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	<title>Grundlagen zum Derivatehandel | Derivatehandel.net</title>
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	<title>Grundlagen zum Derivatehandel | Derivatehandel.net</title>
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		<title>Futures</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/futures/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Feb 2025 21:19:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Futures sind neben Optionen, Optionsscheine, Knock Out Zertifikaten und CFDs ein weiteres verbreitetes Derivat, mit dem du auf die Kursentwicklung eines Basiswertes spekulieren kannst. Natürlich kannst du Futures aber auch dazu nutzen, um bestehende Positionen gegen Preisveränderungen abzusichern. Schauen wir uns einmal an, was Futures sind, wie diese funktionieren und was sie von anderen Derivaten unterscheidet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/futures/">Futures</a> erschien zuerst auf <a href="https://derivatehandel.net">Derivatehandel.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p><strong>Futures </strong>sind neben Optionen, <a href="https://derivatehandel.net/derivate/optionsscheine/">Optionsscheine</a>, <a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikaten</a> und <a href="https://derivatehandel.net/derivate/cfd/">CFDs</a> ein weiteres verbreitetes <a href="https://derivatehandel.net/derivate/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivat</a>, mit dem du auf die Kursentwicklung eines Basiswertes spekulieren kannst. Natürlich kannst du Futures aber auch dazu nutzen, um bestehende Positionen gegen Preisveränderungen abzusichern. Schauen wir uns einmal an, was Futures sind, wie diese funktionieren und was sie von anderen Derivaten unterscheidet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Futures?</h2>



<p>Futures sind <strong>standardisierte Terminkontrakte</strong>, welche an einer Börse gehandelt werden. Durch die Standardisierung haben sie den Vorteil, dass die Liefermenge, der Lieferzeitpunkt, der Preis und die Qualität der Ware beiden Parteien bekannt sind. Hierdurch weisen Futures eine <strong>hohe Transparenz</strong> für beide Vertragsparteien auf.</p>



<p>Der Käufer (Long) eines Futures verpflichtet sich eine bestimmte Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem vorab vereinbarten Preis zu kaufen. Der Verkäufer (Short) des Futures verpflichtet sich hingegen die Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vereinbarten Preis zu verkaufen bzw. zu liefern.</p>



<p>Grundsätzlich können Futures zwar zur <strong>Spekulation </strong>genutzt werden, erfunden wurden Futures jedoch im Wesentlichen zur <strong>Absicherung von Preisveränderungen</strong> (z.B. für Produzenten und Verarbeitern von Rohstoffen). Schauen wir uns zur Verdeutlichung ein konkretes Beispiel an:</p>



<p><em>Kaffeeproduzent K baut Kaffee an. Da er ein Interesse daran hat, dass er einen Mindestpreis für seine Kaffeebohnen erhält, sichert er sich gegen einen fallenden Kaffeepreis ab, um Planungssicherheit zu haben. Er verkauft also Kaffee-Futures und verpflichtet sich hierdurch seinen Kaffee zu einem vereinbarten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem vereinbarten Preis dem Käufer zu liefern.</em></p>



<p><em>Franchisegeber F betreibt weltweit über tausende Franchisenehmer Cafés, welche auf den Vertrieb von Kaffeespezialitäten spezialisiert sind. Die Franchisenehmer erwerben die hierfür notwendigen Kaffeebohnen über den Franchisegeber F, welcher dadurch einen enormen Bedarf an Kaffeebohnen hat und sich deshalb gegen steigende Preise am Rohstoffmarkt absichern möchte. Um sich gegen steigende Kaffeepreise abzusichern, möchte sich Franchisegeber F einen bestimmten Kaffeepreis sichern und kauft hierfür entsprechende Kaffee-Futures.</em></p>



<p>Wie du anhand des Beispiels gesehen hast, dienen Futures also nicht nur zur reinen Spekulation, sondern erfüllen auch einen <strong>realwirtschaftlichen Zweck</strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Arten von Futures gibt es?</h2>



<p>Im Wesentlichen gibt es zwei unterschiedliche Arten von Futures. Die sogenannten <strong>Commodity Futures</strong> und <strong>Financial Futures</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Commodity Futures</h3>



<p>Bei Commodity Futures handelt es sich um Futures die einen bestimmten <strong>Rohstoff</strong> als Underlying haben. Der Käufer und der Verkäufer des Futures treffen also die Vereinbarung einen bestimmten Rohstoff, in einer bestimmten Menge, in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Preis in der Zukunft zu kaufen bzw. zu verkaufen. Demnach wird die physische Lieferung des Rohstoffes beabsichtigt.</p>



<p>Rohstoff-Futures lassen sich grob in die nachfolgenden Kategorien einstufen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Energy </strong>(Rohöl-Sorten wie Brent sowie WTI, Erdgas, Heizöl, Benzin und Ethanol);</li>



<li><strong>Metals </strong>(Edelmetalle und Industriemetalle wie Gold, Silber, Platin, Palladium und Kupfer);</li>



<li><strong>Grains </strong>(Sojabohnen sowie Sojabohnen-Öl, Sojabohnen-Mehl, Mais, Weizen, Reis etc.);</li>



<li><strong>Softs </strong>(Kaffee, Kakao, Zucker, Baumwolle, Orangensaft und Bauholz);</li>



<li><strong>Meats </strong>(Lebendrind, Mastrind und Magerschweine).</li>
</ul>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Future</th><th>Symbol</th></tr></thead><tbody><tr><td>Rohöl WTI</td><td>CL</td></tr><tr><td>Rohöl Brent</td><td>BB</td></tr><tr><td>Heizöl</td><td>HO</td></tr><tr><td>Erdgas</td><td>NG</td></tr><tr><td>Sojabohnen</td><td>ZS</td></tr><tr><td>Sojabohnen-Öl</td><td>ZL</td></tr><tr><td>Sojabohnen-Mehl</td><td>ZM</td></tr><tr><td>Mais</td><td>ZC</td></tr><tr><td>Weizen</td><td>ZW</td></tr><tr><td>Gold</td><td>GC</td></tr><tr><td>Silber</td><td>SI</td></tr><tr><td>Platinum</td><td>PL</td></tr><tr><td>Palladium</td><td>PA</td></tr><tr><td>Kupfer</td><td>HG</td></tr><tr><td>Kaffee</td><td>KC</td></tr><tr><td>Kakao</td><td>CC</td></tr><tr><td>Zucker</td><td>SB</td></tr><tr><td>Baumwolle</td><td>CT</td></tr><tr><td>Orangensaft</td><td>OJ</td></tr><tr><td>Bauholz</td><td>LB</td></tr><tr><td>Lebendrind</td><td>LE</td></tr><tr><td>Mastrind</td><td>GF</td></tr><tr><td>Magerschwein</td><td>HE</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Financial Futures</h3>



<p>Bei den Financial Futures handelt es sich im Gegensatz zu den Rohstoff Futures um <strong>immaterielle </strong>Basiswerte wie Aktien, Indizes, Währungen und Zinsen, bei denen in der Regel keine tatsächliche Lieferung des Basiswertes beabsichtigt wird. Stattdessen findet häufig bereits von Ablauf des Kontraktes ein Gegengeschäft statt um die offenen Position glattzustellen, sodass nur noch ein <strong>Cash Settlement</strong> (Barausgleich) eines etwaig bestehenden Differenzbetrages erfolgt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo können Futures gehandelt werden?</h2>



<p>Der Handel mit Futures findet elektronisch an spezialisierten Futures-Börsen statt. Die wichtigsten Futures-Börsen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Mercantile_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CME</a></strong> (Chicago Mercantile Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Board_of_Trade" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CBOT</a></strong> (Chicago Board of Trade)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_York_Mercantile_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NYMEX/COMEX </a></strong>(New York Mercantile Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Intercontinental_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ICE </a></strong>(Intercontinental  Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eurex" target="_blank" rel="noreferrer noopener">EUREX </a></strong>(European Exchange)</li>



<li><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/London_Metal_Exchange" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LME </a></strong>(London Metal Exchange)</li>
</ul>



<p>Bei einem Großteil der oben genannten Futures-Börsen ist der Handel mit Futures rund um die Uhr möglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie entsteht der Preis eines Futures?</h2>



<p>Der Preis eines Futures hängt überwiegend vom zugrundeliegenden <strong>Basiswert </strong>des Futures ab. Handelst du also z.B. einen Futures auf Weizen, ist die Entwicklung des Weizenpreises maßgeblich für die Entwicklung des Futurepreises. </p>



<p>Insofern stellt sich die Folgefrage, wie der Preis eines Basiswertes entsteht&#8230; Die Preise von Basiswerten entstehen im Wesentlichen durch <strong>Angebot und Nachfrage</strong>. Das Angebot und die Nachfrage werden wiederum von anderen Faktoren beeinflusst. Bei Rohstoffen wie Weizen wird die Angebotsseite z.B. durch das Wetter und etwaige Missernten beeinflusst. Die Nachfrageseite kann z.B. durch Nachrichten oder Ereignisse wie Pandemien beeinflusst werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Terminstrukturkurven</h3>



<p>Wer sich für die Entstehung des Futurepreises interessiert, sollte sich auch einmal mit den sogenannten <strong>Terminstrukturkurven </strong>befassen, welche insbesondere für <strong>lagerfähige Rohstoffe</strong> von Relevanz sind. </p>



<p>Terminstrukturkurven sind letztendlich nichts anderes als die <strong>graphische Darstellung der Futurepreise zu unterschiedlichen Laufzeiten</strong>. Klingt vielleicht etwas verwirrend, ist aber relativ simple nachzuvollziehen&#8230;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Contango</h4>



<p>Gehen wir davon aus, dass der Future mit der kürzesten Laufzeit (sog. Front-Month-Future-Kontrakt) auf einen<strong> lagerfähiger Rohstoff</strong> (z.B. Weizen) derzeit 100 EUR kostet. Aus irgendwelchen Gründen ist dir die Laufzeit des Front-Month-Future-Kontrakt jedoch zu kurz und du benötigst einen Kontrakt mit einer längeren Laufzeit. Der identische Kontrakt, lediglich mit einer längeren Laufzeit, kostet allerdings 105 EUR. Wieso ist das so? Ganz einfach: Wegen den <strong>Lagerkosten </strong>(u.a. Kosten wie Versicherungen etc.), die beim Verkäufer für die längere Laufzeit anfallen (sog. <strong>Cost of Carry</strong>).</p>



<p>Lange Rede kurzer Sinn: Im <strong>Normalfall </strong>gehen also längere Laufzeiten also auch mit höheren Kosten einher. Dieser Normalfall wird <strong>Contago </strong>genannt. Die graphische Darstellung sieht (ungefähr) wie folgt aus:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="528" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-1024x528.png" alt="Terminstrukturkurve" class="wp-image-625" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-1024x528.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-300x155.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango-768x396.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Contango.png 1033w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Backwardation</h4>



<p>Neben dem Normalfall (Contango) gibt es allerdings auch den Sonderfall, welcher <strong>Backwardation </strong>genannt wird. In einer Backwardation sind die Kontrakte mit längeren Laufzeiten <strong>günstiger</strong>, was den oben genannten Ausführungen zu den Cost-of-Carry widerspricht. </p>



<p>Wieso kommt es also zu einer Backwardation? Gehen wir davon aus, es gibt am Weltmarkt nur ein <strong>knappes Weizenangebot</strong>, sodass die Nachfrage nach Weizen hoch ist. Händler kaufen entsprechend also Futurekontrakte mit kurzer Laufzeit, da der Bedarf an Weizen kurzfristig gedeckt werden muss. Durch diese hohe Nachfrage an Futures mit kurzer Laufzeit steigen die Preise für diese Futures mit kurzer Laufzeit. Da die Nachfrage nach den Futures mit langer Laufzeit begrenzt ist, sind diese Futurekontrakte also günstiger. Die graphische Darstellung sieht also wie folgt aus:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="518" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-1024x518.png" alt="Terminstrukturkurve" class="wp-image-629" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-1024x518.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-300x152.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation-768x388.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/02/Backwardation.png 1050w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Insbesondere, wenn Futurekontrakte vom Normalfall (Contango) in eine Backwardation wechseln, ist häufig zu beobachten, dass die Preise des Basiswertes (z.B. Weizen) stark zu steigen beginnen, da die Nachfrage nach diesem lagerfähigen Rohstoff hoch ist, was eine Backwardation begründet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Hebelwirkung im Futures-Trading erklärt</h2>



<p>Die Hebelwirkung im Futures-Trading bzw. grundsätzlich im Handel mit Derivaten ist Fluch und Segen zugleich. Entwickelt sich der Basiswert, auf den mit dem Future spekuliert wird, entgegen deiner Vorhersage, erzielst du einen überproportionalen Verlust im Verhältnis zu deinem eingesetzten Kapital. Anders verhält es sich hingegen, wenn sich der Basiswert wie vor dir vorhergesagt entwickelt, denn dann erzielst du einen überproportionalen Gewinn im Vergleich zu deinem eingesetzten Kapital. Schauen wir uns zur Verdeutlichung ein Beispiel an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Kurs von Index XYZ</strong>: 10.000 Punkte</li>



<li><strong>Punktwert</strong>: 10,00 EUR</li>



<li><strong>Kontraktwert</strong>: 100.000 EUR (10.000 Punkte x 10,00 EUR)</li>



<li><strong>Marginanforderung</strong>: 10,00 %</li>
</ul>



<p>Angenommen, es würde diesen fiktiven Index tatsächlich geben, dann müsstest du bei deinem Broker eine <strong>Margin von 10.000 EUR</strong> hinterlegen, um einen <strong>Gegenwert von 100.000 EUR</strong> zu handeln. Hieraus ergibt sich also ein <strong>Hebel von 10</strong>. </p>



<p>Steigt nun der Index um 5 % von 10.000 Punkte auf 10.500 Punkte, erzielst du einen <strong>Gewinn von 5.000 EUR</strong>, bei einem Kapitaleinsatz (Margin) von 10.000 EUR. Die Rendite auf dein eingesetztes Kapital beträgt also 50,00 %, obwohl der Index selbst nur um 5 % gestiegen ist!</p>



<p>Klingt verlockend? Im ersten Moment vermutlich schon, allerdings solltest du beachten, dass du durch den Hebel auch <strong>überproportionale Verluste</strong> erzielen kannst. Wäre der o. g. fiktive Index um 5,00 % gefallen, hättest du auf dein eingesetztes Kapital (Margin) einen <strong>Verlust i. H. v. 50,00 %</strong> erzielt, obwohl der zugrundeliegende Index nur um 5,00 % gefallen ist!</p>



<p>Insofern ist ein <strong>konservatives Risikomanagement</strong> im Börsenhandel, hierbei insbesondere im Handel mit Derivaten, unerlässlich!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Laufzeiten von Futures</h2>



<p>Futures sind standardisierte Terminkontrakte, durch die der Kauf/Verkauf eines bestimmten Underlyings zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft vereinbart wird. Vor diesem Hintergrund ergibt sich, dass Futurekontrakte eine <strong>begrenzte Laufzeit</strong> aufweisen müssen.</p>



<p>Typische Verfallstage von Futures (und Optionen) ist der <strong>dritte Freitag eines Monats</strong>. Am Verfallstag müssen Händler entscheiden, ob sie ihre Position <strong>schließen</strong>, <strong>verlängern </strong>oder <strong>auslaufen </strong>lassen.</p>



<p>Das <strong>Schließen eine Futuresposition</strong> erfolgt durch den Kauf eines Gegengeschäftes zum selben Fälligkeitstag. Angenommen, du hast einen Crude-Oil-Future <strong>long </strong>zum Verfallstag im März. Die Position kannst du nun durch einen Crude-Oil Future <strong>short </strong>zum gleichen Verfallstag schließen.</p>



<p>Das <strong>Verlängern einer Futuresposition</strong> (auch: &#8222;rollen&#8220;) erfolgt durch das Schließen einer bestehenden Position beim gleichzeitigen Eröffnen einer identischen Position mit einem weiter entfernt liegenden Verfallstag. Also angenommen du besitzt einen Crude-Oil-Future long zum Verfallstag März, dann kannst du diese Position &#8222;rollen&#8220; indem du sie schließt und gleichzeitig eine identische Position mit einem längeren Verfallstag, also z.B. zu Juni, eröffnest.</p>



<p>Beim <strong>Auslaufen einer Futuresposition</strong> erfolgt hingegen entweder die Lieferung der Ware oder ein Barausgleich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Futures-Trading: Die Vor- und Nachteile</h2>



<p>Damit du dich entscheiden kannst, ob der Handel mit Futures etwas für dich ist, sollte dir nicht nur die Funktionsweise sondern auch die Vor- und Nachteile von Futures bekannt sein. Schauen wir uns diese also einmal genauer an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Vorteile von Futures</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Geringer Kapitaleinsatz</strong>: Der Handel mit Futures erfolgt durch Hinterlegung einer Margin, welche als Sicherheitenleistung dient. Entsprechend ist es nicht notwendig, dass du das Gesamtkapital für den Erwerb des zugrundeliegenden Basiswertes aufbringst, was du aufwenden müsstest, wenn du den Basiswert direkt kaufen würdest.</li>



