN) ein K.O.-Zertifikat bei einem <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>deiner Wahl kaufen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikate</a> erschien zuerst auf <a href="https://derivatehandel.net">Derivatehandel.net</a>.</p>
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