<li><strong>Überproportionale Gewinnmöglichkeiten</strong>: Durch den Handel auf Margin entsteht eine Hebelwirkung, da du den Gesamtbetrag des Gegenwertes nicht aufbringen musst. Sofern sich der Basiswert wie von dir prognostiziert entwickelt, partizipierst du überproportional (im Verhältnis zu deinem Kapitaleinsatz). <strong>Aber Achtung</strong>: Es können auch überproportionale Verluste entstehen, wenn sich der Basiswert entgegen deiner Vorhersage entwickelt!</li>



<li><strong>Absicherung gegen Preisänderungen</strong>: Durch Futures haben insbesondere Produzenten und das verarbeitende Gewerbe die Möglichkeit sich vor einem Preisverfall oder gegen Preissteigerungen abzusichern. Damit haben Futures einen realwirtschaftlichen Nutzen! </li>



<li><strong>Hohe Transparenz</strong>: Da es sich bei Futures um <strong>standardisierte </strong>Terminkontrakte handelt, weisen diese eine höchstmögliche Transparenz für den Käufer und den Verkäufer eines Futures auf.</li>



<li><strong>Vielseite Einsatzmöglichkeiten</strong>: Futures haben nicht nur den Vorteil, dass sie zur Absicherung und zur Spekulation genutzt werden können, sondern durch Futures lassen sich auch eine Vielzahl von Basiswerten abdecken, welche man absichern kann bzw. auf welche man spekulieren kann.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Die Nachteile von Futures</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Überproportionale Verlustmöglichkeiten</strong>: Durch den Handel auf Margin besteht das Risiko, dass du überproportionale Verluste (in Bezug auf dein eingesetztes Kapital) erzielst, wenn sich der Basiswert entgegen deiner ursprünglichen Erwartungshaltung entwickelt.</li>



<li><strong>Hoher Kapitalbedarf</strong>: Auch wenn sich Mini- und Micro-Futures immer mehr etablieren, benötigst du für den Handel von Futures in der Regel mehr Kapital als für den Handel mit anderen <a href="https://derivatehandel.net/derivate/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivaten</a>.</li>



<li><strong>Unbedingtes Termingeschäft</strong>: Futures sind sog. unbedingt Termingeschäfte. Wie der Name also bereits vermuten lässt, sind beide Parteien verpflichtet ihren Vertrag auch zu erfüllen. Wahlrechte, wie es bei Optionen der Fall ist, bestehen also nicht.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Die Unterschiede zwischen Futures und CFDs</h2>



<p>Insbesondere von privaten Kleinanlegern ist häufig zu hören, dass Futures und <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/cfd/">CFD</a></strong> nahezu das gleiche wären und daher &#8211; aufgrund des geringeren Kapitalbedarfs &#8211; bevorzugt CFD gehandelt werden. Leider lassen solche Äußerungen auf eine mangelnde Sachkunde schließen, sodass konsequenterweise erstmal gar nicht gehandelt werden sollte, bis ausreichend theoretische Kenntnisse vorhanden sind, bevor praktische Erfahrungen im Börsenhandel gesammelt werden. Grund genug also, um über die Unterschiede zwischen Futures und CFD einmal aufzuklären:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th></th><th>CFD</th><th>Futures</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Laufzeit</strong></td><td>Ohne Laufzeitbegrenzung</td><td>Mit Laufzeitbegrenzung (Verfall)</td></tr><tr><td><strong>Positionsgrößen</strong></td><td>Nicht standardisiert</td><td>Standardisiert</td></tr><tr><td><strong>Handelsplatz</strong></td><td>OTC (außerbörslich)</td><td>Terminbörse</td></tr><tr><td><strong>Spreads</strong></td><td>Ja</td><td>Nein</td></tr><tr><td><strong>Handelbare Basiswerte</strong></td><td>Rohstoffe, Indizes, Währungen, Anleihen, Krypto und vieles mehr</td><td>Rohstoffe, Indizes, Währungen und Anleihen</td></tr></tbody></table></figure>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/futures/">Futures</a> erschien zuerst auf <a href="https://derivatehandel.net">Derivatehandel.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>CFD (Contract for Difference)</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2025 20:10:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>CFDs sind gerade bei privaten Händlern ein beliebtes Finanzinstrument um Handelsideen umzusetzen. Weshalb CFDs so beliebt sind, wie sie funktionieren, welche Vor- und Nachteile sowie Risiken mit ihnen einhergehen erfährst du in diesem Beitrag.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://derivatehandel.net/grundlagen/cfd/">CFD (Contract for Difference)</a> erschien zuerst auf <a href="https://derivatehandel.net">Derivatehandel.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>CFDs sind gerade bei privaten Händlern ein beliebtes Finanzinstrument um verschiedene Handelsideen umzusetzen. Weshalb CFDs so beliebt sind, wie sie funktionieren, welche Vor- und Nachteile sowie Risiken mit ihnen einhergehen erfährst du im nachfolgenden Beitrag.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der CFD-Handel im Überblick</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was sind CFDs?</h3>



<p>CFDs (Contract for Difference) sind sogenannte <strong>Differenzkontrakte</strong>. Wie der Name bereits erahnen lässt, spekulierst du mit einem CFD also auf die <strong>Differenz eine Kurses</strong>.</p>



<p>Genau wie bei <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikaten</a></strong> oder <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/optionsscheine/">Optionsscheinen </a></strong>handelt es sich auch bei einem <strong>CFD</strong> um ein <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivat</a></strong>. Durch den Kauf eines CFDs erwirbst du also nicht den Basiswert (z.B. Aktie) direkt sondern partizipierst ausschließlich an seiner Kursentwicklung.</p>



<p>CFDs weisen hierbei die Besonderheit auf, dass <strong>CFDs nicht an einer Börse gehandelt</strong> werden. Stattdessen gehst du einen Kontrakt (Vertrag) mit deinem <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">CFD-Broker</a></strong> ein, der die <strong>Gegenpartei </strong>deiner Position darstellt. CFDs werden also <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferb%C3%B6rslicher_Handel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;over the counter&#8220; (OTC)</a></strong> gehandelt. </p>



<p>Ein CFD beinhaltet also die Vereinbarung zwischen dir und deinem Broker, dass die Differenz zwischen dem aktuellen und den zukünftigen Kurs zu zahlen ist. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktionieren CFDs?</h3>



<p>Nachdem dir nun bekannt ist, dass du mit einem CFD auf eine <strong>Kursdifferenz </strong>spekulierst, machen wir zur besseren Veranschaulichung ein Beispiel:</p>



<p>Gehen wir davon aus, dass dein <strong><a href="https://derivatehandel.net/tradingstrategien/tradingstile/">Tradingstil </a></strong>einem <strong>Daytrader </strong>entspricht. Dein Ziel ist es also eine Position innerhalb eines Handelstages zu eröffnen und wieder zu schließen. Auf Basis deiner <strong><a href="https://derivatehandel.net/tradingstrategien/">Tradingstrategie </a></strong>gehst du davon aus, dass der DAX im Laufe des Handelstages steigen wird. Unterstellen wir, der DAX würde zu Beginn des Handelstages bei <strong>20.000 Punkten</strong> stehen. Unterstellen wir weiter, dass der DAX am Ende des Handelstages bei <strong>20.150 Punkten</strong> stehen würde. Die Differenz beträgt demnach <strong>150 Punkte</strong>.</p>



<p>Hättest du nun mit einem CFD auf einen steigenden DAX spekuliert und hättest die Position vom Beginn des Handelstages bis zum Ende gehalten, hättest du an der Kursentwicklung von 150 Punkte partizipiert. Demnach hättest du vom Broker den Gegenwert der 150 Punkten ausbezahlt bekommen. Wäre der DAX hingegen um 150 Punkte gefallen (und du wärst long positioniert), hätte dein CFD-Broker von dir den Gegenwert der 150 Punkte erhalten.</p>



<p>Du fragst dich nun vermutlich, was der Gegenwert von 150 Punkten im DAX ist? Würdest du einen <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/futures/">Future </a></strong>auf den DAX handeln, dann würde ein Punkt einem Wert von 25 EUR entsprechen, sodass du mit 150 Punkten 3.750 EUR verdient hättest (150 Punkte x 25 EUR), wenn du richtig positioniert gewesen wärst. Hättest du 150 Punkte verloren, hätte dies entsprechend zu einem Verlust von 3.750 EUR geführt.</p>



<p>Bei einem <strong>CFD auf den DAX </strong>verhält es sich hingegen anders als bei einem Future. Bei einem DAX-CFD gibt entweder der Broker einen festen Punktwert vor (z.B. 1 EUR je Punkt) oder du kannst den Punktwert über die Eingabemaske deines Brokers selbst bestimmen. Bevor du CFDs handelst, solltest du dich also nicht nur über die Funktionsweise von Kapitalmärkten, einem geeigneten Risikomanagement, der Handelsplattform deines Brokers sondern auch über den <strong>Punktwert eines CFD</strong> informieren. Denn erst wenn dir der Punktwert des CFD (z.B. auf den DAX) bekannt ist, kannst du deine <strong>Positionsgröße </strong>an dein <strong>Risikomanagement </strong>anpassen! Auch hierzu nachfolgend ein Beispiel zur Veranschaulichung:</p>



<p>Wir unterstellen, du hättest ein Handelskonto in Höhe von <strong>50.000 EUR</strong>. Auf Basis deines persönlichen Risikomanagements riskierst du <strong>0,5 %</strong> deines Handelskontos pro Trade, also <strong>250 EUR</strong>. Zwischen dem Kurs bei Positionseröffnung und deinem gesetzten <strong><a href="https://www.finanzfluss.de/aktien/ordertypen/stop-loss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stop-Loss</a></strong> (zur Verlustbegrenzung) liegen 50 Punkte. Dann kannst du auf Basis deines Risikomanagements einen Punktwert von <strong>5 EUR je Punkt</strong> handeln (250 EUR Risiko : 50 Punkte Stop-Loss-Abstand = 5 EUR). Würde der DAX nun von 20.000 Punkten auf 19.950 fallen, würde deine Position durch den gesetzten Stop-Loss zur <strong>Verlustbegrenzung </strong>automatisch mit einem <strong>Verlust von 250 EUR</strong> geschlossen werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist die Margin beim CFD-Handel?</h3>



<p>Bei der Margin handelt es sich um eine <strong>Sicherheitenleistung </strong>die du als Trader bei deinem Broker hinterlegen musst, wenn du eine <strong>gehebelte Position</strong> eröffnen möchtest. Die Margin fordert der Broker als Sicherheit, um sich selbst gegen Verluste abzusichern (sog. <strong><a href="https://www.boerse-frankfurt.de/wissen/lexikon/kontrahentenrisiko" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontrahentenrisiko</a></strong>).</p>



<p>Bei der Margin die du zur <strong>Positionseröffnung </strong>benötigst handelt es sich um die sogenannte <strong>initial Margin</strong> bzw. <strong>Eröffnungsmargin</strong>. Solltest du bei Positionseröffnung nicht über den notwendigen Betrag an Sicherheitenleistung auf deinem Konto verfügen, wird die Position also gar nicht erst eröffnet.</p>



<p>Bei der <strong>Halte-Margin</strong> (auch: <strong>Maintenance Margin</strong>) handelt es sich hingegen um den Betrag den du auf deinem Konto vorhalten musst, um eine CFD-Position offen halten zu können. Sollte die erforderliche Halte-Margin größer sein als der Betrag auf deinem Konto, kommt es zum sog. <strong>Margin-Call</strong>. Der Broker fordert dich also auf Maßnahmen zu ergreifen um die Margin-Anforderungen wieder zu erfüllen. Heißt konkret: Geld einzahlen und/oder offene Verlustpositionen schließen!</p>



<p>Die <strong>Marginanforderungen beim CFD-Handel</strong> sind im Wesentlichen davon abhängig welchen Basiswert du handeln möchtest. Als ungefähre Orientierung kannst du dich an der nachfolgenden Tabelle orientieren:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Basiswert</th><th>Margin (in %)</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Indizes</strong></td><td>5,00 %</td></tr><tr><td><strong>Forex</strong></td><td>3,33 % bis 5,00 %</td></tr><tr><td><strong>Rohstoffe</strong></td><td>5,00 % bis 10,00 %</td></tr><tr><td><strong>Aktien</strong></td><td>20,00 %</td></tr><tr><td><strong>Kryptowährungen</strong></td><td>50,00 %</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Wie entsteht der Hebel beim CFD-Trading?</h3>



<p>Da dir nun bekannt ist was die Margin ist, dürftest du den Hebel beim CFD-Trading relativ leicht nachvollziehen können. Machen wir hierfür wieder ein Beispiel:</p>



<p>Gehen wir davon aus, du möchtest Aktie X kaufen. Die Aktie X notiert derzeit bei <strong>100,00 EUR</strong>. Auf deinem Handelskonto hast du <strong>5.000 EUR</strong> zur Verfügung, die du in Aktie X investieren möchtest. Demnach könntest du dir 50 Aktien á 100,00 EUR kaufen, wenn du in die Aktie direkt investieren möchtest. Da du die Aktie nun direkt gekauft hast, partizipiert du 1 zu 1 von der Kursentwicklung der Aktie. Deine Hebelwirkung ist also 0.</p>



<p>Gehen wir nun davon aus, dass du deine <strong>5.000 EUR</strong> nicht in die Aktie direkt investieren möchtest sondern (aus welchen Gründen auch immer) lieber gehebelt handeln möchtest. Hierfür entscheidest du dich <strong>Aktien-CFDs</strong> auf die Aktie X zu kaufen. Die Marginanforderungen belaufen sich auf 20,00 %. Insofern musst du für eine Aktie bzw. ein Aktien-CFD nicht mehr 100,00 EUR investieren sondern nur noch 20,00 EUR Sicherheitenleistung (Margin) hinterlegen. Der <strong>Hebeleffekt </strong>beläuft sich also auf <strong>1:5</strong>. Konkret bedeutet dies, dass du durch den Hebeleffekt von 1:5 mit deiner Kontogröße von 5.000 EUR einen Gegenwert von 25.000 EUR handeln könntest. Da der Kurs der Aktie X bei 100,00 EUR liegt, würde dies 250 Aktien (statt ursprünglich 50) entsprechen. Schauen wir uns an wie sich dies auf deine Rendite auswirken kann:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th></th><th>Handel ohne Hebel</th><th>Handel mit Hebel 1:5</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Kontogröße</strong></td><td>5.000 EUR</td><td>5.000 EUR</td></tr><tr><td><strong>Marginanforderung</strong></td><td>00,00 %</td><td>20,00 %</td></tr><tr><td><strong>Kaufkraft</strong></td><td>5.000 EUR</td><td>25.000 EUR</td></tr><tr><td><strong>Rendite bei 5 % Kursgewinn</strong></td><td>250,00 EUR (= 5 %)</td><td>1.250 EUR (= 25 %)</td></tr><tr><td><strong>Rendite bei 5 % Kursverlust</strong></td><td>-250,00 EUR (= -5 %)</td><td>-1.250 EUR (= -25 %)</td></tr></tbody></table></figure>



<p>Wie du siehst, partizipierst du mit einem Hebel <strong>überproportional </strong>an der Kursentwicklung des Basiswertes. Dies ist von <strong>Vorteil</strong>, wenn sich der Kurs wie von dir prognostiziert entwickelt. Genau so kann der Hebel allerdings auch von <strong>Nachteil </strong>sein, wenn sich der Kurs entgegen deiner Erwartungshaltung entwickelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vorteile und Nachteile von CFD</h2>



<p>Wie bei allem im Leben, haben auch CFD nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile. Schauen wir uns also einmal genauer an, welche Vor- und Nachteile CFDs haben, damit du besser beurteilen kannst, ob CFDs das richtige Finanzinstrument für dich sind:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von CFD</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>CFDs bieten dir die Möglichkeit auf <strong>Margin </strong>zu handeln, sodass deine Position gehebelt ist. Durch die Hebelwirkung hast du die Möglichkeit &#8211; sofern sich der Kurs wie von dir prognostiziert entwickelt &#8211; eine überproportionale Rendite (auf deinen Kapitaleinsatz) zu erwirtschaften.</li>



<li>Mit CFDs kannst du eine<strong> Vielzahl an Basiswerten</strong> handeln wie z.B. Indizes, Rohstoffe, Aktien und Kryptowährungen. Ohne den Einsatz von CFDs (oder anderen Derivaten) wäre ein Handel auf einige Basiswerte nur sehr schwer bzw. nur mit einem großen Kapitaleinsatz möglich.</li>



<li>CFDs verfügen über eine <strong>transparente Kursentwicklung</strong>, da ausschließlich die Wertentwicklung des Basiswertes sich auf den Wert von CFDs auswirkt. Weitere wertbeeinflussende Faktoren wie z.B. der Zeitwert, die Volatilität oder das Delta spielen im Gegensatz zu Optionen oder Optionsscheinen keine Rolle.</li>



<li>Durch CFDs hast du die Möglichkeit auf <strong>steigende und fallende Kurse</strong> zu setzen, sodass du im Gegensatz zu einem Direktinvestment (z.B. in Aktien) nicht ausschließlich von steigenden Kursen partizipieren kannst.</li>



<li>CFDs ermöglichen es dir Positionen in <strong>sekundenschnelle </strong>zu öffnen und zu schließen.</li>



<li>Seit 2018 gibt es für Privatkunden <strong>keine Nachschusspflicht</strong> mehr beim Handel mit CFDs.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von CFD</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>CFD sind <strong>nicht börsengehandelt</strong>. Stattdessen gehst du beim Handel mit CFD eine Vereinbarung mit deinem Broker ein. </li>



<li>Da der Broker den Kurs stellt, besteht eine gewisse <strong>Abhängigkeit vom Broker</strong>. Bei der Wahl des richtigen CFD-Brokers solltest du daher darauf achten, dass der Kurs des CFDs dem <strong>realen Kurs des Basiswertes</strong> entspricht und der Broker keine &#8222;Phantasiekurse&#8220; stellt.</li>



<li>Sofern du eine Position mehrere Tage/Wochen halten möchtest, können die anfallenden <strong>Finanzierungskosten </strong>deine Rendite deutlich mindern.</li>



<li>Die <strong>Hebelwirkung </strong>ist zwar von Vorteil, sofern sich das Underlying wie von dir vorhergesagt entwickelt, aber genau so gut kann sich die Hebelwirkung zu deinen Ungunsten entwickeln.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Kosten entstehen beim CFD-Handel?</h2>



<p>Gerade Trading-Anfänger unterschätzen den Einfluss der Handelskosten auf die Gesamtrendite. Grundsätzlich lässt sich sagen: Je öfters gehandelt wird, desto höher sind auch die Kosten die erstmal wieder erwirtschaftet werden. Welche Kosten beim Handel mit CFDs anfallen, erfährst du im nachfolgenden:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Spread</h3>



<p>Der Spread ist nichts anderes als die <strong>Differenz zwischen dem Geldkurs (Bid) und Briefkurs (Ask)</strong>. Angenommen die Aktie X notiert bei 100,00 EUR. Möchtest du die Aktie nun kaufen, dann zahlst du z.B. einen Briefkurs von 100,50 EUR. Würdest du die Aktie bereits besitzen und würdest sie verkaufen wollen, dann könntest du sie zum Beispiel zu einem Geldkurs von z.B. 99,50 EUR verkaufen. Du kannst dir merken: Wenn du eine Position eröffnen möchtest, zahlst du immer etwas mehr. Wenn du eine Position schließen möchtest, erhältst du immer etwas weniger. <strong>Diese Kursdifferent ist der Spread</strong>, den der Broker verdient.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Finanzierungskosten für Overnight-Positionen</h3>



<p>Abhängig davon wie lange du deine Position hältst, können <strong>Finanzierungskosten für Overnight-Positionen </strong>anfallen. Diese Kosten entstehen, da du durch die hinterlegte Margin nur einen Teil der Gesamtkosten zahlen musst. Die Differenz leiht dir quasi der Broker. Hierfür fallen entsprechende Zinsen an. Allerdings solltest du beachten, dass diese Zinsen nur für <strong>Long-Positionen</strong> zu zahlen sind. Bei <strong>Short-Positionen</strong> kannst du hingegen einen Zins erhalten. Wie hoch die Finanzierungskosten für Overnight-Positionen sind, solltest du im Vorfeld bei deinem Broker erfragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommissionen</h3>



<p>Früher war es üblich, dass Broker nicht nur am Spread verdienen sondern dem Kunden auch für jeden Trade eine Kommission in Rechnung stellen. Da die Kommissionen pro Trade teilweise bis zu 10 EUR betragen haben, hat sich dies natürlich deutlich auf die Rendite ausgewirkt. In den letzten Jahren ging die Tendenz jedoch dahin, dass immer mehr Broker die Kommissionen für einzelne Trades entweder vollständig abgeschafft haben oder diese auf einen niedrigen einstelligen Betrag reduziert haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Servicegebühren</h3>



<p>Eine Vielzahl von Brokern bieten ihren Kunden Zusatzdienste an, die sie sich teilweise vergüten lassen. Dies können zum Beispiel die <strong>Orderaufgabe über das Telefon</strong>, die zur Verfügungstellung von <strong>Echtzeit-Kursdaten </strong>oder einer <strong>Handelsplattform </strong>sein. Ob dein Broker diese Dienste anbietet, du diese in Anspruch nehmen möchtest und wie hoch hierfür die Gebühren sind solltest du ebenfalls im Vorfeld klären. Denn auch hier gilt: Die Kosten gehen zu Lasten deiner Rendite.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es beim CFD-Trading eine Nachschusspflicht?</h3>



<p>Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält, eine Nachschusspflicht für Privatpersonen beim CFD-Handel gibt es seit 2018 <strong>nicht </strong>mehr. Dies gilt zumindest für alle <strong>Broker mit Sitz innerhalb der EU</strong>. Sofern dein Broker seinen Sitz außerhalb der EU hat, kann die Nachschusspflicht ggf. noch bestehen. Die Fragestellung solltest du für deinen persönlichen Einzelfall mit deinem Broker <strong>vor deiner ersten Positionseröffnung</strong> klären.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist der Unterschied zwischen CFDs und Futures?</h3>



<p>Auch wenn Futures und CFDs einige Gemeinsamkeiten haben, gibt es auch diverse Unterschiede. Im Wesentlichen unterscheiden sich CFDs und Futures wie folgt:</p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th></th><th>CFD</th><th>Future</th></tr></thead><tbody><tr><td><strong>Laufzeit</strong></td><td>Ohne Laufzeitbegrenzung</td><td>Mit Laufzeitbegrenzung (Verfall)</td></tr><tr><td><strong>Positionsgrößen</strong></td><td>Nicht standardisiert</td><td>Standardisiert</td></tr><tr><td><strong>Handelsplatz</strong></td><td>OTC (außerbörslich)</td><td>Terminbörse</td></tr><tr><td><strong>Spreads</strong></td><td>Ja</td><td>Nein</td></tr></tbody></table></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Wo kann man CFDs handeln?</h3>



<p>Da CFDs nicht an einer Börse gehandelt werden, benötigst du für den CFD-Handel einen entsprechenden <strong>CFD-Broker</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Worauf sollte bei der Auswahl des CFD-Brokers geachtet werden?</h3>



<p>Wo das schnelle Geld winkt, tummeln sich in der Regel auch schwarze Schafe. Der Handel mit CFD macht hierbei keine Ausnahme. Umso wichtiger ist es also, dass du dein Handelskonto nicht bei einem beliebigen CFD-Broker eröffnest sondern bei der Wahl deines CFD-Brokers einige wichtige Kriterien berücksichtigst. Eine niedrige Kostenstruktur oder eine Vielzahl an handelbaren Werten sollten bei der Wahl deines Brokers <strong>nicht </strong>im Vordergrund stehen!</p>



<p>Das wichtigste Kriterium bei der Wahl deines CFD-Brokers ist, dass dieser staatlich reguliert ist bzw. unter der <strong>Aufsicht einer Aufsichtsbehörde</strong> steht (z.B.: BaFin oder FCA).</p>



<p>Ist dein potentieller Broker staatlich reguliert, dann solltest du dir im nächsten Schritt Rezensionen im Internet anschauen. <strong>Kundenbewertungen </strong>können ein Indiz dafür sein, ob ein CFD-Broker seriös oder unseriös ist. Sofern du einen CFD-Broker mit einer Vielzahl negativer Bewertungen (z.B. in Bezug auf die Auszahlung) ausfindig gemacht hast, solltest du einen großen Bogen um diesen Broker machen.</p>



<p>Erst im nächsten Schritt gilt es sich über die <strong>Kostenstruktur </strong>(in Bezug auf die Gesamtkosten) und die <strong>handelbaren Werte</strong> bei einem Broker zu informieren. Die niedrigsten Kosten und das größte Produktportfolio nützen dir nichts, wenn dein Broker falsche Kurse stellt und/oder dein Geld nicht wieder auszahlt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist der Handel mit CFD riskant?</h3>



<p>CFD sind komplexe Finanzinstrumente die gehebelt gehandelt werden. Hierdurch geht der Handel mit CFD mit einem hohen Risiko einher, sodass du dein eingesetztes Kapital teilweise oder vollständig verlieren kannst. Daher solltest du dich vor dem CFD-Handel über die genaue Funktionsweise und die möglichen Risiken von CFD informieren. Im Übrigen: CFD-Broker sind dazu verpflichtet auf ihrer Website anzugeben wie viel Prozent der Kleinanleger Kapital mit CFD-Handel beim jeweiligen Broker verlieren. Die Angaben variieren je nach Broker meist zwischen 70 % und 85 %. Demnach verliert der Großteil der Kleinanleger Geld mit dem CFD-Handel.</p>
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		<title>Optionsscheine</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/optionsscheine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2025 21:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=367</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem wir uns bereits mit Knock Out Zertifikaten befasst haben, schauen wir uns nun einmal an, was es mit den klassischen Optionsscheinen auf sich hat. Unter anderem gehen wir darauf ein, wie diese funktionieren, was es mit den Griechen auf sich hat und wie ein Optionsscheinrechner funktioniert. Legen wir also los...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Nachdem wir uns bereits mit <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikaten</a></strong> befasst haben, schauen wir uns nun einmal an, was es mit den klassischen <strong>Optionsscheinen </strong>auf sich hat. Unter anderem gehen wir darauf ein, wie diese funktionieren, was es mit den Griechen auf sich hat und wie ein Optionsscheinrechner funktioniert. Legen wir also los&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Optionsscheine erklärt</h2>



<p>Die typische Erklärung eines Optionsscheins, dürfte dir vermutlich bekannt sein&#8230; Diese lautet in der Regel in etwas wie folgt: </p>



<p>&#8222;<strong>Durch einen Optionsschein erwirbst du das Recht einen Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen (Call Optionsschein) oder zu verkaufen (Put Optionsschein).</strong>&#8222;.</p>



<p>Diese Erklärung klingt zugegebenermaßen nach einer trockenen Floskel aus einem Lehrbuch. Schauen wir uns anhand von Beispielen also einmal an was konkret dahinter steckt. Aus Vereinfachungsgründen lassen wir an dieser Stelle den <strong>Einfluss der Optionsgriechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheine</strong>s unberücksichtigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Call Optionsschein</h3>



<p>Unterstellen wir, du gehst davon aus, dass die XYZ-Aktie aufgrund neuer innovativer Produkte in den nächsten 12 Monaten steigen wird. Die Aktie notiert derzeit bei <strong>100 USD</strong>.</p>



<p>Damit du das Recht hast, die XYZ-Aktie in Zukunft zum aktuellen Kurs des Basiswertes von 100 USD zu kaufen, erwirbst du <strong>Call Optionsscheine</strong> mit einer Laufzeit von 12 Monaten und einem <strong>Strike </strong>(auch: Ausübungspreis) von 100 USD.</p>



<p>Gehen wir davon aus, dass ein Optionsschein <strong>1 USD</strong> kostet und das <strong>Bezugsverhältnis 0,1</strong> beträgt, wie es bei Aktien (als Basiswert) in der Regel üblich ist. Aufgrund des Bezugsverhältnisses von 0,1 musst du also <strong>10 Optionsscheine</strong> erwerben, um an der Wertentwicklung von <strong>einer Aktie</strong> zu partizipieren. Demnach zahlst du dem Emittenten <strong>10 USD für 10 Optionsscheine</strong>, um an der Wertentwicklung einer XYZ-Aktie teilzuhaben. Schauen wir uns nun zwei simple Szenarien an, bei denen wir den <strong>Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheins</strong> vorerst unberücksichtigt lassen:</p>



<p><strong>Szenario 1</strong>:</p>



<p>Unterstellen wir, die XYZ-Aktie entwickelt sich wie von dir prognostiziert und steht am Ende der Laufzeit (z.B. nach 12 Monaten) bei <strong>150 USD</strong>. In dem Fall hast du einen <strong>Gewinn von 40 EUR</strong> bzw. eine <strong>Rendite von 300 </strong>% auf deinen Kapitaleinsatz erzielt.</p>



<p>Der Gewinn lässt sich wie folgt ermitteln: </p>



<p><em><strong>150 USD</strong> (Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit) &#8211; <strong>100 USD</strong> (vereinbarter Strike) &#8211; <strong>10 USD</strong> (Preis für 10 Optionsscheine)</em></p>



<p><strong>Szenario 2</strong>:</p>



<p>Da nicht alles Gold ist was glänzt, schauen wir uns einmal an was passiert, wenn sich der Basiswert anders als von dir prognostiziert entwickelt&#8230;</p>



<p>Gehen wir davon aus, dass der Basiswert am Ende der Laufzeit (z.B. 12 Monate) von 100 USD auf 90 USD gefallen ist. Der vereinbarte Strike bzw. Ausübungspreis lag wieder bei 100 USD. </p>



<p>In einem solchen Fall hättest du mit deinem <strong>Einsatz von 10 USD</strong> einen <strong>Totalverlust </strong>erlitten, da dein Optionsschein wertlos verfallen wäre. Dies ergibt sich vor dem Hintergrund der nachfolgenden Überlegung:</p>



<p><em><strong>90 USD</strong> (Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit) &#8211; <strong>100 USD</strong> (vereinbarter Strike)</em> = <strong>-10 USD</strong></p>



<p>Du hättest also einen <strong>Verlust von 10 USD</strong> bzw. <strong>100 % deines Einsatzes</strong> erzielt, da dein Optionsschein wertlos verfallen wäre.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Put Optionsschein</h3>



<p>Durch den Kauf eines <strong>Put Optionsscheins</strong> hast du das Recht, einen Basiswert zu einem vorab festgelegten Preis in der Zukunft zu <strong>verkaufen</strong>. Schauen wir uns auch dies einmal anhand eines konkreten Beispiels an, um da ganze etwas praxistauglich zu erläutern. Aus Vereinfachungsgründen lassen wir auch an dieser Stelle den Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheins vorerst unberücksichtigt&#8230;</p>



<p>Die XYZ-Aktie steht derzeit bei 100 USD. Aufgrund schlechter Quartalszahlen und einem schlechten Ausblick gehst du davon aus, dass der Kurs der Aktie innerhalb der nächsten 12 Monate fallen wird. Du kaufst also einen Put-Optionsschein mit einer Laufzeit von 12 Monaten und einem Strike von 100 USD.</p>



<p><strong>Szenario 1</strong>:</p>



<p>Die XYZ-Aktie fällt wie von dir prognostiziert innerhalb der nächsten 12 Monate von 100 USD auf 50 USD. Da du durch den Put-Optionsschein mit einem Ausübungspreis von 100 USD das Recht erworben hast die XYZ-Aktie zu 100 USD zu verkaufen, obwohl die Aktie zwischenzeitlich nur noch bei 50 USD steht, hast du einen<strong> Gewinn von 40 USD</strong> bzw. eine <strong>Rendite von 300 %</strong> auf deinen Einsatz erzielt. Der Gewinn lässt sich wie folgt berechnen:</p>



<p><em><strong>100 USD</strong> (vereinbarter Strike) &#8211; <em><strong>50 USD</strong> (Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit) &#8211; </em><strong>10 USD</strong> (Preis für 10 Optionsscheine)</em></p>



<p><strong>Szenario 2</strong>:</p>



<p>Unterstellen wir, die schlechten Quartalszahlen und der schlechte Ausblick wurde von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen, da diese mit schlechteren Quartalszahlen und einem schlechteren Ausblick gerechnet haben. In der Folge steigt also der Kurs der XYZ-Aktie innerhalb der nächsten 12 Monate von 100 USD auf 150 USD&#8230;</p>



<p>Am Ende der Laufzeit liegt der Kurs des Basiswertes also über dem vereinbarten Ausübungspreis. In der Folge verfällt dein Put Optionsschein also wertlos, sodass du in Bezug auf deinen Einsatz (10 USD) einen <strong>Totalverlust </strong>erleidest.</p>



<p>Wie du gesehen hast, entspricht die Funktionsweise von Optionsscheinen also der von klassischen <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivaten</a></strong>. Jetzt kommt das große <strong>ABER</strong>&#8230;</p>



<p>Die oben genannten Beispiele wurden aus Vereinfachungsgründen, damit du die Funktionsweise von Optionsscheinen nachvollziehen kannst, vorerst <strong>ohne den Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung des Optionsscheins</strong> erläutert. Schauen wir uns also einmal an, was es mit dem Einfluss der Griechen auf den Wert von Optionsscheinen auf sich hat:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Einfluss der Griechen auf Optionsscheine</h2>



<p>Du fragst dich nun sicherlich, was konkret mit &#8222;den Griechen&#8220; in Bezug auf Optionsscheine gemeint ist und was diese hierbei für eine Rolle spielen. Die Antwort ist relativ einfach: Bei den Griechen handelt es sich um <strong>(Sensitivitäts)Kennzahlen</strong>, die den Wert des Optionsscheins maßgeblich beeinflussen. Schauen wir uns die Griechen und deren Einfluss auf Optionsscheine einmal genauer an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Omega</h3>



<p>Beim <strong>Omega </strong>des Optionsscheins handelt es sich um den <strong>realen Hebel</strong> des Optionsscheins. Insofern solltest du dich, sofern du dir mit Hilfe eines <strong>Optionsscheinfinders </strong>einen passenden Optionsschein für deine Handelsidee aussucht, nicht zu sehr auf den häufig angegebenen <strong>einfachen Hebel</strong> fokussieren sondern das Omega im Blick haben.</p>



<p>Hierbei solltest du wissen, dass es sich beim Omega um eine <strong>variable</strong> Kennzahl handelt, welche sich im Zeitverlauf, verändert. <strong>Einfluss auf das Omega</strong> haben insbesondere die <strong>Restlaufzeit</strong> des Optionsscheins, der <strong>Abstand</strong> zum Strike, die <strong>Volatilität</strong> des Basiswertes und des Gesamtmarktes sowie die Entwicklung des <strong>Zinsen</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Delta</h3>



<p>Das <strong>Delta </strong>gibt an, um wieviel sich der Kurs deines Optionsscheines verändert, wenn sich der zugrundeliegende Basiswert um eine Geldeinheit verändert. Das Delta gibt also die <strong>Sensitivität der Veränderung</strong> zwischen Basiswert und Optionsschein an! Klingt kompliziert, ist es aber nicht:</p>



<p>Angenommen das Delta deines Optionsscheines hat einen Wert von 0,5 und dein Basiswert verändert sich um 1 EUR, dann verändert sich der Wert deines Optionsscheines um 0,5 EUR. Insofern relativ simple nachzuvollziehen&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gamma</h3>



<p>Das <strong>Gamma </strong>gibt an, wie sich das Delta verändert, wenn sich der Kurs des Basiswertes um eine Einheit verändert. Demnach drückt das Gamma aus, wie das Delta zustande kommt&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Theta</h3>



<p>Das <strong>Theta </strong>gibt den Zeitwertverlust des Optionsscheins an. Konkret bedeutet dies, um wieviel Euro verliert dein Optionsschein an Wert, wenn die Restlaufzeit deines Optionsscheins um einen Tag abgenommen hat (unter sonst gleichbleibenden Bedingungen). </p>



<p>Wird das Theta einer Call-Option z.B. mit -0,03 angegeben, dann bedeutet dies, dass dein Optionsschein mit jedem abgelaufenen Tag (derzeit) um 3 Cent an Wert verliert. Zu beachten ist hierbei, dass das Theta keine statische sondern eine <strong>variable</strong> Zahl ist. Mit sinkender Restlaufzeit nimmt das Theta zu, sodass das Theta zum Ende der Laufzeit hin stark ansteigt. Dies ergibt sich vor dem Hintergrund, dass mit jedem abgelaufenen Tag bzw. mit abnehmender Restlaufzeit die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sich der Basiswert für dich positiv entwickelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vega</h3>



<p>Das <strong>Vega </strong>gibt an, wie sich der Wert des Optionsscheins entwickelt, wenn sich die Volatilität um ein Prozent erhöht oder verringert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rho</h3>



<p>Das <strong>Rho </strong>gibt an, um wie viel sie der Kurs des Optionsscheines ändert, wenn der risikolose Zinssatz um 100 Basispunkte steigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Kennzahlen von Optionsscheinen</h2>



<p>Nachdem wir uns mit dem Einfluss der Griechen auf die Wertentwicklung von Optionsscheinen befasst haben, schauen wir uns noch die weiteren relevanten Kennzahlen für den Handel mit Optionsscheinen an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Basispreis</h3>



<p>Wie du bereits weißt, erwirbst du durch einen Optionsschein das Recht, einen gewissen Basiswert (z.B. eine bestimmte Aktie, einen bestimmten Rohstoff oder einen bestimmten Index) <strong>zu einem vorher festgelegten Preis</strong> zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen (Call Optionsschein) oder zu verkaufen (Put Optionsschein). </p>



<p>Bei dem hier besagten &#8222;vorher festgelegte Preis&#8220; handelt es sich um den <strong>Basispreis</strong>. Du erwirbst demnach das Recht, den Basiswert (z.B. eine Aktie) zum vereinbarten Basispreis in der Zukunft zu kaufen bzw. zu verkaufen.</p>



<p>Machen wir zur Verdeutlichung ein kurzes Beispiel: Die XYZ-Aktie wird derzeit zu 100 EUR an der Börse gehandelt. Du gehst davon aus, dass die Aktie in Zukunft steigen wird. Entsprechend möchtest du einen Call Optionsschein auf die XYZ-Aktie kaufen mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten kaufen. Als Basispreis wählst du den aktuellen Marktpreis der XYZ-Aktie. Da der <strong>Basispreis </strong>dem aktuellen Marktpreis entspricht, ist der <strong>Optionsschein am Geld</strong>. </p>



<p><strong>Dies würde bedeuten</strong>: Notiert der Basiswert am Ende der Laufzeit unterhalb des Basispreises, also unter 100 EUR, würde der Optionsschein wertlos verfallen. Sofern der Basiswert oberhalb des vereinbarten Basispreises von 100 EUR notiert ergibt sich dein Gewinn wie folgt:</p>



<p><em><strong>(Kurs am Ende der Laufzeit &#8211; Basispreis) x Bezugsverhältnis</strong></em></p>



<p>Würdest du z.B. einen Basispreis von 110 EUR wählen (also über dem aktuellen Marktpreis), dann wäre der <strong>Optionsschein aus dem Geld</strong>. Der Basiswert müsste also noch auf mindestens 110 EUR bzw. um 10 % steigen, damit du überhaupt erst in die Gewinnzone kommst.</p>



<p>Sofern du einen Basispreis von 90 EUR (also unter dem aktuellen Marktpreis) wählen würdest, wäre der <strong>Optionsschein im Geld</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufgeld</h3>



<p>Beim Aufgeld handelt es sich um eine Kennzahl, die du dafür nutzen kannst um deine Chancen und Risiken zu beurteilen, da das <strong>Aufgeld prinzipiell deine Gewinnchancen angibt</strong>.</p>



<p>Demnach beeinflusst das Aufgeld den Wert des Optionsscheines nicht, sondern drückt lediglich aus, <strong>um wie viel Prozent der Basiswert bis zum Ende der Laufzeit steigen muss</strong>, damit du mit deinem Optionsschein die <strong>Gewinnschwelle </strong>erreichst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Implizite Volatilität</h3>



<p>Bei der Impliziten Volatilität handelt es sich um eine Kennzahl, welche die <strong>erwartete Schwankungsbreite des Basiswertes</strong> ausdrückt. Wird eine starke Schwankung eines Basiswertes erwartet, ist die<strong> implizite Volatilität hoch</strong>. Wird hingegen erwartet, dass ein Basiswert wenig schwanken wird, ist die <strong>implizite Volatilität niedrig</strong>.</p>



<p>Die <strong>implizite Volatilität</strong> kann insofern als <strong>Risikomaß </strong>genutzt werden, da eine <strong>hohe Schwankung</strong> gleichbedeutend mit einem <strong>hohen Risiko</strong> ist.</p>



<p>Zum <strong>Einfluss der impliziten Volatilität auf Optionsscheine</strong> muss dir zwingend bekannt sein, dass eine <strong>hohe implizite Volatilität zu einem steigenden Wert des Optionsscheins</strong> führt. Eine<strong> niedrige implizite Volatilität führt hingegen zu einem sinkenden Wert des Optionsscheins</strong>.</p>



<p>Um die Bedeutung der impliziten Volatilität auf den Wert des Optionsscheines zu verdeutlichen, sollte dir nachfolgendes klar sein:</p>



<p><strong>Ein reiner Anstieg der impliziten Volatilität kann den Wert des Optionsscheins beeinflussen, auch wenn sich der Kurs des Basiswertes nicht verändert und alle anderen Kennzahlen unverändert bleiben! Die implizite Volatilität hat also einen Maßgeblichen Einfluss auf den Wert deines Optionsscheins! </strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Spread</h3>



<p>Beim <strong>Spread </strong>handelt es sich um die Differenz zwischen dem <strong>Geld Kurs</strong> und dem <strong>Brief Kurs</strong>. Beim Brief Kurs handelt es sich um den Kurs den du bezahlen musst, wenn du einen Optionsschein kaufen möchtest. Beim Geld Kurs handelt es sich hingegen um den Kurs zu dem du deinen Optionsschein verkaufen kannst. Insofern solltest du grundsätzlich auf niedrige Spreads achten, da dann die Differenz zwischen dem Geld Kurs und Brief Kurs bzw. dem Kaufpreis und Verkaufspreis nicht zu hoch ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Wertermittlung von Optionsscheinen</h2>



<p>Nachdem du nun erfahren hast, wie ein <strong>Call Optionsschein</strong> und ein <strong>Put Optionsschein</strong> funktioniert und welchen <strong>Einfluss die Griechen auf den Wert eines Optionsscheines</strong> haben, schauen wir uns als nächstes einmal an, wie sich der <strong>Wert eines Optionsscheines</strong> zusammensetzt.</p>



<p>Der <strong>Gesamtwert</strong> eines Optionsschein besteht aus dem sogenannten <strong>inneren Wert</strong> zzgl. des <strong>Zeitwertes</strong>. Schauen wir uns also einmal an, wie der innere Wert eines Optionsscheins und der Zeitwert entsteht:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der innere Wert eines Optionsscheins</h3>



<p>Der <strong>innere Wert eines Optionsscheins</strong> lässt sich relativ simple ermitteln, da dies ausschließlich aus der Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und dem Strike besteht. Schauen wir uns dies einmal anhand eines Beispiels an:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="458" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-1024x458.png" alt="Innerer Wert von Optionsscheinen" class="wp-image-420" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-1024x458.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-300x134.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert-768x343.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-innerer-Wert.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Zur Veranschaulichung gehen wir einmal davon aus, dass du &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; am 25.11.2024 (vertikale Linie) einen <strong>Call Optionsschein</strong> auf Tesla (Kürzel: TSLA) gekauft hättest. Als Strike hättest du 340 USD, also einen <strong>Strike am Geld</strong>, gewählt. Die Restlaufzeit beträgt z.B. <strong>12 Monate</strong>.</p>



<p>Ca. 7 Wochen später steht der aktuelle Kurs der Tesla-Aktie bei 426.50 USD. Welchen inneren Wert hat dann dein Call Optionsschein? Die Lösung ist relativ simple: </p>



<p><em><strong>426.50 USD</strong> (aktueller Basispreis) <strong>&#8211; 340.00 USD</strong> (vereinbarter Strike) = <strong>86,50 USD</strong></em></p>



<p>Hierbei musst du allerdings noch eine Sache beachten&#8230; Nämlich das <strong>Bezugsverhältnis</strong>! Wie oben erwähnt, gibt das Bezugsverhältnis nämlich an, wie viele Optionsscheine du besitzen musst, um an der Wertentwicklung von <strong>einer Aktie</strong> zu partizipieren!</p>



<p>Da sich die <strong>86,50 USD</strong> auf eine Aktie beziehen, musst du den Wert noch <strong>mit dem Bezugsverhältnis multiplizieren</strong>! Also: 86,50 USD x 0,1 (Bezugsverhältnis) = 8,65 USD. Ein einzelner Optionsschein hätte demnach einen<strong> inneren Wert von 8,65 USD</strong>.</p>



<p>Schauen wir uns nun auch noch an, wie sich der innere Wert ermitteln lässt, wenn sich der Kurs des Basiswertes nicht wie von dir prognostiziert entwickelt:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-1024x424.png" alt="Call Optionsschein innerer Wert" class="wp-image-425" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-Call-Optionsschein.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Unterstellen wir, du wärst davon ausgegangen, dass Moderna (Kürzel: MRNA) ein vielversprechendes Unternehmen darstellt. Entsprechend hättest du am 04.06.2024 einen <strong>Call Optionsschein</strong> auf Moderna mit <strong>Strike 145.00 USD</strong> und einer <strong>Laufzeit von 12 Monaten</strong> gekauft. Der Kurs hat sich anschließend wie folgt entwickelt:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-1024x424.png" alt="Innerer Wert von Optionsscheinen" class="wp-image-427" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Moderna-innerer-Wert.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wie sich im Nachhinein herausstellt, war deine Einschätzung leider falsch und der Kurs der Moderna-Aktie ist in den nächsten 6 Monaten von 145.00 USD auf 33.76 USD gefallen. Wie ist also der innerer Wert deines Call Optionsscheins auf Moderna? Ganz einfach:</p>



<p><em><strong>33.76 USD</strong> (aktueller Basispreis) &#8211; <strong>145.00 USD</strong> (Strike) = <strong>00.00 USD</strong></em></p>



<p>Richtig wäre natürlich ein Wert von -111.24 USD, allerdings kann der innere Wert eines Optionsscheins nicht negativ werden. Entweder dein Optionsschein hat einen (positiven) inneren Wert oder er hat keinen inneren Wert und ist dann 0.</p>



<p>Da dir nun bekannt ist, wie sich der innere Wert eines Optionsscheins ermitteln lässt, schauen wir uns als nächstes noch den Zeitwert an, damit du dann den Gesamtwert deines Optionsscheins ermitteln kannst:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Zeitwert von Optionsscheinen</h3>



<p>Der Zeitwert eines Optionsscheins preist den Wert des Optionsscheins ein, der sich aus der Restlaufzeit ergibt. Bei einer kurzen Restlaufzeit, hat ein Optionsschein nahezu keinen Zeitwert mehr (da sich der Basispreis so gut wie nicht mehr zu deinem Vorteil entwickeln kann), daher ist der <strong>Zeitwert eines Optionsscheins am Ende der Restlaufzeit immer 0</strong>. Optionsscheine mit einer noch langen Restlaufzeit haben hingegen noch einen Zeitwert, da noch genügen Zeit vorhanden ist, damit sich der Kurs des Basiswertes wie von dir prognostiziert (und damit zu deinen Gunsten) entwickeln kann.</p>



<p>Schauen wir uns auch hierzu mal ein konkretes Beispiel an:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="424" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-1024x424.png" alt="Zeitwert Call Optionsschein" class="wp-image-433" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-1024x424.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-300x124.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein-768x318.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Tesla-Call-Optionsschein.png 1515w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Gehen wir davon aus, du würdest Tesla (Kürzel: TSLA) für ein vielversprechendes Unternehmen halten, da du davon ausgehst, dass sich Elektrofahrzeuge langfristig durchsetzen werden. Den Kursrücksetzer der letzten vier Wochen (von 480.00 USD auf 413.82 USD) möchtest du nun dazu nutzen, um günstig in Long-Richtung in Tesla einzusteigen&#8230;</p>



<p>Hierfür kaufst du dir nun Call Optionsscheine auf Tesla mit einer <strong>Restlaufzeit von 18 Monaten</strong> und einem <strong>Strike von 415.00 USD</strong>. Der Call Optionsschein befindet sich also am Geld, da der Strike am aktuellen Basiskurs von 413.82 USD notiert. Insofern hat der Call Optionsschein also nahezu keinen bzw. nur einen geringen inneren Wert.</p>



<p>Würde sich der Wert des Optionsscheins nun ausschließlich aus dem inneren Wert ergeben, könntest du einen Call Optionsschein auf Tesla, der am Geld notiert, für fast umsonst bekommen: 415 USD &#8211; 413.82 USD = 1.18 USD x 0,10 Bezugsverhältnis = <strong>0.12 USD</strong>.</p>



<p>Allerdings kostet ein entsprechender Call Optionsschein derzeit nicht 0.12 USD sondern <strong>13,09 EUR</strong>!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="344" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-1024x344.png" alt="Optionsscheinfinder" class="wp-image-434" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-1024x344.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-300x101.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-768x258.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder-1536x515.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Onvista-Optionsscheinfinder.png 1571w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Optionsscheine" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wenn der Call Optionsschein am Geld also nahezu keinen inneren Wert hat (außer die 0.12 USD), woher stammt dann der Preis für die Optionsschein von 13,09 EUR? Du wirst es bereits erahnen&#8230; Hierbei handelt es sich um den<strong> Zeitwert des Optionsscheins!</strong></p>



<p>Der Call Optionsschein hat also einen Zeitwert, der sich ausschließlich aufgrund der langen Restlaufzeit von 18 Monaten ergibt. Der Grund hierfür ist, dass du mit dem Kauf dieses Optionsscheins ausreichend Zeit hättest, dass sich der Basiswert zu deinen Gunsten entwickeln könnte. Für dieses Recht bzw. diese Möglichkeit musst du dem Emittenten des Optionsscheins den Zeitwert von 13,09 EUR je Optionsschein bezahlen.</p>



<p>Je mehr Zeit vergeht, desto mehr nimmt der Zeitwert ab und desto günstiger wird der Optionsschein (sofern sich die anderen Parameter wie die implizite Volatilität, der innere Wert etc. nicht verändern.). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vorteile und Nachteile von Optionsscheinen</h2>



<p>Nachdem du nun weißt wie Optionsscheine funktionieren schauen wir uns auch einmal die Vor- und Nachteile von Optionsscheinen an&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Optionsscheinen</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Optionsscheine bieten dir durch die <strong>Hebelwirkung </strong>die Möglichkeit bereits mit einem<strong> kleinen Kapitaleinsatz</strong> an der Wertentwicklung eines Basiswertes (überproportional) zu partizipieren. Hierdurch benötigst du also weniger Kapital, als wenn du den Basiswert direkt kaufst.</li>



<li>Durch Optionsscheine hast du die Möglichkeit eine <strong>Vielzahl von Basiswerten</strong> (Aktien, Indizes, Rohstoffe, Kryptowährungen) zu handeln.</li>



<li>Ein weiterer Vorteil von Optionsscheinen ist, dass es <strong>keine Nachschusspflicht</strong> gibt. Du kannst also einen Teil deines Kapitals in einen Optionsschein investieren, ohne Angst zu haben, dass es zu einer Nachschusspflicht kommt. Im schlimmsten Fall ist dein Optionsschein am Ende der Laufzeit wertlos. Aber das Risiko mehr zu verlieren als du investiert hast besteht bei Optionsscheinen nicht!</li>



<li>Kommen wir nun zum wesentlichen Vorteil eines Optionsscheines gegenüber einem <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikat</a></strong>: Optionsscheine haben <strong>keine Knock Out Schwelle</strong> und können daher während der Laufzeit auch problemlos unterhalb des vereinbarten Basispreises liegen ohne wertlos zu verfallen. Maßgeblich ist lediglich, ob der Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit oberhalb (Call Optionsschein) oder unterhalb (Put Optionsschein) des vereinbarten Strike liegt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Optionsscheinen</h3>



<p>Wo es Vorteile gibt, gibt es auch Nachteile. Schauen wir uns also mal die Nachteile von Optionsscheinen an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Sofern sich der Basiswert nicht wie von dir entwickelt, riskierst du einen <strong>Totalverlust </strong>des von dir investierten Kapitals.</li>



<li>Optionen gehen mit einer <strong>beschränkten Laufzeit</strong> einher. Sofern du also langfristig in einen Wert investiert sein möchtest, solltest du dir also ggf. den Basiswert direkt kaufen. Sofern du aber mit einer Hebelwirkung an der Wertentwicklung des Basiswertes partizipieren möchtest, können <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikate</a></strong> ggf. eine Alternative darstellen, da diese auch ohne Laufzeitbegrenzung gehandelt werden können.</li>



<li>Optionsscheine sind äußerst <strong>spekulativ </strong>und eignen sich daher nicht für alle Investitionsvorhaben wie z.B. einer konservativen Altersvorsorge.</li>



<li>Durch Optionsscheine wirst du im Gegensatz zum Kauf von Aktien <strong>nicht Miteigentümer des Unternehmens</strong> und hast daher auch keine Eigentümerrechte (z.B. Stimmrechte auf der Hauptversammlung, Anspruch auf Dividendenzahlung).</li>



<li>Sofern du dir über die o. g. Nachteile bewusst bist und du dennoch spekulativ investieren möchtest, dürfte der größte Nachteil von Optionsscheinen die <strong>Intransparenz der Preisentwicklung</strong> sein, da diese nicht 1 zu 1 von der Wertentwicklung des Basiswertes abhängig sind sondern von einer Vielzahl an Einflussfaktoren abhängen (Restlaufzeit, Volatilität etc.).</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Optionsscheinfinder</h2>



<p>Nachdem du nun weißt was Optionsscheine sind, wie diese funktionieren und welchen Einfluss die Griechen auf den Wert deines Optionsscheines haben, stellst du dir vermutlich die Frage, wie du denn einen passenden Optionsschein findest. Die Antwort ist einfach: Mit einem <strong>Optionsscheinfinder</strong>&#8230;</p>



<p>Einer der bekanntesten Optionsscheinfinder dürfte der <strong><a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionsscheinfinder von comdirect</a></strong> (<em>keine bezahlte Werbung</em>) sein. Entsprechend nutzen wir diesen zur Veranschaulichung.</p>



<p>Gehen wir davon aus, du hast eine Handelsidee entwickelt und möchtest diese nun mit Optionsscheinen umsetzen. Unterstellen wir, du gehst aus irgendwelchen Gründen davon aus, dass Paypal in den nächsten Monaten steigen wird und suchst nun einen passenden <strong>Call Optionsschein</strong>, mit dem du deine Handelsidee umsetzen kannst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="474" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-1024x474.png" alt="Optionsscheinfinder" class="wp-image-464" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-1024x474.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-300x139.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-768x355.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal-1536x711.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-Paypal.png 1835w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Am 24.01.2025 hat Paypal bei 88.77 USD geschlossen. Die Info ist notwendig, damit du dich für den richtigen Strike entscheiden kannst. </p>



<p>Wenn du eine Handelsidee für einen bestimmten Basiswert hast und den aktuellen Kurs dieses Basiswertes kennst, kannst du den <strong>Optionsscheinfinder von comdirect</strong> (<em>keine bezahlte Werbung</em>) ganz einfach nutzen, um dir einen passenden Optionsschein zu finden:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="672" height="782" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect.png" alt="Optionsscheinfinder comdirect" class="wp-image-465" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect.png 672w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-258x300.png 258w" sizes="(max-width: 672px) 100vw, 672px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Das Ausfüllen der Eingabemaske ist relativ selbsterklärend:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Da du von steigenden Kursen ausgehst, schränkst du die Vorauswahl auf &#8222;Call&#8220; ein;</li>



<li>Als Basiswert gibst du Paypal an;</li>



<li>Da ein <strong>Optionsschein am Geld</strong> gekauft werden soll, wird der Basispreis auf 88 USD bis 90 USD eingeschränkt;</li>



<li>Als Restlaufzeit wählen wir 1 Jahr bis endlos.</li>
</ul>



<p>Aus den ursprünglichen ca. 5.000 verschiedenen Call Optionsscheinen auf Paypal bleiben nunmehr nur noch 76 Stück übrig:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="500" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-1024x500.png" alt="Optionsscheinfinder comdirect" class="wp-image-466" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-1024x500.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-300x147.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-768x375.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-1536x751.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis.png 1821w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Die nunmehr 76 verschiedenen Optionsscheine kannst du nun weiter nach dem Basispreis, der Fälligkeit, den Emittenten, der Impliziten Volatilität, dem Omega und/oder dem Spread filtern. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="500" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-1024x500.png" alt="Optionsscheinfinder comdirect" class="wp-image-467" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-1024x500.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-300x147.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-768x375.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final-1536x751.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinfinder-comdirect-Paypal-Ergebnis-final.png 1821w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.comdirect.de/inf/optionsscheine/finder.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Gehen wir zur Veranschaulichung davon aus, dass du nun nach Belieben die Eingabemaske zum Filtern der Kriterien genutzt hast und einen Optionsschein gefunden hast, der deine Erwartungen erfüllt. Beispielhaft sei hier der rot umrahmte Optionsschein genannt, da der dieser am meisten zusagt, da er z.B. relativ nah am aktuellen Basispreis liegt, die Restlaufzeit sowie der Hebel deinen Wünschen entspricht und der Spread deiner Ansicht nach auch hinnehmbar ist.</p>



<p>Dann kannst du nun die angegebene <strong>ISIN </strong>(DE000SY7BD20) oder <strong>WKN </strong>(SY7BD2) nutzen, um diesen (oder einen anderen) Optionsschein beim <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>deiner Wahl zu kaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Optionsscheinrechner</h2>



<p>Ein <strong>Optionsscheinrechner</strong> bietet dir die Möglichkeit die Preisentwicklung deines Optionsscheines vor dem Kauf zu <strong>simulieren</strong>. Insofern sollten nicht nur (aber insbesondere auch) Anfänger einen Optionsscheinrechner nutzen, um die Wirkung einzelner Parameter auf den Wert des Optionsscheines zu simulieren. Einer der bekanntesten Optionsscheinrechner dürfte der <strong><a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Optionsscheinrechner von onvista</a></strong> (<em>keine bezahlte Werbung</em>) sein. Daher schauen wir uns diesen einmal genauer an&#8230;</p>



<p>Gehen wir davon aus, du möchtest die oben genannte Handelsidee (Paypal) mit dem ausgewählten Optionsschein simulieren:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="530" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-1024x530.png" alt="Optionsscheinrechner onvista" class="wp-image-470" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-1024x530.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-300x155.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske-768x398.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Eingabemaske.png 1251w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Zunächst gibst du in die Eingabemaske die WKN oder die ISIN deines ausgewählten Optionsscheins an. In unserem beispielhaften Optionsschein also die SY7BD2.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="599" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-1024x599.png" alt="Optionsscheinrechner" class="wp-image-471" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-1024x599.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-300x175.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-768x449.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista.png 1306w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Nachdem du die WKN oder ISIN zu deinem Optionsschein angegeben hast, wird dir die oben angegebene Maske angezeigt, in der du bis zu<strong> 5 Szenarien simulieren</strong> kannst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="624" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-1024x624.png" alt="Optionsscheinrechner onvista" class="wp-image-475" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-1024x624.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-300x183.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet-768x468.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2025/01/Optionsscheinrechner-onvista-Volatilitaet.png 1306w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/optionsschein-rechner" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista.de</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Um einmal den Einfluss der Volatilität auf den Wert des Optionsscheins zu verdeutlichen, haben wir einmal zwei Szenarien dargestellt. Die Werte von <strong>Szenario 1</strong> entsprechen den aktuellen Bedingungen. Im Gegensatz dazu wurde in <strong>Szenario 2</strong> die Volatilität von 37,96 % auf 85,00 % erhöht. Sämtliche andere Werte entsprechen denen von Szenario 1 bzw. den aktuellen Bedingungen. Wie du sehen kannst führt eine Erhöhung der Volatilität von 37,96 % auf 85,00 % dazu, dass der <strong>Wert des Call Optionsscheins auf 102,84 % steigt</strong>!</p>



<p>Hilfreich ist der Optionsscheinrechner auch, um einmal mit dem Basispreis zu experimentieren bzw. herauszufinden wie sich Optionsscheine verhalten wenn der <strong>Basispreis im Geld, am Geld oder aus dem Geld</strong> liegen. Insofern solltest du die Möglichkeit eines Optionsscheinrechners nutzen, um dich mit Optionsscheinen bzw. deren Wertentwicklung vertraut zu machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es bei Optionsscheinen eine Nachschusspflicht?</h3>



<p><strong>Nein, bei Optionsscheinen gibt es keine Nachschusspflicht</strong>. Dein maximaler Verlust ist damit auf deinen Kapitaleinsatz begrenzt, den du aufgewendet hast um den Optionsschein zu kaufen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kann man Optionsscheine jederzeit verkaufen?</h3>



<p><strong>Ja, Optionsscheine können während der Laufzeit jederzeit verkauft werden</strong> und müssen damit nicht bis zum Ende der Laufzeit gehalten werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Haben Optionsscheine eine Knock Out Schwelle?</h3>



<p><strong>Nein, im Gegensatz zu <a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikaten</a> verfügen Optionsscheine über keine Knock Out Schwelle</strong>. Dies ist der wesentliche Vorteil von Optionsscheinen gegenüber K.O.-Zertifikaten.</p>



<p></p>
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		<title>Knock Out Zertifikate</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/knock-out-zertifikate/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 11:46:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=148</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Knock Out Zertifikat ist ein Finanzinstrument, das sich auf einen Basiswert bezieht und dessen Wertentwicklung von diesem Basiswert abhängig ist. Insofern also ein typisches Derivat. Schauen wir uns einmal an was Knock Out Zertifikate ausmacht...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Nachdem wir uns im letzten Beitrag angeschaut haben, was <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/derivate-bedeutung-erklaerung/">Derivate </a></strong>im Allgemeinen sind, werden wir nun spezifischer und schauen uns ein konkretes Derivat an. Los geht es mit dem <strong>Knock Out Zertifikat</strong>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Knock Out Zertifikate erklärt</h2>



<p>Ein Knock Out Zertifikat ist ein Finanzinstrument, das sich auf einen Basiswert bezieht und dessen Wertentwicklung von diesem Basiswert abhängig ist. Insofern also ein typisches Derivat. Schauen wir uns nachfolgend einmal an was Knock Out Zertifikate ausmacht:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Funktionsweise von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Was Derivate im Allgemeinen auszeichnet ist, dass du mit ihnen auf eine Vielzahl von Basiswerten spekulieren kannst. Du kannst Knock Out Zertifikate nutzen um auf die Wertentwicklung von Aktien, Indizes, Rohstoffen, Kryptowährungen und vieles mehr zu spekulieren. Hierbei kannst du nicht nur auf steigende (Call) sondern auch auf fallende Kurse (Put) spekulieren. Wie ein <strong>Call-Zertifikat</strong> und ein <strong>Put-Zertifikat</strong> funktioniert, erfährt du jetzt:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Call-Zertifikat</h4>



<p>Gehen wir zur Veranschaulichung davon aus, dass du die Märkte beobachtest und auf den Wert &#8222;The Trade Desk Inc.&#8220; (Kürzel: TTD) aufmerksam geworden wärst, da sich dieser in einem intakten Aufwärtstrend befindet, welcher korrigiert hat. Du gehst &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; davon aus, dass die Korrektur demnächst beendet ist und der Wert weiter steigen wird.</p>



<p>Nun überlegst du dir, wie du an der ggf. steigenden Kursentwicklung partizipieren kannst. Eine Möglichkeit hierfür ist ein Knock Out Zertifikat, nämlich ein <strong>Call</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="541" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-1024x541.png" alt="KO-Zertifikat Call" class="wp-image-161" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-1024x541.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-300x159.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-768x406.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call-1536x812.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Trade-Desk-Knock-Out-Zertifikat_Call.png 1747w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Aufgrund persönlicher Erwägungen erscheint dir der Preis von 125 USD ein markanter Punkt zu sein, sodass du davon ausgehst, dass die 125,00 USD nicht mehr unterschritten werden. Zu diesem Ergebnis kannst du z.B. aufgrund von <strong>Indikatoren </strong>(z.B. <a href="https://derivatehandel.net/tradingstrategien/moving-average/">Moving Average</a>, <a href="https://derivatehandel.net/tradingstrategien/macd-moving-average-convergence-divergence/">MACD </a>oder RSI), der <strong><a href="https://derivatehandel.net/tradingstrategien/markttechnik/">Markttechnik </a></strong>oder anderen <strong><a href="https://derivatehandel.net/tradingstrategien/">Tradingstrategien </a></strong>gelangt sein.</p>



<p>Entsprechend entscheidest du dich für ein <strong>KO-Zertifikat (Call)</strong> mit eine <strong>K.O.-Schwelle</strong> von ca. 125,00 USD. Berührt der Kurs der Aktie (auch nur für einen kurzen Moment) die K.O.-Schwelle von 125,00 USD, so verfällt dein Knock Out Zertifikat und es kommt zum <strong>Totalverlust </strong>deines Einsatzes!</p>



<p><em><strong>ACHTUNG</strong>: Da das Berühren der <strong>K.O.-Schwelle</strong> umgehend zu einem <strong>Totalverlust deines Einsatzes</strong> führt, solltest du unter keinen Umständen dein gesamtes Kapital in ein einzelnes Knock Out Zertifikat investieren! Die Notwendigkeit eines <strong>konservativen Risikomanagements</strong> ergibt sich bei K.O.-Zertifikaten nicht nur vor dem Hintergrund von <strong>Kursrisiken </strong>sondern auch vor dem Hintergrund der unten genannten <strong>Emittentenrisiken</strong>!</em></p>



<p>Im Grunde entspricht die K.O.-Schwelle damit einem <strong>Stopploss </strong>bei z.B. <a href="https://derivatehandel.net/derivate/cfd/"><strong>CFD</strong> </a>(Contract for Difference), da deine Tradingidee bei Berühren der K.O.-Schwelle keine Gültigkeit mehr hat (z.B. weil dann der Aufwärtstrend gebrochen wurde).</p>



<p>Schauen wir uns als nächstes ein Beispiel an, mit dem man auf fallende Kurse spekulieren kann&#8230;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Put-Zertifikat</h4>



<p>Gehen wir davon aus, du möchtest ab sofort Aktien nur noch <strong>shorten</strong>, da dir jemand erzählt hat, dass fallende Kurse häufig ein höheres Momentum aufweisen als steigende Aktienkurse. Entsprechend begibst du dich auf die Suche nach Aktien, die in letzter Zeit stark an Wert verloren haben. Bei deiner Suche stößt du z.B. auf den Wert &#8222;Moderna Inc.&#8220; (Kürzel: MRNA).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="556" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-1024x556.png" alt="Put K.O.-Zertifikat " class="wp-image-175" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-1024x556.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-300x163.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put-768x417.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Moderna-Knock-Out-Zertifikat_Put.png 1247w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">TradingView.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Bei der Betrachtung des Charts fällt dir auf, dass sich der Wert in einem intakten Abwärtstrend befindet und gerade korrigiert hat. Du vermutest, dass der Wert in Kürze weiter fallen wird. Hierbei unterstellst du, dass der Kurs erstmal nicht mehr über 49,00 USD steigen wird. Entsprechend suchst du dir ein KO-Zertifikat für eine Short-Position auf Moderna Inc. mit einer <strong>K.O.-Schwelle</strong> von 49,00 USD.</p>



<p>Auch hier gilt: Steigt der Wert der Moderna-Aktie und berührt die K.O.-Schwelle, verfällt dein K.O.-Zertifikat und deine Position erleidet einen <strong>Totalverlust</strong>. Entsprechend gilt auch bei Short-Positionen, dass du ein striktes und konservatives Risikomanagement betreiben solltest!</p>



<p>Wie du dir &#8222;das richtige&#8220; Zertifikat und &#8222;den richtigen&#8220; Emittenten für deine Zwecke aussuchst, erfährst du weiter unten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">KO-Zertifikate: Die Entstehung des Hebels</h3>



<p>Er ist Fluch und Segen zugleich&#8230; Die Rede ist natürlich vom <strong>Hebel</strong> bzw. der <strong>Hebelwirkung</strong>. Wie diese zustande kommt erfährst du anhand des nachfolgenden Beispiels:</p>



<p>Gehen wir davon aus, du hast wieder eine &#8222;interessante&#8220; Aktie entdeckt. Die Aktie notiert aktuell bei 100 USD und dein Depot besteht aus 10.000 USD in Cash, die du investieren möchtest.</p>



<p>Für eine bessere Veranschaulichung lassen wir eine Diversifikation unberücksichtigt und unterstellen deshalb, dass du für den Gesamtbetrag von 10.000 USD Aktien zu je 100 USD kaufen möchtest. Nach Adam Riese könntest du dir also genau 100 Aktien kaufen.</p>



<p>Steigt die Aktie nun von 100 USD auf 110 USD partizipierst du an dieser Wertentwicklung 1 zu 1. Aus deinen anfänglichen 10.000 USD sind zwischenzeitlich also 11.000 USD geworden, was einer <strong>Rendite von 10 %</strong> entspricht.</p>



<p>Gehen wir im nächsten Schritt davon aus, dass du von der positiven Wertentwicklung der Aktie aus irgendwelchen Gründen so überzeugt bist, dass du an der Wertentwicklung der Aktie nicht nur 1 zu 1 sondern am liebsten mit einem <strong>Hebel von 10</strong> partizipieren möchtest. Hierfür suchst du dir über einen <strong>Knock Out Zertifikate Finder</strong> das entsprechende KO-Zertifikat.</p>



<p>Der Hebel von 10 kommt zustande, da du anstelle von 100 USD pro Aktie nur noch 10 USD bezahlen musst. Die restlichen 90 USD leiht dir quasi der Emittent.</p>



<p>Du findest also ein Zertifikat für 1 USD. Angegeben wird hierbei ein <strong>Bezugsverhältnis von 0,1</strong>. Entsprechend musst du 10 Zertifikate á 1 USD erwerben, um an der Entwicklung von einer Aktie zu partizipieren. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass du nun nur 10 USD (10 Zertifikate á 1 USD) anstelle von 100 USD (1 Aktie á 100 USD) investieren musst, um an der Wertentwicklung des Basiswertes 1 zu 1 zu partizipieren.</p>



<p>Du rechnest kurz und kommst zu dem Ergebnis, dass du für 10.000 USD genau 10.000 Zertifikate erwerben könntest. Aufgrund des Bezugsverhältnisses von 0,1 würde dies einem Aktienbestand von 1.000 Aktien, also einem Gegenwert von 100.000 USD, entsprechen. Kaufst du die Aktien direkt, würdest du &#8222;nur&#8220; 100 Aktien kaufen können und hättest hierdurch einen Gegenwert von &#8222;nur&#8220; 10.000 USD.</p>



<p>Steigt die Aktie jetzt, wie von dir prognostiziert, um 10 % wird aus dem gehandelten Gegenwert von 100.000 USD ein Gewinn von 10.000 USD. Berechnet auf deinen Kapitaleinsatz von 10.000 USD entspricht dies einer <strong>Rendite von 100 %</strong>!</p>



<p>Der Hebel kommt also zustande, da du einen geringeren Kapitaleinsatz aufbringen musst bzw. für den gleichen Kapitaleinsatz einen größeren Gegenwert handeln kannst.</p>



<p>Klingt gut, wenn es in die richtige Richtung läuft. Bevor du nun aber beginnst deine Kündigung zu verfassen, um künftig hauptberuflicher Händler zu werden, hier kommt die Kehrseite: Genauso wie der Hebel für dich ein Vorteil ist, wenn sich der Basiswert in die richtige Richtung entwickelt, genauso ist der Hebel für dich zum Nachteil, wenn sich der Basiswert nicht wie von dir prognostiziert entwickelt. Machen wir wieder ein Beispiel:</p>



<p>Du kaufst dir anstelle der o. g. 100 Aktien zu je 100 USD lieber 10.000 Zertifikate zu 1 USD, was durch das Bezugsverhältnis 1.000 Aktien á 100 USD entspricht, also einem Gegenwert von 100.000 USD. Nun entwickelt sich der Basiswert allerdings nicht wie von dir vorhergesagt. Statt zu steigen fällt er um 10 % und steht nun bei 90 USD.</p>



<p>Du rennst nun aufgeregt an deinen Laptop und schaust ins Depot. Während der Laptop hochfährt überschlägst du im Kopf: &#8222;<em>10.000 Zertifikate entsprechen 1.000 Aktien á 100 USD, also einem Gegenwert von 100.000 USD. Fallen die 100.000 USD um 10 %, entspricht dies einem Minus von 10.000 USD&#8230;</em>&#8222;. Du öffnest den Startbildschirm deines Depots und stellst mit erschrecken fest, dass sich deine 10.000 USD Anfangskapital in Luft aufgelöst haben.</p>



<p>Dieses etwas erschreckende Beispiel veranschaulicht hoffentlich hinreichend, dass der Hebel nicht nur zu deinem Vorteil sondern auch zu deinem Nachteil wirkt, wenn sich der Basiswert nicht wie von dir vorhergesagt entwickelt. Insofern nochmals der Hinweis: <strong>Wenn mit Derivaten gehandelt wird, ist ein konservatives Risikomanagement unerlässlich!</strong> Unter keinen Umständen sollte der Gesamtbetrag deines Depots in Derivate eines einzelnen Basiswertes investiert werden, andernfalls ist der <strong>Totalverlust des Gesamtdepots</strong> nur eine Frage der Zeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Knockt Out Zertifikate: Die Preisberechnung</h3>



<p>Spätestens wenn du einen <strong>Knock Out Zertifikate Finder</strong> nutzen wirst, um dir ein passendes Zertifikat zu suchen, wirst du dich fragen weshalb jedes Zertifikat einen anderen Preis aufweist. Wenn man sich nicht mit der <strong>Preisberechnung von K.O.-Zertifikaten</strong> befasst hat, kann dies tatsächlich etwas verwirrend erscheinen. Schaut man sich allerdings an wie die Preise zustande kommen, ist dies relativ einfach nachzuvollziehen. Nutzen wir wieder ein Beispiel zu Veranschaulichung:</p>



<p>Dein Nachbar hat für dich einen &#8222;heißen Tipp&#8220; und sagt dir, dass die Aktie XYZ demnächst &#8222;<em>durch die Decke gehen muss&#8230;</em>&#8222;. Du öffnest dein Smartphone und rufst dir den Chart der Aktie auf. Die Aktie befindet sich in einem Seitwärtstrend. Im ersten Moment bist du enttäuscht, da (noch) kein Aufwärtstrend vorhanden ist. Je länger du darüber nachdenkst, desto besser findest du den Seitwärtstrend. Du denkst dir &#8222;<em>Wenn die Aktie mal nach oben ausbricht, dann nehme ich die ganze Bewegung mit..</em>&#8222;.</p>



<p>Gesagt, getan&#8230; Knock Out Zertifikate Finder aufgerufen, Basiswert eingegeben, Long-Richtung ausgewählt, K.O.-Schwelle definiert und Attacke&#8230; Das Ergebnis verwundert dich: Es werden dir 650 Zertifikate von verschiedenen Emittenten zu verschiedenen Preisen angezeigt.</p>



<p>Die Preise je Zertifikat schwanken zwischen 2,00 EUR und 3,00 EUR. Im ersten Moment denkst du dir: &#8222;<em>Nicht schlimm&#8230; Ist ja nur ein Euro&#8230;</em>&#8222;. Im zweiten Moment denkst du dir: &#8222;<em>Moment mal&#8230; Das sind aber 50 % Preisunterschied&#8230; Irgend einen Grund muss das ja haben&#8230;</em>&#8222;. </p>



<p>Richtig! Es gibt einen Grund&#8230; Die Preisberechnung des K.O.-Zertifikates ist nämlich im Wesentlichen vom aktuellen <strong>Preis des Basiswertes</strong> sowie der von dir <strong>ausgewählten K.O.-Schwelle</strong> abhängig. Machen wir wieder ein Beispiel hierzu:</p>



<p>Die Aktie XYZ notiert derzeit bei 250 EUR. Deine K.O.-Schwelle liegt bei 230 EUR. Zwischen den aktuellen 250 EUR des Basiswertes und deiner K.O.-Schwelle von 230 EUR liegen also <strong>20 EUR Abstand</strong>.</p>



<p>Diese <strong>20 EUR Abstand</strong> multiplizierst du mit dem angegebenen <strong>Bezugsverhältnis von 0,1</strong> und kommst so grob zu dem Preis für dein Zertifikat, also <strong>2 EUR</strong>. Anzumerken ist, dass noch Zinsen und Aufgeld hinzukommen, der tatsächliche Preis also etwas über 2 EUR liegen wird.</p>



<p>Hättest du beim gleichen Basiswert eine andere K.O.-Schwelle ausgewählt, z.B. bei 200 EUR, dann ändert sich der Preis für das K.O.-Zertifikat entsprechend: </p>



<p><em>250 EUR Basispreis &#8211; 200 EUR K.O.-Schwelle = 50 EUR x 0,1 Bezugsverhältnis = <strong>5 EUR je Zertifikat</strong> (zzgl. Zinsen und Aufgeld).</em></p>



<p>Soviel zur Preisberechnung bei K.O.-Zertifikaten und weshalb hier die Preis variieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Bezeichnung von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Die Namensgebung von Knock Out Zertifikaten ist so eine Sache, da diese nicht wirklich genormt sind und jeder Emittent sein eigenes Süppchen kocht. Bei den Knock Out Zertifikaten gibt es häufig Bezeichnung wie </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Open End Turbo Optionsschein</li>



<li>Turbo Unlimited Optionsschein</li>



<li>Sprinter Open End</li>



<li>Mini Future Zertifikat</li>



<li>etc.</li>
</ul>



<p>Wichtiger ist, was sich hinter dem Namen verbirgt. Insofern gehen wir an dieser Stelle nicht weiter auf die verschiedenen Bezeichnungen ein, da diese weitestgehend unerheblich sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Schauen wir uns einmal die Vorteile von Knock Out Zertifikaten an, damit du für dich persönlich die Entscheidung treffen kannst, ob K.O.-Zertifikate das richtige Finanzinstrument für dich sind:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Geringer Kapitaleinsatz</h4>



<p>Wie du am oben genannten Beispiel (zur Erläuterung der Hebelwirkung) gesehen hast, benötigst du beim Handel von K.O.-Zertifikaten einen (teilweise deutlich) geringeren Kapitaleinsatz, als wenn du dir den Basiswert direkt kaufst. Dies ermöglicht es dir, auch mit einem kleinen Konto einen beträchtlichen Gegenwert zu handeln (aber Achtung, der Hebel wirkt auch gegen dich!).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vielseitiger Einsatz</h4>



<p>Durch den Handel von K.O.-Zertifikaten hast du die Möglichkeit an der Entwicklung von diversen Basiswerten wie Aktien, Rohstoffe, Kryptowährungen, Indizes etc. zu partizipieren. Und zwar nicht nur in Long-Richtung, wie dies beim Kauf von Aktien der Fall ist, sondern auch in Short-Richtung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Keine Nachschusspflicht</h4>



<p>Im Gegensatz zu manch anderen Finanzinstrumenten gibt es bei K.O.-Zertifikaten keine Nachschusspflicht, was einen deutlichen Vorteil darstellt. Berührt der Kurs des Basiswertes deine zuvor festgelegte K.O.-Schwelle, kannst du nicht mehr verlieren als den Preis den du für das K.O.-Zertifikat gezahlt hast. Kommt es beispielsweise zu einem Gap (Kurslücke) und deine K.O.-Schwelle wird nicht berührt sondern übersprungen, bist du mit deinem Knock Out Zertifikat nicht im Minus bzw. nachschusspflichtig, wie es zum Beispiel bei einem <strong>CFD </strong>der Fall wäre. Lediglich dein K.O.-Zertifikat wird wertlos. Das Restrisiko trägt also der Emittent!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hohe Transparenz</h4>



<p>Es gibt Derivate, bei denen die Preisentwicklung nur schwer nachvollziehbar ist, da neben der Entwicklung des Basiswertes auch weitere Einflussfaktoren, wie die Volatilität, die Restlaufzeit etc. eine Rolle spielen. <strong>Optionen </strong>sind ein solches Beispiel. Bei K.O.-Zertifikaten ist dies nicht der Fall, sodass die Preisentwicklung des Knock Out Zertifikates äußerst transparent und nahezu 1 zu 1 von der Entwicklung vom Basiswert abhängt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Knock Out Zertifikaten</h3>



<p>Damit du dir eine vollumfängliche Meinung darüber bilden kannst, ob Knock Out Zertifikate das richtige Finanzinstrument für dich sind, solltest du dir neben den Vorteilen allerdings auch die Nachteile anschauen:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Emittentenrisiko</h4>



<p>Neben dem Kursrisiko, dass sich der Basiswert nicht wie von dir prognostiziert entwickelt besteht auch das sogenannte Emittentenrisiko. Dies ist darin begründet, dass Zertifikate <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Inhaberschuldverschreibung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Inhaberschuldverschreibungen </a></strong>darstellen. Wird der Emittent also zahlungsunfähig bzw. insolvent, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass du dein eingesetztes Kapital verlierst. Ein bekanntes Negativbeispiel hierfür war die <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lehman_Brothers" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers</a></strong>. In der Folge wurden unzählige Zertifikate, die von Lehman Brothers zuvor herausgegeben wurden, wertlos. Worauf du bei der Wahl des Emittenten achten solltest, erfährst du weiter unter!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Totalverlust bei Erreichen der K.O.-Schwelle</h4>



<p>Erreicht der Kurs des Basiswertes die K.O.-Schwelle, führt dies zu einem Totalverlust deines investierten Kapitals. Insofern gilt, dass ein <strong>konservatives Risikomanagement</strong> unabdingbar ist und nur ein geringer Betrag deines Gesamtkapitals in ein K.O.-Zertifikat auf einen gewissen Basiswert investiert werden sollte.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hoher Hebel führt zu schnellen Verlusten</h4>



<p>Was einerseits ein Vorteil ist, wenn man die Entwicklung des Basiswertes richtig eingeschätzt hat, ist auf der anderen Seite ein Nachteil, wenn man mit seiner Einschätzung falsch gelegen hat. Denn dann führt der Hebel zu einem schnellen Verlust. Entsprechend solltest du mit der Wahl deines Hebels vorsichtig sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Laufzeit von Knock Out Zertifikaten</h2>



<p>Es gibt Knock Out Zertifikate mit unterschiedlichen Laufzeiten. Schauen wir uns diese also einmal genauer an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Laufzeitgebundene K.O.-Zertifikate</h3>



<p>Laufzeitgebundene Knock Out Zertifikate haben ein <strong>festgelegtes Verfallsdatum</strong>. Entsprechend solltest du darauf achten, dass das Verfallsdatum zu deinem Handelsansatz passt. Triffst du deine Handelsentscheidung beispielsweise auf dem Wochenchart, solltest du kein K.O.-Zertifikat mit einer Restlaufzeit von wenigen Tagen wählen. </p>



<p>Andersrum gilt: Möchtest du nur bis zum Ende des Handelstages im Markt bleiben, um z.B. einen erwarteten Ausbruch über ein Widerstandslevel zu handeln, brauchst du kein laufzeitgebundenes K.O.-Zertifikat mit noch mehreren Wochen Restlaufzeit.</p>



<p>Da du für ein K.O.-Zertifikat nur einen Teil des Kapitals zahlen musst, wodurch der Hebel zustande kommt, entstehen <strong>Finanzierungskosten</strong>. Diese entstehen, da dir der Emittent den erforderlichen Restbetrag quasi leiht. Da ein laufzeitgebundenes Knock Out Zertifikat eine feste und damit bekannte Restlaufzeit hat, sind die anfallenden Finanzierungskosten bereits absehbar und entsprechend eingepreist. Dies führt dazu, dass <strong>laufzeitgebundene K.O.-Zertifikate eine feste K.O.-Schwelle</strong> haben. Anders sieht es hingegen bei Open End Zertifikaten aus. Schauen wir uns dies einmal an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Open End Knock Out Zertifikat</h3>



<p>Wie es der Name bereits vermuten lässt, haben <strong>Open End Knock Out Zertifikate keinen festen Verfallstag</strong> und laufen quasi endlos. Hierdurch entsteht jedoch das &#8222;Problem&#8220; (für den Emittenten), dass nicht absehbar ist welche Finanzierungskosten für die Haltedauer anfallen werden. Die Lösung hierfür ist jedoch einfach: Im Gegensatz zu einer festen K.O.-Schwelle (wie bei laufzeitbegrenzten K.O.-Zertifikaten), wird die <strong>K.O.-Schwelle bei Open End K.O.-Zertifikaten regelmäßig um die Finanzierungskosten angepasst</strong>.</p>



<p>Hast du also z.B. ein Long-Zertifikat, wird die K.O.-Schwelle regelmäßig angepasst und wandert langsam aber sicher nach oben. Du solltest also die aktuelle K.O.-Schwelle und den aktuellen Kurs des Basiswertes nicht aus den Augen lassen, sonst wirst du ausgeknockt und wunderst dich nachher wieso es dazu gekommen ist&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Knock Out Zertifikate Finder</h2>



<p>Wenn du dich mit der Theorie von Knock Out Zertifikaten ausgiebig befasst hast, kommt irgendwann der Tag an dem du dir endlich mal ein K.O.-Zertifikat kaufen möchtest. Hierfür solltest du zwingend einen <strong>K.O.-Zertifikate Finder</strong> nutzen.</p>



<p>Ein solcher wird zum Beispiel von <strong><a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">onvista </a></strong>(<em>keine bezahlte Werbung</em>) oder <strong><a href="https://www.comdirect.de/inf/zertifikate/finder/hebel.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">comdirect </a></strong>(<em>keine bezahlte Werbung</em>) angeboten. Schauen wir uns exemplarisch einmal den <strong>Knock Out Zertifikate Finder von onvista</strong> an. Hierfür unterstellen wir zur Veranschaulichung, dass du ein Long-Zertifikat auf den Basiswert Paypal handeln möchtest, da sich der Wert in einem intakten Aufwärtstrend befindet:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="571" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-1024x571.png" alt="K.O.-Zertifikate Finder" class="wp-image-233" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-1024x571.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-300x167.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder-768x428.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/Onvista-Knock-Out-Zertifikate-Finder.png 1214w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.tradingview.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tradingsview.com</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Als mögliche K.O.-Schwelle erscheinen dir die Preisbereiche von 82,00 USD und 84,00 USD sinnvoll, da mit einem Unterschreiten dieser Preisbereiche der Aufwärtstrend gebrochen (und damit nicht mehr intakt) wäre, wodurch deine Tradingidee obsolet wäre. Entsprechend schaust du nun nach Zertifikaten mit K.O.-Schwellen von 82.00 USD und 84.00 USD. Hierfür gehst du wie folgt vor:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="186" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-1024x186.png" alt="Zertifikatefinder" class="wp-image-236" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-1024x186.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-300x54.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-768x139.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske-1536x279.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Eingabemaske.png 1570w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onvista</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<ol class="wp-block-list">
<li>Du gibst an, dass du ein Knock-Out-Zertifikat suchst;</li>



<li>Du gibst Paypal als Basiswert an;</li>



<li>Du wählst &#8222;Long&#8220;, weil du an steigenden Kursen partizipieren möchtest;</li>



<li>Du gibst 82,00 USD bis 84 USD als K.O.-Schwelle an und</li>



<li>wenn du kein laufzeitbegrenztes Zertifikat möchtest, wählst du als Restlaufzeit &#8222;Open End&#8220; aus.</li>
</ol>



<p>Als Ergebnis werden dir dann 141 Knock-Zertifikate von unterschiedlichen Emittenten angezeigt:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="474" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-1024x474.png" alt="Knock Out Zertifikate Finder" class="wp-image-238" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-1024x474.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-300x139.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-768x355.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht-1536x711.png 1536w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-Ergebnisuebersicht.png 1567w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onvista</a> (Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Das Ergebnis von 141 Zertifikaten, unterschiedlichster Emittenten, mit unterschiedlichen K.O.-Schwellen, kann erschlagend wirken. Deswegen wäre eine Möglichkeit wie folgt vorzugehen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Filtern nach &#8222;Spread aufsteigend&#8220;, so werden dir die Zertifikate mit dem geringsten Spread zuerst angezeigt;</li>



<li>Du prüfst, ob die K.O.-Schwelle des Zertifikates mit einem günstigen Spread deinen Vorstellungen entspricht und</li>



<li>du schaust, ob dir der Emittent zusagt (worauf bei der Auswahl des Emittenten zu achten ist, erfährst du weiter unten).</li>
</ol>



<p>In unserem exemplarischen Fall fällt die Wahl auf das K.O.-Zertifikat mit der Wertpapierkennnummer (WKN) GJ6VJN. Nachdem die Entscheidung gefallen ist, schaust du dir das Zertifikat einmal genauer an, indem du auf die WKN klickst:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="338" src="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-1024x338.png" alt="Knock Out Zertifikate Finder" class="wp-image-240" srcset="https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-1024x338.png 1024w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-300x99.png 300w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN-768x254.png 768w, https://derivatehandel.net/wp-content/uploads/2024/12/K.O.-Zertifikate-Finder-WKN.png 1251w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.onvista.de/derivate/Knock-Outs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Onvista </a>(Screenshot; Keine bezahlte Werbung)</figcaption></figure>



<p>Wie du siehst, ist der Basispreis und die K.O.-Schwelle mit 82,324 USD identisch. Andernfalls wäre es ein <strong>K.O.-Zertifikat mit Stop-Loss</strong>. Solche Zertifikate werden in der Ergebnisübersicht (s.o.) gesondert mit <strong>SL</strong> gekennzeichnet. Dies führt dazu, dass vor dem erreichen der K.O.-Schwelle die Position geschlossen wird und es nicht zum vollständigen Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt. Ob ein K.O.-Zertifikat mit einem Stop-Loss sinnvoll ist, ist nicht nur Geschmackssache sondern auch vom persönlichen Risikomanagement abhängig. Sofern du ein konservatives Risikomanagement verfolgst und immer nur einen geringen Betrag deines Gesamtkapitals für die Investition in ein Zertifikat nutzt, ist ein Stop-Loss nicht zwingend erforderlich, da dann die K.O.-Schwelle als quasi Stop-Loss-Level dient. Dies ist jedoch tatsächlich nur empfehlenswert, sofern du dich an dein Risikomanagement auch stringent hältst.</p>



<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem du auf die WKN geklickt hast, siehst du welche Eigenschaften dein ausgewähltes Zertifikat mit sich bringt (Basispreis, K.O.-Schwelle, Abstand vom aktuellen Basispreis bis zur K.O.-Schwelle, Hebel, Bezugsverhältnis und den Bewertungstag).</p>



<p>Sofern dir die Parameter zusagen, kannst du dir nun die WKN kopieren und das Zertifikat über diese WKN bei einem <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>deiner Wahl kaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Emittenten von Knock Out Zertifikaten</h2>



<p>Da es sich bei Knock Out Zertifikaten um Inhaberschuldverschreibungen handelt, ist die Wahl des richtigen Emittenten entscheidend, um das Emittentenrisiko (Insolvenz bzw. Zahlungsunfähigkeit des Emittenten), möglichst zu reduzieren, um einen Teil- oder Totalverlust der getätigten Investition zu vermeiden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Reduzierung des Emittentenrisikos</h3>



<p>Du fragst dich nun sicherlich, wie du den &#8222;richtigen&#8220; Emittenten auswählen kannst. Gehen wir auf diese berechtigte Frage also einmal ein:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nachrichten lesen</h4>



<p>Es klingt trivial&#8230; Ist es auch! Als Börsianer bzw. Spekulant solltest du ohnehin regelmäßig die Nachrichten lesen. Einerseits bekommst du hierdurch einen guten Eindruck vom Marktumfeld bzw. der Stimmung im Markt, andererseits können sich hieraus auch die eine oder andere Handelsmöglichkeit ergeben (<strong><a href="https://derivatehandel.net/tradingstrategien/newstrading/">Newstrading</a></strong>).</p>



<p>Sollte eine Bank, die auch als Emittent von Zertifikaten auftritt, in größere Schwierigkeiten geraten, werden auch die Medien hierüber berichten. In der Folge solltest du Zertifikate dieses Emittenten dann meiden! </p>



<p>Auch im Vorfeld der Insolvenz von Lehman Brothers berichteten die Medien über die bestehenden Probleme der Investmentbank. Dennoch verloren <strong>ca. 50.000 Anleger einen Großteil ihrer Investments</strong> in Lehman-Zertifikate!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Beurteilung der Bonität des Emittenten</h4>



<p>Die Überschrift klingt herausfordernd, aber hierfür musst du keine Bilanzen oder ähnliches analysieren. Es reicht aus, wenn du dir die <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Credit_Default_Swap" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Credit Default Swaps (CDS)</a></strong> anschaust.</p>



<p>Ein <strong>CDS </strong>ist ein <strong>Kreditderivat</strong>, dass von der Funktion her einer <strong>Kreditausfallversicherung </strong>entspricht. Ist nun der CDS, also die zu zahlende Prämie für die Absicherung gegen ein Kreditausfall (des Emittenten) hoch, spricht dies für ein erhöhtes Risiko und meist für eine schlechte Bonität. Entsprechend solltest du dir einen Emittenten aussuchen, deren CDS niedrig ist, denn: </p>



<p><strong>CDS niedrig = niedrige Prämie gegen einen Ausfall = gute Bonität</strong></p>



<p>Die aktuellen Credit Default Swaps der einzelnen Emittenten kannst du dir z.B. beim <strong><a href="https://www.derbsw.de/deu/transparenz/credit-default-swaps" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bundesverband für strukturierte Wertpapiere</a></strong> anschauen. Hierbei gilt, je niedriger der CDS, desto geringer das Risiko.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Handeln Emittenten gegen den Kunden?</h3>



<p>Häufig hört man von dem Mythos, dass Emittenten ein Interesse daran hätten, dass der Kunde sein Geld verliert. Dies wird dann damit begründet, dass der Emittent Geld verdienen würde, wenn der Kunde sein Geld verliert. Allerdings handelt es sich hierbei um Stammtischweisheiten, die darauf zurückzuführen sind, dass die klassischen Retail-Trader meist nicht im Detail mit der Funktionsweise von Finanzmärkten und den aufsichtsrechtlichen Anforderungen vertraut sind.</p>



<p>In der Regel versuchen Emittenten eine <strong>risikoneutrale Position</strong> einzunehmen und stellen <strong>nicht die Gegenseite des Kunden</strong> dar. Kaufst du dir also ein Long-Zertifikat auf einen Basiswert, ist der Emittent also nicht short in diesem Basiswert und hofft darauf, dass du dein Geld verlierst! Ganz im Gegenteil: Kaufst du dir ein Long-Derivat auf Aktie XYZ, kauft der Emittenten den Basiswert XYZ im entsprechenden Verhältnis (sofern er den Basiswert nicht bereits besitzt), um risikoneutral zu sein! Andernfalls würden Emittenten ihr Geld verlieren, wenn der Kunde Geld verdient. Dies ist als regulierte Bank nicht in ihrem Interesse, auch da durch eigene Risikopositionen <strong><a href="https://www.bankingsupervision.europa.eu/about/banking-supervision-explained/html/hold_capital.de.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eigenkapitalanforderungen </a></strong>für die Bank entstehen.</p>



<p>Emittenten spekulieren also nicht darauf, dass der Anleger sein Geld verliert. Stattdessen versuchen sie dem Kunden möglichst günstige und faire Produkte anzubieten, um den Kunden an den Emittenten zu binden. </p>



<p>Du fragst dich nun vermutlich, wie denn der Emittent dann sein Geld verdient&#8230; Die Antwort ist ganz einfach: Geld verdient der Emittent durch den <strong>Spread</strong>, also die Differenz zwischen dem An- und Verkaufspreis eines Finanzproduktes, sowie einem einkalkulierten <strong><a href="https://www.boerse.de/boersenlexikon/Aufgeld#:~:text=Das%20Aufgeld%20bei%20Wertpapieren%20bezeichnet,wird%20der%20Begriff%20Agio%20verwendet." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aufgeld</a></strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Erhält man durch Knock Out Zertifikate auch Dividenden?</h3>



<p><strong>Nein</strong>, als Inhaber eines K.O.-Zertifikates hat man keinen Anspruch auf Dividendenzahlung. Auch die Kursabschläge auf den Basiswert, die sich durch die Dividendenzahlung ergeben, haben keinen Einfluss auf den Wert eines K.O.-Zertifikates. Als Inhaber eines Long-Zertifikates hat man also keinen Nachteil und als Inhaber eines Put-Zertifikates hat man keinen Vorteil.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie hoch ist der mögliche Verlust bei einem Knock Out Zertifikat?</h3>



<p>Der mögliche Verlust bei einem K.O.-Zertifikat ist auf die Investition in das K.O.-Zertifikat begrenzt. Eine Nachschusspflicht gibt es bei K.O.-Zertifikaten nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wo kann man Knock Out Zertifikate kaufen?</h3>



<p>Nachdem du dir ein passendes K.O.-Zertifikate über einen Knock Out Zertifikate Finder herausgesucht hast, kannst du mit der entsprechenden Wertpapierkennnummer (WKN) ein K.O.-Zertifikat bei einem <strong><a href="https://derivatehandel.net/broker/">Broker </a></strong>deiner Wahl kaufen.</p>



<p></p>
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		<title>Derivate: Bedeutung und Erklärung</title>
		<link>https://derivatehandel.net/grundlagen/derivate-bedeutung-erklaerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2024 19:35:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://derivatehandel.net/?p=72</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jeder kennt den Begriff, aber die wenigsten wissen was sich konkret dahinter verbirgt: Die Rede ist von Derivaten... Sind Derivate gefährlich? Kann man mit ihnen nur "zocken" oder haben Derivate auch einen anderen Sinn? Alles Fragen, die regelmäßig auftauchen, wenn man sich mit den Finanzmärkten beschäftigt. Schauen wir uns Derivate also mal im Detail an...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><strong>Disclaimer</strong>: Die nachfolgenden Ausführungen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen weder ein Angebot zum Handel noch eine Handelsempfehlung oder eine Aufforderung zum Handel dar. Der Betreiber von Derivatehandel.net bzw. der Autor des nachfolgenden Beitrages versichert, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Positionen in den u. g. Basiswerten bestand. Auf den<strong>&nbsp;<a href="https://derivatehandel.net/risikohinweis/">vollständigen Risikohinweis</a></strong>&nbsp;wird explizit verwiesen.</em></p>



<p>Jeder kennt den Begriff, aber die wenigsten wissen was sich konkret dahinter verbirgt: Die Rede ist von <strong>Derivaten</strong>&#8230; Sind Derivate gefährlich? Kann man mit ihnen nur &#8222;zocken&#8220; oder haben Derivate auch einen anderen Sinn? Alles Fragen, die regelmäßig auftauchen, wenn man sich mit den Finanzmärkten beschäftigt. Schauen wir uns Derivate also mal im Detail an&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Termingeschäfte?</h2>



<p>Bevor wir uns aber den Derivaten widmen, schauen wir uns für ein besseres Gesamtverständnis erstmal an was <strong>Termingeschäfte </strong>sind. Wir beginnen also &#8222;bei Adam und Eva&#8220;, um Derivate besser einordnen zu können.</p>



<p>Bei einem Termingeschäft verpflichten sich zwei Vertragsparteien einen vorab vereinbarten Vertrag in der Zukunft zu erfüllen. Dies kann beispielweise die Lieferung von Aktien, die Abnahme eines Rohstoffes zu einem vorher festgelegten Preis oder der Tausch von Zinsen (feste Zinsen gegen variable Zinsen) sein. Wichtig ist, dass der <strong>Erfüllungszeitpunkt in der Zukunft</strong> liegt. </p>



<p>Um das ganze besser nachvollziehen zu können, nachfolgend ein kurzes <strong>Beispiel zu einem Termingeschäft</strong>:</p>



<p><em>Die Aktien eines Unternehmens notieren derzeit bei 60 EUR. Käufer K verpflichtet sich im Januar eines Jahres vom Verkäufer V im Dezember desselben Jahres 100 Aktien zum Preis von 50 EUR je Aktie abzunehmen, wenn der Preis der Aktie zu diesem Zeitpunkt unter 50 EUR liegt. Verkäufer V sichert sich hierdurch gegen fallende Aktienkurse ab. Steht der Kurs der Aktie im Dezember z.B. bei 40 EUR, bekommt Verkäufer V vom Käufer K dennoch 50 EUR je Aktie. Dafür das Käufer K diese Verpflichtung eingegangen ist, hat Verkäufer V ihm zuvor eine Prämie gezahlt. Steht der Aktienpreis im Dezember bei 100 EUR, behält Verkäufer V seine Aktien und Käufer K hat die Prämie vereinnahmt.</em></p>



<p>Das Gegenteil von einem Termingeschäft, welches am <strong>Terminmarkt </strong>vereinbart wird, sind Geschäfte am <strong>Kassamarkt</strong>. Bei einem Kassageschäft erfolgt die Abwicklung des vereinbarten Geschäftes spätestens innerhalb von zwei Handelstagen. Um auch dies etwas mit Praxis zu beleben, nachfolgend ein <strong>Beispiel für ein Kassageschäft</strong>:</p>



<p><em>Käufer K hat einen Betrag von 10.000 EUR geerbt und möchte sein Erbe nun gewinnbringend anlegen. Er geht davon aus, dass die neuen Produkte von Unternehmen U ein großes Potential haben und sich der Aktienkurs &#8222;in der Folge selbstverständlich mindestens verdoppeln muss&#8220;. Käufer K zahlt also die 10.000 EUR bei seiner Hausbank ein und gibt seiner Hausbank den Auftrag für 10.000 EUR Aktien des Unternehmen U zu kaufen. Zum gleichen Zeitpunkt plant Verkäufer V seine neue Freundin auf eine Kreuzfahrt einzuladen, um sie zu beeindrucken. Um die Kreuzfahrt bezahlen zu können entscheidet er sich die Aktien des Unternehmen U aus seinem Depot zu verkaufen. Sowohl der Kaufauftrag von Käufer K als auch der Verkaufsauftrag von Verkäufer V finden am <strong>Kassamarkt </strong>statt und werden per sofort, spätestens innerhalb von zwei Handelstagen, abgewickelt.</em></p>



<p>Der <strong>Unterschied zwischen Termingeschäften und Kassageschäften</strong> dürfte nun weitestgehende nachvollziehbar sein. Zu berücksichtigen ist am Terminmarkt, dass zwischen <strong>bedingten Termingeschäften</strong> und <strong>unbedingten Termingeschäften</strong> zu unterscheiden ist. Schauen wir uns also die beiden Arten an Termingeschäften einmal an:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bedingte Termingeschäfte</h3>



<p>Bei einem <strong>bedingten Termingeschäft</strong> geht nur eine der beiden Vertragsparteien eine <strong>Pflicht </strong>ein. Die andere Vertragspartei hat hingegen ein <strong>Wahlrecht</strong>.</p>



<p>Ein Beispiel für ein bedingtes Termingeschäft ist der <strong>Optionshandel</strong>. An dieser Stelle ist zunächst darauf hinzuweisen, dass eine <strong>Option nicht das gleiche wie ein Optionsschein</strong> ist. Eine Option gibt dem Käufer der Option das Recht (aber nicht die Pflicht) einen gewissen Basiswert zu einem vereinbarten Zeitpunkt zu Kaufen oder zu Verkaufen. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht&#8230; Schauen wir uns ein Beispiel für den Optionshandel an:</p>



<p><em>Käufer K hat 100 Aktien der Firma XYZ im Portfolio. Der Aktienkurs steht derzeit bei 100 EUR je Aktie. Da demnächst Quartalszahlen anstehen und K sich gegen fallende Kurse absichern möchte kauft K eine Put-Option (<strong>Long Put</strong>) mit einem Strikepreis von 90 EUR und 30 Tagen Restlaufzeit. K ist also <strong>Käufer der Option</strong>. </em></p>



<p><em>Verkäufer V hätte gerne 100 Aktien der Firma XYZ, allerdings ist ihm der aktuelle Aktienkurs von 100 EUR je Aktie zu teuer. Bei einem Kurs von 90 EUR wäre er jedoch bereit 100 Aktien der Firma XYZ zu kaufen. Entsprechend verkauft V eine Put Option (<strong>Short Put</strong>). V ist also <strong>Verkäufer der Option</strong>.</em></p>



<p><em>Käufer K und Verkäufer V gehen nun also die Vereinbarung ein, dass wenn der Aktienkurs der Firma XYZ in 30 Tagen unter 90 EUR liegt, V die Aktien von K zu 90 EUR je Aktie übernimmt. <strong>V</strong> hat hierbei die <strong>Pflicht </strong>die Aktien zu 90 EUR je Aktie abzunehmen, wenn der Aktienkurs unter 90 EUR liegt. <strong>K</strong> hat hingegen das <strong>Wahlrecht </strong>die Aktien dem V in 30 Tagen zu 90 EUR je Aktie zu liefern. Liegen die Aktien am Ende der Restlaufzeit bei z.B. 70 EUR je Aktie, wird er von seinem Wahlrecht Gebrauch machen und dem K die Aktien zu 90 EUR verkaufen. Liegen die Aktien hingegen bei 120 EUR, wird er von seinem Wahlrecht nicht Gebrauch machen, um diese dem V nicht zu 90 EUR zu überlassen.</em></p>



<p><em>Dafür, dass V sich verpflichtet und K das Wahlrecht hat, zahlt K dem V eine Prämie. Hierbei handelt es sich um die sogenannte <strong>Stillhalterprämie</strong>, die in diesem Fall ca. 100 EUR beträgt.</em></p>



<p>Nachdem du nun weißt was ein bedingtes Termingeschäft ist, schauen wir uns als nächstes einmal unbedingte Termingeschäfte an&#8230;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unbedingte Termingeschäfte</h3>



<p>Im Gegensatz zu einem bedingten Termingeschäft gehen bei einem <strong>unbedingten Termingeschäft</strong> beiden Vertragsparteien eine Verpflichtung ein. Ein Beispiel für ein unbedingtes Termingeschäft sind zum Beispiel <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/futures/">Futures</a></strong>.</p>



<p>Futures sind <strong>standardisierte, börsengehandelte Kontrakte</strong>, die sich auf einen gewissen Basiswert (z.B. Kaffee) beziehen. Ein solcher standardisierter Future beinhaltet u.a. Vereinbarungen zur Qualität, zur Menge und zum Preis des Basiswertes. Schauen wir uns auch hierzu mal ein Beispiel an:</p>



<p><em>Kaffeebauer K baut Kaffee an. Die Kaffeeernte ist zwar noch nicht erfolgt, allerdings steht sie demnächst an. Da Kaffeebauer K die Menge und die Qualität seines Kaffees bereits abschätzen kann, möchte er sich nun gegen fallende Kaffeepreise absichern. Gegen fallende Kaffeepreise (an den Rohstoffbörsen) kann sich K absichern, indem er bereits jetzt einen <strong>Future verkauft</strong>.</em></p>



<p><em>Das Unternehmen U, das weltweit Cafés unterhält und einen großen Bedarf an Kaffeebohnen hat, möchte sich hingegen gegen steigende Kaffeepreise absichern. Da das Unternehmen U von steigenden Kaffeepreisen an den Rohstoffbörsen ausgeht, möchte sich das Unternehmen U bereits jetzt ausreichend Kaffeebohnen zum gewünschten Kaffeepreis sichern. Dies ist möglichen indem das Unternehmen U einen <strong>Future kauft</strong>.</em></p>



<p><em>Der entsprechende <strong>Futurekontrakt </strong>beinhaltet hierbei sämtliche Vereinbarungen über den Preis, die Menge und die Qualität des Kaffees. Im Gegensatz zum Optionshandel (Käufer hat das Recht aber nicht die Pflicht) haben bei einem Future beide Vertragsparteien die Pflicht sich an die getroffene Vereinbarung zu halten (Kaffeebauer K liefert die vereinbarte Menge zu der vereinbarten Qualität und Unternehmen U zahlt den vereinbarten Preis). Für beide Parteien eine Win-Win-Situation&#8230;</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">Devisentermingeschäfte: Ein Beispiel</h3>



<p>Nachdem wir uns zur Veranschaulichung von Termingeschäften Optionen (auf Aktien) und Futures (auf Kaffee) angeschaut haben, schauen wir uns aufgrund der Relevanz nachfolgend auch einmal <strong>Devisentermingeschäfte </strong>an. Vorab jedoch die Info, dass Devisentermingeschäfte im Gegensatz zu o.g. Optionen und Futures <strong>nicht standardisiert</strong> sind und individuell verhandelt werden müssen (z.B. mit der Bank).</p>



<p>Insbesondere in Zeiten einer immer globaleren Welt nehmen Devisentermingeschäfte eine immer größere Bedeutung ein, um sich <strong>gegen eine ungünstige Wechselkursentwicklung abzusichern</strong>. Insbesondere für Industrieunternehmen die ihre Produkte weltweit verkaufen sind Devisentermingeschäfte überlebenswichtig. Werden wir aber mal konkret:</p>



<p><em>Ein in Deutschland ansässiger Autokonzern lässt in seinem Werk in Spanien Autos produzieren, die anschließend in die USA geliefert werden sollen. Die Kosten zur Herstellung der Autos muss das Unternehmen in EUR begleichen (z.B. Löhne, Rohstoffe etc.). Da die Autos in den USA verkauft werden, erhält der Autokonzern die Verkaufserlöse jedoch in USD. Sollte der USD nun an Wert verlieren, erhält der Autokonzern für die vereinnahmten USD weniger EUR, um in Deutschland bzw. Spanien Löhne, Rohstoffe etc. zahlen zu können. Damit eine solch ungünstige Wechselkursentwicklung vermieden wird, können Devisentermingeschäfte genutzt werden, <strong>um den Devisenkurs für einen in der Zukunft liegenden Zeitpunkt bereits jetzt festzuschreiben</strong>.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Derivate: Bedeutung</h2>



<p>Derivate sind Verträge die sich auf einen gewissen Basiswert beziehen und deren Preisentwicklung vom Basiswert abgeleitet werden. Wie dir vermutlich bei oben genannten Termingeschäften aufgefallen ist, haben sich sämtliche der oben genannten Beispiele (Optionen, Futures etc.) auf einen gewissen Basiswert (z.B. Aktie) bezogen. Durch das Derivat wird die Entwicklung des Basiswert also abgebildet <strong>ohne den Basiswert selbst zu besitzen</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Vorteile von Derivaten</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Hebelwirkung</h4>



<p>Die Hebelwirkung von Derivaten ergibt sich, da du nicht den Gesamtbetrag des Underlyings bezahlen musst, an der Preisentwicklung des Underlyings jedoch vollständig partizipierst (sowohl zu deinen Gunsten als auch zu deinen Ungunsten).</p>



<p>Unterstellen wir, dass du davon ausgehst, dass Aktie XYZ demnächst steigen wird. Die Aktie steht derzeit bei 100 EUR. Anstelle die Aktie für 100 EUR zu kaufen, kaufst du dir nun ein Derivat auf die Aktie für einen Preis von 10 EUR. Steigt die Aktie nun von 100 EUR auf 110 EUR, partizipierst du mit deinem Derivat im gleichen Ausmaß und erzielst nun auch einen Gewinn von 10 EUR. In beiden Fällen wurde nun ein Gewinn von 10 EUR erzielt. Bezogen auf den Kapitaleinsatz weicht die Rendite jedoch erheblich voneinander ab:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Rendite mit <strong>Aktieninvestment</strong>: <strong>10 %</strong> (Einsatz: 100 EUR, Gewinn 10 EUR)</li>



<li>Rendite mit <strong>Derivat</strong>: <strong>100 %</strong> (Einsatz 10 EUR, Gewinn 10 EUR)</li>
</ul>



<p>Die Hebelwirkung bei einem Derivat kommt also durch den geringeren Kapitaleinsatz bei gleicher Renditeentwicklung zustande.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Diversifikation</h4>



<p>Durch die <strong>Hebelwirkung bei einem Derivat</strong> hast du die Möglichkeit dein verfügbares Kapital breiter zu streuen (&#8222;diversifizieren&#8220;).</p>



<p>Angenommen du hast einen Betrag von 5.000 EUR zur Verfügung, den du investieren möchtest. Da du aus Gründen des Risikomanagements nicht den Gesamtbetrag in einen einzigen Wert investieren möchtest, beabsichtigst du den Betrag also möglichst breit streuen.</p>



<p>Da der Kauf von Derivaten weniger Kapital erfordert als den Basiswert direkt zu erwerben, hast du durch Derivate die Möglichkeit dein Kapital breiter zu streuen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Breiter Marktzugang</h4>



<p>Wie und wo du Aktien kaufen kannst, weißt du vermutlich. Wenn du aber an der Kursentwicklung von Gold, Rohstoffen, Kryptowährungen oder anderen &#8222;exotischen&#8220; Basiswerten partizipieren möchtest, gestaltet es sich schon etwas schwieriger. Durch Derivate (z.B. <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/optionsscheine/">Optionsscheine </a></strong>oder <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/knock-out-zertifikate/">Knock Out Zertifikate</a></strong>) kannst du relativ simple an steigenden (Long) oder fallenden (Short) Kursen verschiedenster Underlyings partizipieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Derivaten</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Hohes Risiko</h4>



<p>Wo Licht ist, ist auch Schatten&#8230; Wenn sich der Kurs des Basiswertes wie von dir vorhergesagt entwickelt, partizipierst du durch die Hebelwirkung zwar überproportional, aber genau so <strong>überproportional können sich die Verluste entwickeln</strong>, wenn sich der Kurs des Basiswertes entgegen deiner Erwartungen entwickelt.</p>



<p>Unterstellen wir erneut, dass du davon ausgehst, dass Aktie XYZ demnächst steigen wird. Die Aktie steht derzeit bei 100 EUR. Anstelle die Aktie für 100 EUR zu kaufen, kaufst du dir auch dieses Mal ein Derivat auf die Aktie für einen Preis von 10 EUR. Entgegen deiner Erwartung steigt die Aktie nicht sondern fällt auf 90 EUR. Schauen wir uns auch hier die Rendite an:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Rendite mit <strong>Aktieninvestment</strong>: <strong>-10 %</strong> (Einsatz: 100 EUR, Verlust 10 EUR)</li>



<li>Rendite mit <strong>Derivat</strong>: <strong>-100 %</strong> (Einsatz 10 EUR, Verlust 10 EUR)</li>
</ul>



<p>Dein Derivat verfällt also wertlos und dein eingesetztes Kapital von 10 EUR ist verloren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Komplexität</h4>



<p>Derivate sind komplex. Für den richtigen Einsatz von Derivaten ist nicht nur ein ausgeprägtes Verständnis des Basiswertes sondern auch der Funktionsweise von Derivaten erforderlich. </p>



<p>Hinzu kommt, dass sich aufgrund der Hebelwirkung auch Verluste überproportional entwickeln können, sodass ein geeignetes Risikomanagement notwendig ist, um einen Totalverlust des gesamten Kapitals (abhängig vom Finanzinstrumente ggf. auch Verluste darüber hinaus) zu vermeiden.</p>



<p>Im Ergebnis sind <strong>Derivate nicht für Anfänger bzw. Laien geeignet</strong>.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Geringe Transparenz</h4>



<p>Da die Wertentwicklung eines Derivates von verschiedenen Kriterien abhängig ist (z.B. Restlaufzeit, Volatilität etc.), ist die Wertentwicklung für Laien nicht immer transparent und kann ggf. falsch eingeschätzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Derivaten?</h3>



<p>Der Unterschied zwischen Aktien und Derivaten besteht darin, dass du mit einem Derivat nicht direkt den Basiswert erwirbst und damit keine Eigentumsrechte hast (bei Aktien: Recht auf Dividendenzahlung, Stimmberechtigung auf der Hauptversammlung etc.). Stattdessen partizipierst du mit deinem Derivat an der Kursentwicklung des Basiswertes und musst hierfür nur einen geringeren Betrag zahlen als wenn du den Basiswert direkt erwirbst (Hebelwirkung).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welche Arten an Derivaten gibt es?</h3>



<p>Es gibt diverse Derivate, die sich in ihrer Funktion sowie Preisbildung unterscheiden. Gemeinsam haben jedoch alle Derivate, dass sie sich auf einen Basiswert (z.B. Aktie, Rohstoff, Index, Kryptowährung etc.) beziehen. die gängigsten Derivate sind: <strong>Optionen</strong>, <strong>Optionsscheine</strong>, <strong>Zertifikate </strong>(z.B. Knock-Out-Zertifikate), <strong><a href="https://derivatehandel.net/derivate/cfd/">CFD </a></strong>(Contract for Difference) und <strong>Futures</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist ein ETF ein Derivat?</h3>



<p><strong>ETF </strong>(Exchange Traded Fund), also börsengehandelte Fonds, sind <strong>keine Derivate</strong>. ETF erwerben durch das von den Kapitalgebern eingesammelte Kapital Aktien oder andere Basiswerte. Häufig wird durch einen ETF die Zusammensetzung eines Index (z.B. S&amp;P 500) nachgebildet, um an der Wertentwicklung des Index zu partizipieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was sind OTC-Derivate?</h3>



<p><strong>OTC </strong>steht für &#8222;Over The Counter&#8220;. OTC-Derivate sind nicht standardisiert und werden nicht an einer Börse gehandelt, sondern zwischen zwei Vertragsparteien vereinbart.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert ein Zinsderivat?</h3>



<p>Bei einem Zinsderivat, häufig ein <strong>Zinsswap</strong>, vereinbaren die beiden Vertragsparteien Zinsen (feste Zinsen gegen variable Zinsen) miteinander zu tauschen. Ein Zinsswap dient also dazu, um Zinsrisiken zu steuern. Beispiel: Eine Bank hat an ihre Kunden Kredite zu variablen Zinssätzen vergeben. Die Bank geht aufgrund von Äußerungen der Zentralbank davon aus, dass die Zinsen demnächst sinken werden. Sinkende Zinsen führen für die Bank zu sinkenden Zinserträgen, da die Kunden aufgrund der variablen Zinssätze geringere Zinsen zahlen müssten. Die Bank möchte sich gegen die eventuell fallenden Zinsen absichern, indem sie einen Zinsswap abschließt und hierdurch einen festen Zinssatz von der Gegenpartei erhält (und selbst variable Zinsen zahlt).</p>



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